{"id":6742,"date":"2005-09-19T00:00:00","date_gmt":"2005-09-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6742\/brisante-chemikalienliste-gibt-auskunft-ueber-wahres-ausmass-des-basler-altlastenproblems\/"},"modified":"2019-05-30T07:36:44","modified_gmt":"2019-05-30T05:36:44","slug":"brisante-chemikalienliste-gibt-auskunft-ueber-wahres-ausmass-des-basler-altlastenproblems","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6742\/brisante-chemikalienliste-gibt-auskunft-ueber-wahres-ausmass-des-basler-altlastenproblems\/","title":{"rendered":"Brisante Chemikalienliste gibt Auskunft \u00fcber wahres Ausmass des Basler Altlastenproblems"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute ver\u00f6ffentlicht die Umweltorganisation Greenpeace ein ihr zugespieltes Papier, das wichtige R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Gef\u00e4hrlichkeit der Basler Chemiem\u00fclldeponien erlaubt. Die als vertraulich klassierte \u00abStoffliste Deponien Muttenz\u00bb wurde im Rahmen der Muttenzer Deponie-Abkl\u00e4rungen von Novartis, Ciba, Syngenta und Clariant, respektive ihrer IG Deponiesicherheit Region Basel (IG DRB) im Jahr 2003 erstellt. Sie gibt Auskunft \u00fcber fast 5000 Produkte, deren Fehlchargen und Abf\u00e4lle in den Deponien der Region Basel abgelagert wurden. Viele dieser Chemikalien sind hochtoxisch und haben nichts im Boden nahe der Basler Trinkwasserversorgung oder im Wald des Els\u00e4sser Naherholungsgebietes zu suchen. F\u00fcr Greenpeace ein weiterer Beweis f\u00fcr die Dringlichkeit der Totalsanierung der Deponien in der Region.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Basel. 75 Seiten schwer ist die heute von<br \/>\nGreenpeace ver\u00f6ffentlichte \u00abStoffliste Deponien Muttenz\u00bb, auf der<br \/>\n4889 Chemikalien aufgef\u00fchrt sind. Sie ist von den Chemiefirmen<br \/>\nNovartis, Ciba, Syngenta und Clariant, respektive der von ihnen<br \/>\nbeauftragten IG DRB als \u00abvertrau-lich\u00bb bezeichnet und im Jahr 2003<br \/>\nim Rahmen der Nachforschungen zu den Chemiem\u00fclldeponien<br \/>\nFeldrebengrube, Margelacker und Rothausstrasse erstellt worden. Das<br \/>\nVerzeichnis gibt Auskunft \u00fcber 4889 Chemikalien, die als Ausgangs-,<br \/>\nZwischen- und Verkaufsprodukte etwa Mitte 1950er bis Mitte<br \/>\n1960er-Jahre angefallen sein m\u00fcssen. Somit hat es auch f\u00fcr alle<br \/>\n\u00fcbrigen Deponien Bedeutung, die in diesem Zeitraum aufgef\u00fcllt<br \/>\nworden sind: die wilden Chemiem\u00fclldeponien Letten, Roemisloch,<br \/>\nGravi\u00e8re Nord im Elsass sowie die jurassische Deponie Bonfol.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Matthias W\u00fcthrich, Chemie-Experte von<br \/>\nGreenpeace, kommentiert: \u00abDiese neuen Informationen sind<br \/>\nschockierend. Die Deponien-Stoffliste enth\u00e4lt Hunderte von umwelt-<br \/>\nund gesundheitssch\u00e4dlichen Chemikalien und Pr\u00e4paraten, die zum Teil<br \/>\nhormonell aktiv, krebsf\u00f6rdernd und erbgutver\u00e4ndernd sind: zum<br \/>\nBeispiel hochgiftige Pestizide, Nitroaniline und Benzolderivate,<br \/>\nChloraniline, Naphthylamine, Nitrobenzole und seit langem verbotene<br \/>\nDDT-Pr\u00e4parate. Ein solcher Giftcocktail hat nichts im Boden und<br \/>\nschon gar nichts in der N\u00e4he der Basler Trinkwasserversorgung zu<br \/>\nsuchen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Es ist anzunehmen, dass in erster Linie nicht<br \/>\ndie reinen Produkte, sondern unreine Fehlchargen und gemischte<br \/>\nAbf\u00e4lle aus den entsprechenden Produktionen abgelagert wurden. Dies<br \/>\nbedeutet, dass die an sich schon alarmierende 5000er-Liste bei<br \/>\nweitem nicht alle in den Deponien abgelagerten Substanzen erfasst.<br \/>\nZurzeit ist niemand in der Lage, eine solche unbekannte Vielfalt an<br \/>\nChemikalien zu analysieren. Zu den allermeisten Stoffen gibt es<br \/>\nausserdem keine verl\u00e4sslichen Toxizit\u00e4tsdaten, w\u00e4hrend andere<br \/>\nbereits als hochgef\u00e4hrlich bekannt und international verboten sind.<br \/>\nDeshalb ist klar: Der wahren Dimension des Basler Altlastenproblems<br \/>\nist mit den hilflosen Risikoabsch\u00e4tzungen der Chemiekonzerne nicht<br \/>\nbeizukommen. Der einzige sinnvolle Umgang mit dieser Gefahr ist,<br \/>\nden Chemiem\u00fcll vollst\u00e4ndig auszugraben, das heisst: Totalsanierung<br \/>\nder Deponien. \u00abNovartis, Ciba, Syngenta &amp; Co d\u00fcrfen sich nicht<br \/>\nmehr hinter ihren Scheinabkl\u00e4rungen verstecken,\u00bb sagt W\u00fcthrich.<br \/>\n\u00abWir sind dabei, die Stoffliste und weiteres Material genauer<br \/>\nauszuwerten.\u00bb<\/p>\n<ul class=\"action-items\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/stoffliste_dep_muttenz.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Stoffliste<br \/>\nDeponien Muttenz [download 6.1 MB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Greenpeace Chemiekampagne 044 447 41 31<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung 044 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ver\u00f6ffentlicht die Umweltorganisation Greenpeace ein ihr zugespieltes Papier, das wichtige R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Gef\u00e4hrlichkeit der Basler Chemiem\u00fclldeponien erlaubt. 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