{"id":6736,"date":"2005-09-07T00:00:00","date_gmt":"2005-09-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6736\/gentech-weizen-bleibt-ein-risiko-konstrukt\/"},"modified":"2019-05-30T07:36:35","modified_gmt":"2019-05-30T05:36:35","slug":"gentech-weizen-bleibt-ein-risiko-konstrukt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6736\/gentech-weizen-bleibt-ein-risiko-konstrukt\/","title":{"rendered":"Gentech-Weizen bleibt ein Risiko-Konstrukt"},"content":{"rendered":"<p><b>Die ETH Z\u00fcrich hat heute die Auswertung des Freiland-Experiments mit Gentech-Weizen vom Fr\u00fchjahr 2004 publiziert. Ob eine eingebaute Stinkbrand-Resistenz sich im Freiland je als dauerhaft stabil erweist, bleibt unklar. Gentech-Weizen bleibt ein unberechenbares und mit Risiken behaftetes Konstrukt. Weltweit besteht daf\u00fcr keine Nachfrage.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Das ETH-Freiland-Experiment mit Gentech-Weizen<br \/>\nwurde im Fr\u00fchjahr 2004 trotz massivem Protest von Bauern-, Umwelt-<br \/>\nund Konsumentenkreisen in Lindau\/ZH durchgef\u00fchrt. Die Bedenken,<br \/>\nwelche KritikerInnen im Vorfeld gegen den Versuch ge\u00e4ussert haben,<br \/>\nwurden mit der heute ver\u00f6ffentlichten Auswertung nicht aus dem Weg<br \/>\nger\u00e4umt. Eine artfremde Eigenschaft in ein Pflanzengenom zu<br \/>\nintegrieren bleibt immer mit Ungewissheiten verbunden. \u00dcberhaupt<br \/>\nist es unn\u00f6tig, Stinkbrand mittels Gentechnik zu bek\u00e4mpfen: Es gibt<br \/>\nalternative Behandlungsm\u00f6glichkeiten. Stinkbrandresistentes<br \/>\nbiologisches Weizen-Saatgut erlangt in Deutschland und der Schweiz<br \/>\nin den n\u00e4chsten Jahren Marktreife (1). Zudem st\u00f6sst laut einer<br \/>\nMarkt-Analyse eine m\u00f6gliche Marktzulassung von Gentech-Weizen bei<br \/>\nGetreide- und Lebensmittelproduzenten weltweit auf Ablehnung<br \/>\n(2).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das ETH-Projekt wurde lanciert, um<br \/>\nmittelfristig eine Gentech-Weizen-Sorte auf den Markt zu bringen.<br \/>\nSo plante eine indisch-schweizerische Forschergruppe, die in der<br \/>\nSchweiz angestrebte Resistenzeigenschaft in indische Weizensorten<br \/>\neinzukreuzen (3). Unter anderem auch aufgrund der Kritik von<br \/>\nGreenpeace und betroffener AnwohnerInnen, dass es sich bei diesem<br \/>\nFreilandexperiment um ein nicht vertretbares Umweltrisiko handelt,<br \/>\nforderte das BUWAL zus\u00e4tzliche Umwelt-Auflagen: Nebst der<br \/>\nhaupts\u00e4chlichen Absicht, eine pilzresistente und schlussendlich<br \/>\nmarkttaugliche Gentech-Sorte zu entwickeln, musste die<br \/>\nETH-Projektleitung deshalb ihr Versuchskonzept mit einer Liste von<br \/>\nBiosicherheitsfragen erg\u00e4nzen. Auch das ETH-Gentech-Projekt<br \/>\nbest\u00e4tigt wiederum, dass sich die allermeisten Gentech-Forscher f\u00fcr<br \/>\ndie Entwicklung von Gentech-Pflanzen interessieren und sich nicht<br \/>\num die davon ausgehenden Umwelt- und Gesundheitsrisiken k\u00fcmmern.<br \/>\n&#171;Es ist zu hoffen, dass dieses Risiko-Experiment das letzte seiner<br \/>\nArt gewesen ist und sich die Schweiz zunehmend auf die<br \/>\nBiolandbau-Forschung konzentriert&#187;, sagt Marianne K\u00fcnzle von der<br \/>\nGenschutz-Kampagne von Greenpeace.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im Gegensatz zu einzelnen Gentech-Forschern<br \/>\nscheint das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft einzusehen, dass die<br \/>\nEntwicklung von Gentech-Pflanzen mehr Risiken f\u00fcr Umwelt und<br \/>\nGesundheit als Nutzen bringt. Jedenfalls hat Vizedirektor Jacques<br \/>\nMorel k\u00fcrzlich auf Anfrage mitgeteilt, dass die Forschungsstation<br \/>\nin Changins VD ihre Gentech-Projekte streichen muss, weil der Bund<br \/>\nder Entwicklung transgener Pflanzen keine Priorit\u00e4t zuspricht.<\/p>\n<ul class=\"action-items\">\n<li><a href=\"http:\/\/www.peter-kunz.ch\/\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" target=\"kunz\" rel=\"noopener noreferrer\">(1) www.peter-kunz.ch (Getreidez\u00fcchtung Peter Kunz,<br \/>\nHombrechtikon)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.worc.org\/media\/worc_news_articles\/pr_wisner05-10.html\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" target=\"worc\" rel=\"noopener noreferrer\">(2.1)<br \/>\nwww.worc.org\/media\/worc_news_articles\/pr_wisner05-10.html<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.planetark.com\/dailynewsstory.cfm\/newsid\/31137\/story.htm\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" target=\"planetark\" rel=\"noopener noreferrer\">(2.2)<br \/>\nwww.planetark.com\/dailynewsstory.cfm\/newsid\/31137\/story.htm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/iscb.epfl.ch\/3_sci_prog\/first_phase\/3_project_wn9.html\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" target=\"iscb\" rel=\"noopener noreferrer\">(3)<br \/>\nwww.iscb.epfl.ch\/3_sci_prog\/first_phase\/3_project_wn9.html<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Marianne K\u00fcnzle, Genschutz-Kampagne Greenpeace, 079 \/ 410 76<br \/>\n48<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung, 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ETH Z\u00fcrich hat heute die Auswertung des Freiland-Experiments mit Gentech-Weizen vom Fr\u00fchjahr 2004 publiziert. 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