{"id":6798,"date":"2005-02-28T00:00:00","date_gmt":"2005-02-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6798\/totalsanierungen-jetzt-herr-vasella\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:15","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:15","slug":"totalsanierungen-jetzt-herr-vasella","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6798\/totalsanierungen-jetzt-herr-vasella\/","title":{"rendered":"Totalsanierungen jetzt, Herr Vasella!"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace tritt heute an der Novartis-Generalversammlung an, um Novartis-Chef Daniel Vasella den Takt anzugeben. Rund drei Dutzend Greenpeace-Aktivisten stehen den Novartis-Aktion\u00e4ren Spalier und trommeln auf (leeren) Chemiem\u00fcllf\u00e4ssern den Chemiem\u00fcll-Blues: \u00abChemiem\u00fcll-Chef Dani Vasella \u2013 Totalsanierungen jetzt!\u00bb heisst es auf Transparenten, unter denen die Aktion\u00e4re durchgeleitet werden. An der eigentlichen Generalversammlung wird Greenpeace dem Novartis-Chef die Skandalserie rund um die Novartis-Chemiem\u00fclldeponien vorhalten und fordert ein sofortiges Ende der verantwortungslosen Hinhaltetaktik. Anstatt sich auf milliardenteure Firmen-Einkaufstouren zu begeben, soll Novartis schauen, dass die rostigen Chemiem\u00fcll-F\u00e4sser die Umwelt nicht vergiften. Um der Forderung nach den Totalsanierungen Nachdruck zu verleihen, will Greenpeace dem Novartis-Chef eine Probe des Chemiem\u00fclls von der Deponie Letten \u00fcberbringen, von dem die Chemie behauptet, dass er ungef\u00e4hrlich sei.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Basel. Novartis-Chef Daniel Vasella hat<br \/>\noffensichtlich ein Chemiem\u00fcll-Problem: Obwohl er \u00abpers\u00f6nlich davon<br \/>\n\u00fcberzeugt ist, dass nur eine Sanierung der richtige Weg ist\u00bb (GV<br \/>\n2002 &amp; 2004) schiebt er die Totalsanierungen auf die lange<br \/>\nBank. Als Erkl\u00e4rung m\u00fcssen seine Experten dienen, denen er<br \/>\n\u00abvertrauen muss &#8211; und es auch tut\u00bb (GV 2004). Wie weit blindes<br \/>\nVertrauen reicht, haben Vasellas Experten nun mit einer Serie von<br \/>\nDeponie-Skandale innert Monaten gezeigt: ein untaugliches<br \/>\nSanierungsprojekt f\u00fcr Bonfol, der Neuwiller-R\u00e4umungsbefehl f\u00fcr die<br \/>\nDeponie Roemisloch, die Trinkwassergef\u00e4hrdung wegen der<br \/>\nauslaufenden Feldrebengrube in Muttenz und jetzt der von Greenpeace<br \/>\nentdeckte Giftm\u00fcll, der offen im Wald von Hagenthal liegt, obwohl<br \/>\ndie Novartis-Experten schon seit vier Jahren Bescheid wussten<br \/>\ndavon.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die vier Skandale zeigen: Novartis &amp; Co.<br \/>\narbeiten schlampig und verharmlosen die Gefahren. Novartis nimmt<br \/>\ndabei eine akute Gef\u00e4hrdung von Mensch und Trinkwasser sowie die<br \/>\nfortdauernde Umweltverschmutzung in Kauf. Stossend bei diesen<br \/>\nChemiem\u00fcll-Skandalen ist auch die grosse Unprofessionalit\u00e4t des<br \/>\nAltlasten-Managements. Sogar bei eindeutigen Befunden wie bei der<br \/>\nChemiem\u00fclldeponie Le Letten, wo Greenpeace im Wald herumliegenden<br \/>\nGitm\u00fcll unter freiem Himmel gefunden hat, heisst es von der Chemie,<br \/>\nes g\u00e4be \u00abkeine Hinweise auf eine Gef\u00e4hrdung von Mensch, Tier und<br \/>\nUmwelt sowie des Trinkwassers\u00bb. Greenpeace hat wiederholt das<br \/>\nGegenteil bewiesen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Auch auf finanzieller Ebene hat Novartis ihre<br \/>\nGlaubw\u00fcrdigkeit verspielt. W\u00e4hrend der Gesundheitskonzern wiederum<br \/>\nfette Milliardengewinne verbucht, milliardenteure Generika-Fabriken<br \/>\nkauft und seinen Chefmanagern exorbitante L\u00f6hne zahlt, sieht es bei<br \/>\nden Chemiem\u00fclldeponien mager aus: In Bonfol will Novartis entgegen<br \/>\nden Abmachungen die Sanierungskosten auf die \u00f6ffentliche Hand<br \/>\n\u00fcberw\u00e4lzen und in der Region Basel will sie am liebsten gar nichts<br \/>\nunternehmen. Muss sie trotzdem etwas machen, macht sie es meist<br \/>\nmangelhaft. Dabei w\u00e4re das Geld vorhanden, denn<br \/>\nGreenpeace-Hochrechnungen besagen: Die Beseitigung der<br \/>\nungesicherten Chemiem\u00fclldeponien (ohne die jurassische<br \/>\nChemiem\u00fclldeponie Bonfol) kostet die beteiligten Chemiefirmen<br \/>\nsch\u00e4tzungsweise SFr. 100 Mio. Das sind weniger als 0.2% des<br \/>\nNovartis-Reingewinns 2004 von SFr. 6&#8217;706 Mio \u00fcber 10 Jahre. Oder<br \/>\nman rechne: F\u00fcnf Jahressal\u00e4re von Novartis&#8216; Chefmanager Daniel<br \/>\nVasella &#8211; und das gesamte Altlastenproblem in der Region Basel w\u00e4re<br \/>\ngel\u00f6st!<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nachdem sich der aufgekl\u00e4rte Mediziner und<br \/>\nNovartis-Chef schon mit Worten f\u00fcr die Sanierungen engagiert hat,<br \/>\nsoll er jetzt endlich Taten folgen lassen. Bis dann heisst es:<br \/>\n\u00abChemiem\u00fcll-Chef Dani Vasella &#8211; Totalsanierungen jetzt!\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Chemiekampagne, Matthias W\u00fcthrich 044 447 41 31<br \/>\n(umgeleitet, vor Ort)<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 044 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace tritt heute an der Novartis-Generalversammlung an, um Novartis-Chef Daniel Vasella den Takt anzugeben. 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