{"id":6748,"date":"2005-07-17T00:00:00","date_gmt":"2005-07-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6748\/ozon-alarm-greenpeace-fordert-bevoelkerungs-statt-autoschutz\/"},"modified":"2019-05-30T07:36:54","modified_gmt":"2019-05-30T05:36:54","slug":"ozon-alarm-greenpeace-fordert-bevoelkerungs-statt-autoschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6748\/ozon-alarm-greenpeace-fordert-bevoelkerungs-statt-autoschutz\/","title":{"rendered":"Ozon-Alarm: Greenpeace fordert Bev\u00f6lkerungs-, statt Autoschutz"},"content":{"rendered":"<p><b>In der Schweiz leidet auch diesen Sommer jede sechste Person an den Ozonfolgen \u2013 im Kanton Luzern sind mindestens 53&#8217;000 Menschen betroffen. Greenpeace machte heute morgen auf der dicht befahrenen Seebr\u00fccke mit einem Mahnmal auf die negativen Folgen des Strassenverkehrs auf die Gesundheit und das Klima aufmerksam. Am Nachmittag will Greenpeace mit einem Regierungsvertreter ins Gespr\u00e4ch kommen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Luzern. Greenpeace installierte heute morgen<br \/>\nentlang der Luzerner Seebr\u00fccke ein Mahnmal: 30 menschliche<br \/>\nSilhouetten mit brandrot gef\u00e4rbten Atemwegen, stellvertretend f\u00fcr<br \/>\n\u00fcber eine Million Schweizer Ozonopfern. Warntafeln wiesen auf die<br \/>\nWurzel des \u00dcbels hin: Der wachsende Strassenverkehr, der mit dem<br \/>\nhohen Treibstoffverbrauch die Luft verpestet. Aktivisten und<br \/>\nAktivistinnen verteilten Schachteln mit Kr\u00e4uterpastillen an<br \/>\nPassanten und Autolenker mit der Aufschrift: &#8218;Durchatmen statt Gas<br \/>\ngeben &#8211; Auto fahren sch\u00e4digt Gesundheit und Klima.&#8216;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">42&#8217;000 Fahrzeuge brausen t\u00e4glich \u00fcber die<br \/>\nSeebr\u00fccke, die somit eine bedeutende regionale Ozon-Quelle<br \/>\ndarstellt. 51% der Luzerner Stadt-Haushaltungen sind autofrei.<br \/>\nTrotzdem sind diese t\u00e4glich mit den Konsequenzen des<br \/>\nStrassenverkehrs konfrontiert. So wurde der Ozon-Grenzwert von 120<br \/>\nMikrogramm\/m3 in der Region Luzern (Messstation Sedel H\u00fcgelkuppe)<br \/>\n2005 bereits mehr als 200 Mal \u00fcberschritten &#8211; zugelassen ist eine<br \/>\neinzige \u00dcberschreitung pro Jahr. Ozon greift Augen und den<br \/>\nAtemtrakt an. Kinder und \u00e4ltere Personen sind besonders betroffen.<br \/>\nIm Hitzesommer 2003 werden in der Schweiz bis zu 300 Todesf\u00e4lle mit<br \/>\ndem Ozon in Verbindung gebracht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace ortet auf verschiedenen Ebenen<br \/>\nHandlungsbedarf gegen den Krankmacher Ozon, der auch als<br \/>\ndrittwichtigstes Treibhausgas gilt und wesentlich zur<br \/>\nKlimaerw\u00e4rmung beitr\u00e4gt. Verkehrskampagner Cyrill Studer dazu:<br \/>\n&#171;Trotz gesetzlicher Verpflichtung wird das Recht auf Gesundheit<br \/>\njedes Jahr mit F\u00fcssen getreten. Es ist skandal\u00f6s, dass der<br \/>\nAutoschutz wichtiger als der Bev\u00f6lkerungsschutz ist.&#187; Bereits am<br \/>\n17. Juni wurden an einer Aktion in Bern Massnahmen auf Bundesebene<br \/>\ngefordert, die auf geringeren Treibstoffverbrauch und somit<br \/>\nSchadstoffreduktion abzielen. Greenpeace will gleichzeitig auf<br \/>\nregionaler Ebene die Diskussion ankurbeln und fordert von den<br \/>\nKantonen ein weitgehendes, gemeinsames Vorgehen, so wie sie im<br \/>\nRahmen der BPUK (Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz)<br \/>\nandiskutiert sind. Sofortmassnahmen wie Tempo- und<br \/>\nFahrbeschr\u00e4nkungen m\u00fcssen aber bereits bei Grenzwert\u00fcberschreitung<br \/>\numgesetzt werden und nicht erst wie beabsichtigt bei der doppelten<br \/>\n\u00dcberschreitung. Greenpeace fordert von Luzern wirksamen<br \/>\nGe-sundheits- und Klimaschutz. Im Rahmen der kantonalen<br \/>\nZusammenarbeit m\u00fcssen weitergehende Massnahmen eingebracht werden.<br \/>\nDie Umweltschutzorganisation will deswegen heute Nachmittag mit<br \/>\neinem Regierungsvertreter ins Gespr\u00e4ch kommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Cyrill Studer; Klima- und Verkehrs-Kampagne Greenpeace Schweiz<br \/>\n01\/447 41 13 Greenpeace Medienabteilung 01\/447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Schweiz leidet auch diesen Sommer jede sechste Person an den Ozonfolgen \u2013 im Kanton Luzern sind mindestens 53&#8217;000 Menschen betroffen. 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