{"id":6768,"date":"2005-06-01T00:00:00","date_gmt":"2005-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6768\/hochrisiko-brennstoff-aus-sellafield-an-beznau\/"},"modified":"2019-05-30T07:37:26","modified_gmt":"2019-05-30T05:37:26","slug":"hochrisiko-brennstoff-aus-sellafield-an-beznau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6768\/hochrisiko-brennstoff-aus-sellafield-an-beznau\/","title":{"rendered":"Hochrisiko-Brennstoff aus Sellafield an Beznau"},"content":{"rendered":"<p><b>Gestern ist vermutlich in aller Heimlichkeit ein Brennstoff-Transport aus England im schweizerischen Atomkraftwerk Beznau angekommen. Die Angaben von Polizei und Werksleitung widersprechen sich allerdings. Mit diesen Brennelementen wird die schweizerische Bev\u00f6lkerung neuen Risiken ausgesetzt: Die Herstellerin der Brennelemente ist die englische Atomanlage Sellafield, die gerade jetzt wegen eines katastrophalen Atomunfalls in den Schlagzeilen ist und wegen eines weltweiten F\u00e4lschungsskandals die Produktion dieser Brennelemente zeitweise einstellen musste. Zudem enthalten die Brennelemente Plutonium \u2013 der Stoff aus dem Atombomben sind. Greenpeace fordert die Axpo\/NOK auf, die Brennelemente sofort nach England zur\u00fcckzuschicken und die Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Sellafield einzustellen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Bei dem Transport handelt es sich gem\u00e4ss unseren Recherchen um vier plutoniumhaltige Brennelemente aus der britischen Skandalanlage Sellafield. Gesicherte Informationen waren allerdings nicht zu erhalten. Kein Wunder &#8211; der Transport ist aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht gerade gut f\u00fcrs angeschlagene Image der schweizerischen Atomindustrie, leidet sie doch schon unter dem unfallbedingten, monatelangen Ausfall von Leibstadt:<\/p>\n<ul>\n<li>Mit dem Einsatz dieser Brennelemente wird die Schweiz zum Versuchskaninchen in einem gef\u00e4hrlichen Experiment: Es handelt sich um die weltweit erste Lieferung von plutoniumhaltigen Brennelementen aus Sellafield nach dem Skandal von 1999. Damals flog auf, dass Arbeiter von Sellafield Protokolle von Sicherheitspr\u00fcfungen gef\u00e4lscht hatten. Betroffen war auch Beznau: Das schweizerische AKW hatte Elemente mit gef\u00e4lschten Protokollen in den Reaktor geladen. Eines davon war tats\u00e4chlich kaputt. Die Anlage in Sellafield musste dann geschlossen werden und wich einem Neubau. Die erste Lieferung aus der neuen Anlage kommt nun ausgerechnet nach Beznau.<\/li>\n<li>Die Produzentin der Brennelemente ist Sellafield. Die Anlage ist zur Zeit in den internationalen Schlagzeilen, weil 83&#8217;000 Liter hochradioaktive S\u00e4ure ausgeflossen sind. Grund: Schlamperei und menschliches Versagen. Der Unfall wird auf der internationalen Skala als \u00abernsthafter Zwischenfall\u00bb beurteilt. Dieses Ereignis ist nur das letzte in einer langen Reihe von Unf\u00e4llen, Schlampereien und schlechtem Management.<\/li>\n<li>Die Brennelemente enthalten Plutonium &#8211; der Stoff, aus dem die Atombomben sind. Sie stellen ein erhebliches Risiko dar. Die Internationale Atomenergieagentur (IAEA) warnt, dass dieses Plutonium von Terroristen missbraucht und mit verheerender Wirkung eingesetzt werden k\u00f6nnte. Auch die Transporte weisen ein erhebliches Sicherheitsrisiko auf. Der IAEA-Generaldirektor El-Baradei sagte letztes Jahr: \u00abIch w\u00fcnsche mir, dass der zivile Atomkreislauf komplett frei von waffenf\u00e4higem Material ist.\u00bb<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace fordert die Axpo\/NOK auf, ihre Gesch\u00e4fte mit diesem unzuverl\u00e4ssigen Gesch\u00e4ftspartner sofort einzustellen. Die Brennelemente sind zur\u00fcckzuschicken. Die Axpo\/NOK hat kein Recht, die schweizerische Bev\u00f6lkerung als Versuchskaninchen zu ben\u00fctzen, indem sie Brennelemente von einem unf\u00e4higen Hersteller ben\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister, Greenpeace Atomkampagne 079 222 82 59<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern ist vermutlich in aller Heimlichkeit ein Brennstoff-Transport aus England im schweizerischen Atomkraftwerk Beznau angekommen. 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