{"id":6776,"date":"2005-05-09T00:00:00","date_gmt":"2005-05-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6776\/alarmzeichen-des-menschgemachten-klimawandels\/"},"modified":"2019-05-30T07:37:40","modified_gmt":"2019-05-30T05:37:40","slug":"alarmzeichen-des-menschgemachten-klimawandels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6776\/alarmzeichen-des-menschgemachten-klimawandels\/","title":{"rendered":"Alarmzeichen des menschgemachten Klimawandels"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf dem Gurschengletscher bei Andermatt werden in einem erstmaligen Gross-Versuch 3000m2 Kunststofffolien ausgelegt. Vertreter der \u00abAndermatt Gotthard Sportbahnen AG\u00bb erkl\u00e4rten heute anl\u00e4sslich einer Medienorientierung, dass die Folien den Gletscher vor Sonne und Abschmelzen sch\u00fctzen sollen. Acht Greenpeace-Aktivisten und Aktivistinnen sind in der Nacht auf den Gemsstock gestiegen und \u00fcberraschten die Medienvertreter dort mit ihrer Anwesenheit. Auf den mitgef\u00fchrten Transparenten stand \u00abReduce CO2\u00bb und \u00abKlimaschutz statt Symptombek\u00e4mpfung\u00bb. Greenpeace fordert eine Reduktion des CO2-Ausstosses via eine substantielle Lenkungsabgabe auf allen fossilen Energien.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Andermatt. Solange das \u00dcbel nicht an der<br \/>\nWurzel angepackt wird, muss dem Klimawandel mit immer absurderen<br \/>\nFormen der Symptombek\u00e4mpfung begegnet werden: Mit kleinen<br \/>\n\u00abPfl\u00e4sterli\u00bb ist dem Problem Gletscherschwund nicht beizukommen. So<br \/>\ndarf und kann der Schweizer Klimaschutz nicht aussehen! Deshalb<br \/>\nstiegen Greenpeace-AktivistInnen w\u00e4hrend der Nacht auf Skis zum<br \/>\nGletscher hinauf. Die mitgef\u00fchrten Transparente brachten die<br \/>\nGletscherfolien in einen gr\u00f6sseren Zusammenhang mit dem<br \/>\nmenschgemachten Klimawandel und verlangten, beim Klimaschutz weit<br \/>\n\u00fcber die Symptombek\u00e4mpfung hinauszugehen. Auch die Schweizer<br \/>\nTourismusindustrie als eine der Hauptbetroffenen des Klimawandels<br \/>\nhierzulande steht in der Pflicht: Auch sie muss ihren Beitrag<br \/>\nleisten, den CO2-Austoss zu reduzieren und beispielsweise<br \/>\nalternative Verkehrskonzepte in den Ferienorten anbieten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die abgedeckte Fl\u00e4che von 3000m2 entspricht<br \/>\ngerade Mal 0.0003% der Gesamtfl\u00e4che der Schweizer Gletscher, welche<br \/>\nim Jahr 2000 rund 1050km2 betragen haben. 1850 betrug die<br \/>\nGletscherfl\u00e4che 1800km2. Die Abnahme betr\u00e4gt demnach \u00fcber 40% in<br \/>\neiner relativ kurzen Zeit. Alexander Hauri, Klimaexperte bei<br \/>\nGreenpeace, stellt fest: \u00abDie absurde Idee der Konservierungsfolien<br \/>\nzeigt eine v\u00f6llige Hilflosigkeit gegen\u00fcber den Folgen des<br \/>\nKlimawandels auf. Das Problem ist mit der Konservierung von<br \/>\nEinzelst\u00fccken nicht behoben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der vom Mensch verursachte Klimawandel trifft<br \/>\ndie Schweiz empfindlich: Zuerst das Berggebiet mit zu geringen<br \/>\nSchneemengen, schmelzenden Gletschern und auftauendem Permafrost.<br \/>\nLangfristig wird die ganze Schweiz die Folgen sp\u00fcren,<br \/>\nbeispielsweise mit akuten Wasserproblemen und D\u00fcrren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dem Klimawandel und seinen Folgen kann nur mit<br \/>\nechten Massnahmen entgegengewirkt werden. Das heisst f\u00fcr Politik<br \/>\nund Wirtschaft konkret: Der Treibhausgas-Ausstoss, insbesondere der<br \/>\nCO2-Ausstoss muss massiv reduziert werden. Die effizienteste L\u00f6sung<br \/>\ndaf\u00fcr sind Lenkungsabgaben auf fossile Energien. Der vom Bundesrat<br \/>\nvorgesehene Klimarappen auf Benzin und Diesel erreicht hingegen<br \/>\nkeine Reduktion. Die Bek\u00e4mpfung von Lenkungsabgaben durch die<br \/>\nErd\u00f6l- und Autolobby und weitere Teile der Wirtschaft ist in<br \/>\nh\u00f6chstem Masse verantwortungslos und kurzsichtig. Greenpeace<br \/>\nfordert echten Klimaschutz und verlangt von der Erd\u00f6l- und<br \/>\nAutolobby, auf den uns\u00e4glichen Klimarappen zu verzichten und einer<br \/>\nCO2-Lenkungsabgabe nicht mehr l\u00e4nger im Weg zu stehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Wangpo Tethong, Pressesprecher Greenpeace Schweiz +41 78 744 30<br \/>\n10<\/p>\n<p>Alexander Hauri, Klimakampagne Greenpeace Schweiz +41 76 399 60<br \/>\n61<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Gurschengletscher bei Andermatt werden in einem erstmaligen Gross-Versuch 3000m2 Kunststofffolien ausgelegt. 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