{"id":6764,"date":"2005-04-25T00:00:00","date_gmt":"2005-04-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6764\/protest-an-syngenta-gv-gegen-patente-auf-saatgut\/"},"modified":"2019-05-30T07:37:20","modified_gmt":"2019-05-30T05:37:20","slug":"protest-an-syngenta-gv-gegen-patente-auf-saatgut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6764\/protest-an-syngenta-gv-gegen-patente-auf-saatgut\/","title":{"rendered":"Protest an Syngenta GV gegen Patente auf Saatgut"},"content":{"rendered":"<p><b>Anl\u00e4sslich der heutigen Generalversammlung von Syngenta protestierten Swissaid, Greenpeace und die Erkl\u00e4rung von Bern mit einer Aktion vor dem Eingang und direkten Interventionen in der Aktion\u00e4rsversammlung gegen Patente des Agrokonzerns, mit denen er versucht, wichtige Eigenschaften von Reis und anderen Nutzpflanzen f\u00fcr sich zu monopolisieren. Leidtragende dieser breiten Patentanspr\u00fcche sind Bauern und B\u00e4uerinnen, sowie Forschung und Pflanzenz\u00fcchtung. Die drei Organisationen fordern Syngenta auf, diese Patente zur\u00fcckzuziehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Basel\/Z\u00fcrich. Die BesucherInnen der<br \/>\nGeneralversammlung wurden heute morgen von AktivistInnen empfangen,<br \/>\nwelche die anmassenden Patentanspr\u00fcche und die irref\u00fchrende<br \/>\nKommunikationspolitik des Konzerns anprangerten:<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Syngenta behauptet:<\/strong><\/p>\n<p>Ihre Gentech-Maissorte Bt-10 und Bt-11 seien praktisch<br \/>\nidentisch.[1]<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Die Wahrheit ist:<\/strong><\/p>\n<p>Sie unterscheiden sich grundlegend durch ein<br \/>\nAntibiotikaresistenzgen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Syngenta behauptet:<\/strong><\/p>\n<p>Es bestehe kein kommerzielles Interesse am Golden Rice.[2]<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Die Wahrheit ist:<\/strong><\/p>\n<p>Die Firma hat 2004 in \u00fcber 100 L\u00e4ndern ein Patent auf den Golden<br \/>\nRice angemeldet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Syngenta behauptet:<\/strong><\/p>\n<p>Es ist notwendig Vertrauen aufzubauen, um den Zugang zu<br \/>\ngenetischen Ressourcen zu verbessern.[3]<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Die Wahrheit ist:<\/strong><\/p>\n<p>Die Firma hat umfangreiche Genpatente angemeldet, welche eben<br \/>\ndiesen Zugang erschweren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Eine besonders grosse Diskrepanz zwischen den<br \/>\nvon Syngenta kommunizierten und den wahren Tatsachen besteht beim<br \/>\nGolden Rice. Syngenta versichert immer wieder, dass sie am<br \/>\nReis-Projekt kein \u00f6konomisches Interesse habe, dennoch hat der<br \/>\nKonzern 2004 auch den weiterentwickelten Golden Rice in \u00fcber 100<br \/>\nL\u00e4ndern, darunter auch in Indien, China, Indonesien, den<br \/>\nPhilippinen und diversen afrikanische Staaten, zum Patent<br \/>\nangemeldet[4]. \u00abMit diesem Patentantrag zeigt Syngenta ihr wahres<br \/>\nGesicht,\u00bb kommentierte Bruno Heinzer von Greenpeace, \u00abwer Patente<br \/>\nanmeldet, will an ihnen verdienen. Hinter der humanit\u00e4ren Maske<br \/>\nversteckt sich in erster Linie kommerzielles Interesse. Es ist<br \/>\nkeinesfalls ausreichend, wenn Syngenta jetzt behauptet, sie w\u00fcrden<br \/>\nRechte an Forscher oder Institutionen verschenken. Die Laufzeit<br \/>\neines Patentes betr\u00e4gt 20 Jahre. W\u00e4hrend dieser Zeit kann ein<br \/>\nPatent immer wieder f\u00fcr Monopolinteressesn missbraucht werden.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Noch einschneidender f\u00fcr die Forschung, wie<br \/>\nauch f\u00fcr die B\u00e4uerinnen und Bauern, werden die Patente sein, welche<br \/>\nSyngenta auf Teile des Reisgenoms angemeldet hat[5]. Die<br \/>\nPatentanspr\u00fcche sind extrem weit gefasst und beinhalten unz\u00e4hlige<br \/>\nGensequenzen, die in allen m\u00f6glichen Nutzpflanzen, sei dies Reis,<br \/>\nWeizen, Tomaten, Tabak oder Erdn\u00fcsse, vorkommen. Die Gene sind<br \/>\ndamit auch in der konventionellen Z\u00fcchtung nicht mehr frei<br \/>\nverf\u00fcgbar &#8211; ein enormer Bremsklotz f\u00fcr die Z\u00fcchtung neuer Pflanzen<br \/>\nund damit langfristig eine Bedrohung der Ern\u00e4hrungssicherung<br \/>\nweltweit. \u00abDiese umfassenden Patente auf Pflanzengene, auch aus<br \/>\nwissenschaftlicher Sicht eine Anmassung, zeigen, dass sich Syngenta<br \/>\nin keiner Weise \u00fcber die Konsequenzen ihres Handelns k\u00fcmmert. Das<br \/>\nGesch\u00e4ft geht vor &#8211; selbst wenn es den Kampf gegen Hunger massiv<br \/>\nerschweren wird,\u00bb sagte Tina Goethe von Swissaid.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDiese Patentanspr\u00fcche von Syngenta sind ein<br \/>\nMissbrauch des Patentwesens, dem von staatlicher Seite endlich ein<br \/>\nRiegel vorgeschoben werden muss. Patente auf Leben m\u00fcssen auch im<br \/>\nPatentgesetz verboten werden\u00bb, forderte weiter Fran\u00e7ois Meienberg<br \/>\nvon der Erkl\u00e4rung von Bern. Die drei Organisationen werden sich im<br \/>\nRahmen der laufenden Revision des Schweizer Patentgesetzes f\u00fcr ein<br \/>\nVerbot von Patenten auf Pflanzen, Tieren, Menschen und ihren Genen<br \/>\neinsetzen. Dieser Aufruf wurde von Swissaid, Greenpeace und der<br \/>\nErkl\u00e4rung von Bern in der Generalversammlung auch direkt an das<br \/>\nSyngenta-Management gerichtet. Als ersten Schritt erwarten die drei<br \/>\nOrganisationen vom Agrochemiekonzern den sofortigen R\u00fcckzug der<br \/>\ngenannten Patentantr\u00e4ge.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">[1] Syngenta-Sprecher Rainer von Mielecki zur<br \/>\nBaz (Baz vom 24.3.05)[2] Syngenta Sozial- und Umweltbericht 2004[3]<br \/>\nAndrew Bennett, Executive Director Syngenta Foundation, Symposium<br \/>\non Food Security, Basel 16.10.03[4] WO2004085656[5] WO03000905,<br \/>\nWO03000906, WO03008540, WO03048319&lt;\/small&gt; \u00a0<\/p>\n<ul class=\"action-items\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/reis_flyer_syngenta260405.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Flyer: Keine<br \/>\nSyngenta-Patente auf Leben! (download, 1 MB)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/fs_syngenta_goldenreis.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie: Syngenta<br \/>\n&#8211; Weltweites Monopol auf Reis-Saaten (download 77 KB)<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Bruno Heinzer, Greenpeace, Tel: 079 400 88 31 Fran\u00e7ois<br \/>\nMeienberg, Erkl\u00e4rung von Bern, Tel: 076 404 21 73Tina Goethe,<br \/>\nSwissaid, Tel: 076 516 59 57<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich der heutigen Generalversammlung von Syngenta protestierten Swissaid, Greenpeace und die Erkl\u00e4rung von Bern mit einer Aktion vor dem Eingang und direkten Interventionen in der Aktion\u00e4rsversammlung gegen Patente des Agrokonzerns,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6764","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6764\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6764"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6764"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}