{"id":67147,"date":"2021-05-01T07:00:00","date_gmt":"2021-05-01T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=67147"},"modified":"2021-05-01T14:11:13","modified_gmt":"2021-05-01T12:11:13","slug":"mit-herzblut-fuer-einen-nachhaltigen-wandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/67147\/mit-herzblut-fuer-einen-nachhaltigen-wandel\/","title":{"rendered":"Mit Herzblut f\u00fcr den nachhaltigen Wandel"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Franziska Herren k\u00e4mpft mit ihrer Trinkwasserinitiative f\u00fcr eine \u00f6kologische Landwirtschaft. Auch Dominik Waser, Landwirtschafts-Campaigner bei der Pestizidinitiative, widmet sich vollumf\u00e4nglich einer umweltbewussten Agrarpolitik. Zwei Portr\u00e4ts \u00fcber zwei Menschen mit einem Ziel: nachhaltigen Wandel zu initiieren. <\/strong><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00abUnsere Steuern finanzieren Klimasch\u00e4den\u00bb<\/h2>\n\n<p>Gut gelaunt sitzt Franziska Herren mir Bildschirm zu Bildschirm gegen\u00fcber. Vor gut vier Jahren hat die Bernerin die <a href=\"https:\/\/www.initiative-sauberes-trinkwasser.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trinkwasserinitiative<\/a> lanciert und sah sich damals mit viel Skepsis konfrontiert. Niemals w\u00fcrde sie es schaffen, die n\u00f6tigen Unterschriften f\u00fcr ihr Anliegen zu sammeln, t\u00f6nte es aus diversen Ecken. Doch die Zweifler* innen sind mittlerweile verstummt. Am 13. Juni stimmt die Schweizer Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Vorlage ab.<\/p>\n\n<p>Um die Volksinitiative zu lancieren, setzte Franziska Herren ihre Existenz, ihr eigenes Fitnessstudio, aufs Spiel. Als alleinerziehende Mutter zweier Kinder, die noch in Ausbildung waren, notabene. Ein mutiger Schritt, den nicht viele wagen w\u00fcrden. Doch sie musste handeln, seitdem ihr vor zehn Jahren bewusst wurde, wie unvollst\u00e4ndig und irref\u00fchrend Konsument*innen \u00fcber die Landwirtschaft und ihre Folgen informiert werden. \u00abViele denken, dass wir in der Schweiz kein Wasserproblem haben\u00bb, sagt die 53-J\u00e4hrige. \u00abDas Gegenteil ist aber der Fall. Mit unseren Steuergeldern finanzieren wir eine Landwirtschaft, die von Pestiziden und Futtermitteln abh\u00e4ngt. Sie verschmutzt unser Trinkwasser, zerst\u00f6rt die Umwelt und sch\u00e4digt das Klima.\u00bb<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/94146339-franziska-herren_20201117__cjp4819_web-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-67166\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/94146339-franziska-herren_20201117__cjp4819_web-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/94146339-franziska-herren_20201117__cjp4819_web-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/94146339-franziska-herren_20201117__cjp4819_web-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/94146339-franziska-herren_20201117__cjp4819_web-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/94146339-franziska-herren_20201117__cjp4819_web.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Franziska Herren setzt mit der Trinkwasserinitiative alles auf eine Karte \u00a9 Christian Jaeggi<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Bei einem JA zur Trinkwasserinitiative fliessen die hiesigen Steuermilliarden vollst\u00e4ndig in eine \u00f6kologische Landwirtschaft, und die Schweiz leitet einen grundlegenden Wandel des Ern\u00e4hrungssystems ein. Eine nachhaltige Ver\u00e4nderung, gegen die Gegner*innen der Initiative scharf schiessen \u2013 so auch der Schweizer Bauernverband. Er warnt in seiner Abstimmungskampagne unter anderem, dass die Initiative viele Landwirtschaftsbetriebe in ihrer Existenz gef\u00e4hrde. \u00abDabei ist es genau umgekehrt \u00bb, sagt Franziska Herren, \u00abes ist der Bauernverband, der mit seiner Ideologie einer Landwirtschaft ohne Klima- und Umweltziele die wichtigste Existenzgrundlage der Bauernfamilien zerst\u00f6rt: den Boden.\u00bb <\/p>\n\n<p>Die ehemalige Fitnesstrainerin l\u00e4sst sich angesichts des Gegenwinds aber keineswegs aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: \u00abJe st\u00e4rker man von der Gegenseite bek\u00e4mpft wird, desto genauer hat man ins Schwarze getroffen.\u00bb<\/p>\n\n<p><em>Text: Danielle M\u00fcller<\/em><\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00abEs ist einfach dumm, dass wir Gift verwenden\u00bb<\/h2>\n\n<p>Sie besch\u00e4ftigen ihn intensiv: die Landwirtschaft und die planetaren Grenzen. Der Klimastreik, die Macht der Grosskonzerne und gesellschaftliche Zukunftsutopien. Oder, wie bei seinem Engagement f\u00fcr die Pestizidinitiative, das Wissen darum, weshalb diese Initiative \u00abso was von grundlegend\u00bb ist.<\/p>\n\n<p>Dominik Waser, Aktivist und vormaliger Landschaftsg\u00e4rtner, unternimmt mit Blick auf die Erde lieber, was er kann, als es unversucht zu lassen. Konsequenterweise ist er ziemlich gut besch\u00e4ftigt. \u00abIch habe die Energie, das viele Stunden am Tag zu machen\u00bb, sagt er. \u00abIch betrachte es nicht so sehr als Arbeit, sondern als mein Leben. Mich all dem widmen zu k\u00f6nnen, ist ein Privileg.\u00bb Dieses soll auch anderen etwas n\u00fctzen. Beispielsweise vermittelt er jenen Wissen, die sich bisher nicht mit gr\u00fcnen Themen auseinandersetzen konnten. So etwa in der Kampagnengruppe der <a href=\"https:\/\/lebenstattgift.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pestizidinitiative<\/a>.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-67175\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/4ead9a65-3knofqxp42u9hrblzcutzm.jpg 2001w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Dominik Waser widmet sein ganzes Leben einer nachhaltigen Zukunft \u00a9 Dominique Meienberg<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Dominik Wasers klare Meinung zum Pestizideinsatz: \u00abEs ist einfach dumm, dass wir diese nachgewiesen giftigen Stoffe verwenden.\u00bb Ihr Einsatz in der Landwirtschaft schadet schliesslich \u00fcberall: im Boden, im Trinkwasser, in unserem Essen. Aus gesundheitlicher und \u00f6kologischer Sicht sei es nicht vertretbar, sie weiterhin einzusetzen. \u00abPestizide zerst\u00f6ren die Biodiversit\u00e4t und schaffen ein Abh\u00e4ngigkeitssystem der Landwirt*innen von Grosskonzernen\u00bb, sagt der 23-J\u00e4hrige. Denn das Gift f\u00e4llt ja nicht vom Himmel, es muss stets gekauft werden. Es sei letztlich auch ein Problem mangelnder Demokratie. \u00abDie Landwirt*innen sollten mehr Unabh\u00e4ngigkeit in der Herstellung ihrer Erzeugnisse haben.\u00bb <\/p>\n\n<p>Er kann schon nachvollziehen, dass ein Verbot von Pestiziden, wie es die Initiative vorsieht, \u00c4ngste sch\u00fcrt. Besonders wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb jahrelang damit gearbeitet hat. Dann aber verweist Dominik Waser auf die rund 7000 Schweizer Bio-Bauernh\u00f6fe: \u00abWir wissen ja, dass es ohne geht. Warum machen wir es dann nicht?\u00bb<\/p>\n\n<p>Eine Niederlage an der Urne w\u00fcrde die Agrarpolitik um Jahre zur\u00fcckwerfen. Jahre, die wir bekanntermassen nicht mehr haben. Auch Dominik Waser w\u00fcrde sie lieber anderem widmen, die Liste seiner W\u00fcnsche f\u00fcr eine lebenswerte Zukunft ist lang. \u00abIch habe Bilder dieser Zukunft im Kopf. Aber es braucht ein Buch, um sie in Worte zu fassen\u00bb, l\u00e4chelt er.<\/p>\n\n<p><em>Text: Jara Petersen<\/em><\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\">Am 13. Juni haben wir die einmalige Chance f\u00fcr einen agrarpolitischen Wandel, der den Begriff \u00abGesundheit\u00bb ganzheitlich denkt. Sowohl die Initiative f\u00fcr sauberes Trinkwasser als auch die Initiative f\u00fcr eine Schweiz ohne Pestizide verlangen einen gesunden Umgang mit der Natur, insbesondere in der Landwirtschaft. Stimme daher <a href=\"https:\/\/2xja.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">2xJa<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franziska Herren k\u00e4mpft mit ihrer Trinkwasserinitiative f\u00fcr eine \u00f6kologische Landwirtschaft. 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