{"id":6794,"date":"2005-01-30T00:00:00","date_gmt":"2005-01-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6794\/mogelpackung-atom-referendum-greenpeace-und-ses-fordern-nachbesserung-der-kernenergieverordnung\/"},"modified":"2022-03-31T18:34:28","modified_gmt":"2022-03-31T16:34:28","slug":"mogelpackung-atom-referendum-greenpeace-und-ses-fordern-nachbesserung-der-kernenergieverordnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6794\/mogelpackung-atom-referendum-greenpeace-und-ses-fordern-nachbesserung-der-kernenergieverordnung\/","title":{"rendered":"Mogelpackung Atom-Referendum: Greenpeace und SES fordern Nachbesserung der Kernenergieverordnung"},"content":{"rendered":"<p><b>Bei der Definition der \u00abKernanlagen mit geringem Gef\u00e4hrdungspotenzial\u00bb hat der Bundesrat voll daneben gehauen. Auch der weltweit gr\u00f6sste Atomreaktor EPR k\u00f6nnte danach als Anlage mit geringem Gef\u00e4hrdungspotenzial durchschl\u00fcpfen. Trotz Verankerung dieses Volksrechts im Gesetz und entgegen allen politischen Versprechen k\u00f6nnte der Souver\u00e4n \u00fcber ein neues Atomkraftwerk nicht abstimmen. Dies ergibt sich aus einem Kurzbericht, den das Institut WISE-Paris im Hinblick auf das Inkrafttreten des neuen Kernenergierechtes im Auftrag von Greenpeace verfasste.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Das Kernenergiegesetz (KEG) gibt dem Bundesrat den Auftrag, die \u00abKernanlagen mit geringem Gef\u00e4hrdungspotenzial\u00bb zu definieren. Damit wurde bezweckt, kleinen Forschungsreaktoren oder anderen Atomanlagen mit geringen Mengen radioaktiver Stoffe das breite Rahmenbewilligungsverfahren, das auch das fakultative Referendum umfasst, zu ersparen. Mit seiner Definition hat der Bundesrat nun eine derart vertrackte Kombination von Unfallwahrscheinlichkeit und Strahlenbelastung gew\u00e4hlt, dass auch das weltweit gr\u00f6sste, derzeit auf dem Markt erh\u00e4ltliche Atomkraftwerk &#8211; der 1600-Megawatt-Reaktor EPR &#8211; beste Aussichten hat, mit dem Pr\u00e4dikat \u00abgeringes Gef\u00e4hrdungspotenzial\u00bb durchzuschl\u00fcpfen. Das heisst: Das Volk kann nicht mitentscheiden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace hat im August 2004 bereits die Definition im Verordnungsentwurf hart kritisiert. Daraufhin wurde die Definition stark ver\u00e4ndert. Im letzten Dezember liess der Bundesrat verlauten, mit der definitiven Formulierung \u00abwird klargestellt, dass der Bau gr\u00f6sserer Reaktoren in jedem Fall rahmenbewilligungspflichtig ist\u00bb. WISE-Paris stellt nun aber fest, dass im Verordnungstext keine Stelle zu finden ist, welche diese Aussage vorbehaltlos best\u00e4tigen k\u00f6nnte. Im Gegenteil: Aufgrund der Angaben der Reaktorhersteller und der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichen Pr\u00fcfungsergebnisse der finnischen Sicherheitsbeh\u00f6rde STUK ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass der EPR und andere \u00abmoderne\u00bb Reaktoren der dritten Generation die Geringf\u00fcgigkeitskriterien der Kernenergieverordnung einhalten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace und SES fordern den Bundesrat darum auf, die Kernenergieverordnung umgehend nachzubessern und die Definition der Kernanlagen mit geringem Gef\u00e4hrdungspotenzial mit dem einfachen Satz zu erg\u00e4nzen: \u00abKommerzielle Kernkraftwerke bed\u00fcrfen in jedem Fall einer Rahmenbewilligung.\u00bb Erst damit w\u00fcrde jeder Zweifel beseitigt und vorbehaltlos garantiert, dass \u00fcber neue Atomkraftwerke das Volk entscheiden kann.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Leo Scherer, Greenpeace-Atomenergie-Spezialist, 01 \/ 447 41 23 Greenpeace-Medienabteilung, 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<p>Bernhard Piller, Schweizerische Energie-Stiftung SES, 01 \/ 271 54 64<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace und SES fordern Nachbesserung der Kernenergieverordnung des Schweizer Bundesrates. <\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6794","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6794"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6794\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6794"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6794"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}