{"id":6788,"date":"2005-01-04T00:00:00","date_gmt":"2005-01-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6788\/klimarappen-prima-fuer-oelprofiteure-aber-sicher-nicht-fuers-klima\/"},"modified":"2022-03-31T18:32:40","modified_gmt":"2022-03-31T16:32:40","slug":"klimarappen-prima-fuer-oelprofiteure-aber-sicher-nicht-fuers-klima","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6788\/klimarappen-prima-fuer-oelprofiteure-aber-sicher-nicht-fuers-klima\/","title":{"rendered":"Klimarappen: Prima f\u00fcr \u00d6lprofiteure aber sicher nicht f\u00fcrs Klima!"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Klimarappen schadet dem Klimaschutz. Zu diesem Schluss kommt eine von CDM-Watch im Auftrag von Greenpeace erstellte Studie, welche heute den Medien vorgestellt wurde. Untersucht wurde das Klimarappen-Herzst\u00fcck \u2013 der Clean Development Mechanism (CDM): Mit Klimaschutz-Projekten in Entwicklungsl\u00e4ndern liessen sich demnach handelbare CO2-Zertifikate f\u00fcr einen Investor generieren. Die Studie weist nach, dass die Zertifikatemenge aus \u00fcberzeugenden Projekten verschwindend klein ist. Stattdessen werden fragw\u00fcrdige Grossprojekte den Markt mit Billigstzertifikaten \u00fcberschwemmen, so den Klimaschutz sabotieren und sogar fossile Energietr\u00e4ger subventionieren. Das darf nicht sein! Greenpeace fordert: Weg mit dem Klimarappen. Ein glaubw\u00fcrdiger Klimaschutz erfordert die sofortige Einf\u00fchrung einer substanziellen CO2-Abgabe!<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern. Der CDM soll das Herzst\u00fcck<br \/>\nschweizerischen Klimaschutzes sein, wenn es nach den Vorstellungen<br \/>\nder Erd\u00f6lvereinigung gehen sollte. Dank deren Klimarappen sollen<br \/>\nbis im Jahre 2010 die Klimaschutzverpflichtungen eingehalten<br \/>\nwerden. Die weltweit einzige auf die Beobachtung von CDM-Projekten<br \/>\nspezialisierte Organisation \u00abCDM-Watch\u00bb hat im Auftrag von<br \/>\nGreenpeace die CDM-Landschaft unter die Lupe genommen &#8211; inklusive<br \/>\nProjekttypen, die unsere Regierung zulassen will. Das Resultat ist<br \/>\ngem\u00e4ss Jutta Kill, Vertreterin von CDM Watch, vernichtend und<br \/>\nbringt die \u00d6lprofiteure, die mit ihrem Klimarappen eine<br \/>\nsubstanzielle CO2-Abgabe verhindern m\u00f6chten, in arge<br \/>\nArgumentationsnot: CDM-Projekte untergraben nicht bloss konkrete<br \/>\nCO2-Reduktionen in Industriel\u00e4ndern und sie schaffen es kaum,<br \/>\nklimasch\u00e4dliche Praktiken zu unterbinden. Bisher absehbare Projekte<br \/>\nw\u00fcrden in vielen F\u00e4llen auch ohne CDM-Investitionen umgesetzt und<br \/>\nlassen eine nachhaltige Entwicklung vermissen: beides widerspricht<br \/>\nden urspr\u00fcnglichen Spielregeln.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sinnvolle Projekte werden an den Rand des<br \/>\nZertifikatemarktes gedr\u00e4ngt. Der Grund: Wenige Projekte generieren<br \/>\nzu Billigstpreisen riesige Zertifikatemengen &#8211; und subventionieren<br \/>\nerst noch fossile Energien. Beispielsweise soll die<br \/>\nMethan-Zerst\u00f6rung beim Kohleabbau Zertifikate generieren! \u00c4hnlich<br \/>\nsieht es bei der Herstellung des synthetischen Treibhausgases<br \/>\nHFCF-22 aus. Skandal\u00f6s ist dabei die Tatsache, dass die einfach<br \/>\nhandhabbare Vernichtung des \u00e4usserst klimasch\u00e4dlichen<br \/>\nNebenproduktes HFC-23 nicht bereits heute Standard ist. Sollte<br \/>\ndieser Projekttyp Aufnahme in den CDM finden, liesse sich zu billig<br \/>\nKlimaschutz betreiben. Denn die Vernichtung einer Tonne HFC-23<br \/>\nerg\u00e4be 11&#8217;700 Zertifikate, welche zu einem Ausstoss von 11&#8217;700<br \/>\nTonnen CO2 legitimieren. Die Generierungskosten pro Zertifikat<br \/>\nbetragen dabei lediglich 30 US Cents.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Cyrill Studer, Klimakampagner von Greenpeace,<br \/>\nsieht den Schweizer Klimaschutz massiv gef\u00e4hrdet: \u00abDer Klimarappen<br \/>\nmag f\u00fcr die weitere Rendite der \u00d6lprofiteure von Bedeutung sein &#8211;<br \/>\ndem Klimaschutz schadet er aber gewaltig!\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace-Gesch\u00e4ftsleiter Kaspar Schuler<br \/>\nforderte den Bundesrat auf, seiner Verantwortung nachzukommen: \u00abDer<br \/>\nKlimarappen ist kein Klimaschutz &#8211; stattdessen muss das Problem<br \/>\nendlich mit einer substanziellen CO2-Abgabe an der Wurzel gepackt<br \/>\nwerden!\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Cyrill Studer, Klima-Kampagne Greenpeace Schweiz 01 447 41<br \/>\n13<\/p>\n<p>Greenpeace Medien-Abteilung 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Klimarappen schadet dem Klimaschutz, sagt von Greenpeace erstellte Studie.<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6788","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6788"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6788\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6788"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6788"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}