{"id":6738,"date":"2005-09-28T00:00:00","date_gmt":"2005-09-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6738\/dioxin-in-der-chemiemuelldeponie-bonfol\/"},"modified":"2019-05-30T07:36:38","modified_gmt":"2019-05-30T05:36:38","slug":"dioxin-in-der-chemiemuelldeponie-bonfol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6738\/dioxin-in-der-chemiemuelldeponie-bonfol\/","title":{"rendered":"Dioxin in der Chemiem\u00fclldeponie Bonfol"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine neue, heute in Basel an einer Medienkonferenz vorgestellte Greenpeace-Studie kommt zum Schluss: Die Basler Chemiekonzerne (BCI) haben erhebliche Mengen Dioxin produziert und in Bonfol \u2013 der damals einzig legalen Schweizer Chemiem\u00fclldeponie \u2013 abgelagert. Dort ist mit einer Freisetzung von gef\u00e4hrlichen Dioxinen zu rechnen, wenn saniert wird, wie von der BCI geplant. Es scheint, dass die Basler Chemie aus dem verheerenden Dioxin-Unfall von Seveso punkto Informationspolitik nicht viel gelernt hat. So behauptet sie, Dioxin spiele in Bonfol keine Rolle. Greenpeace fordert weitreichende Massnahmen: Eine neue, kooperative und vor allem kompetentere Projektleitung muss das Bonfoler Sanierungsprojekt grundlegend \u00fcberarbeiten und dem Dioxinvorkommen anpassen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Die im Auftrag von Greenpeace erstellte Studie widerlegt die Behauptungen der BCI: Allein aus vier untersuchten Produktionslinien aus der Bl\u00fchtezeit der Basler Chlorchemie sind insgesamt je eine Tonne Dioxine und Dioxin-\u00e4hnliche Giftabf\u00e4lle entstanden, darunter Dioxin-Toxizit\u00e4ts\u00e4quivalente (TEQs) im zweistelligen Kilogrammbereich und hochgiftiges Seveso-Dioxin bis in den Kilogrammbereich. Dioxine geh\u00f6ren zu den giftigsten Chemikalien, welche die Menschheit kennt, und sind deshalb international verboten. Da im Zeitraum von 1961-76 Bonfol die einzige legale Schweizer Chemiem\u00fclldeponie der BCI war, ist davon auszugehen, dass die Dioxin-Abf\u00e4lle der Basler Chemie damals dort abgelagert wurden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der von Greenpeace beauftragte Chemie-Experte Martin Forter kommt in seiner Studie zum Schluss, dass in Bonfol Dioxine in lokal hohen Konzentrationen (\u00abHotspots\u00bb) vorkommen. Das hat Konsequenzen f\u00fcr das gesamte Sanierungsprojekt, insbesondere punkto Sicherheit und Entsorgung der ausgehobenen Chemieabf\u00e4lle. Martin Forter: \u00abEs ist mit einer Freisetzung von gef\u00e4hrlichen Dioxinen zu rechnen, wenn die Sanierung so durchgef\u00fchrt w\u00fcrde, wie sie die BCI plant.\u00bb Jean-Claude Probst, Gewerkschaft Unia Schweiz, kommentiert: \u00abDioxine gef\u00e4hrden nicht nur die Gesundheit der Deponie-Arbeiter, sondern k\u00f6nnen auch die Bev\u00f6lkerung von Bonfol, aber auch Basel, Belfort und Montb\u00e9liard sowie der weiteren Umgebung treffen\u00bb. Kaspar Schuler, Gesch\u00e4ftleiter Greenpeace, betont: \u00abNovartis, Roche, Ciba, Syngenta &amp; Co. geben sich als verantwortungsvolle Konzerne von Weltruf. Doch gerade im Umgang mit Dioxin haben sie an Glaubw\u00fcrdigkeit eingeb\u00fcsst. Hat die Basler Chemie aus Seveso nicht gelernt?\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit allem Nachdruck fordern Greenpeace und die Organisationen des Collectifs Bonfol:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Deponie Bonfol muss nach den besten Standards saniert werden. Das Sanierungsprojekt muss dem Dioxinvorkommen angepasst werden. Die Sicherheit muss jederzeit vollumf\u00e4nglich gew\u00e4hrleistet sein.<\/li>\n<li>Die BCI muss die von ihr verursachte Blockadesituation beheben und bis zur \u00abSitzung der letzten Chance\u00bb im Oktober alle Fragen der jurassischen Beh\u00f6rden bedingungslos beantworten &#8211; nicht nur zu Dioxin, sondern auch zu anderen gef\u00e4hrlichen Schadstoffklassen und zum generellen Sanierungsablauf in Bonfol.<\/li>\n<li>Novartis, Roche, Ciba, Syngenta &amp; Co m\u00fcssen mit der Einsetzung einer neuen, kooperativen und kompetenteren Projektleitung verlorenes Vertrauen wieder herstellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Die Greenpeace-Studie deckt ein dunkles Kapitel der Basler chemischen Industrie auf. Diese ist nun herausgefordert, ihre Dioxin-Vergangenheit aufzuarbeiten und offen dar\u00fcber zu informieren, wie viel Dioxin in Basel gebildet wurde und wohin dieses gelangt ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a id=\"hintergruende\" name=\"hintergruende\"><\/a> <a href=\"\/switzerland\/de\/Publikationen\/Chemie\/Dioxin-in-der-Chemiemulldeponie-Bonfol\/\">Reden, Anh\u00e4nge und franz\u00f6sische Expertise<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong> Greenpeace-Medienabteilung 044 447 41 11<\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Greenpace-Chemiekampagne 044 447 41 31<\/p>\n<p>Martin Forter, Autor Dioxin-Studie 061 691 55 83<\/p>\n<p>Jean-Claude Probst, UNIA Schweiz 079 816 35 23<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue, heute in Basel an einer Medienkonferenz vorgestellte Greenpeace-Studie kommt zum Schluss: Die Basler Chemiekonzerne (BCI) haben erhebliche Mengen Dioxin produziert und in Bonfol \u2013 der damals einzig legalen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6738","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6738"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6738\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6738"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6738"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}