{"id":6800,"date":"2005-02-02T00:00:00","date_gmt":"2005-02-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6800\/trinkwasser-und-chemiemuell-vertragen-sich-nicht\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:17","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:17","slug":"trinkwasser-und-chemiemuell-vertragen-sich-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6800\/trinkwasser-und-chemiemuell-vertragen-sich-nicht\/","title":{"rendered":"Trinkwasser und Chemiem\u00fcll vertragen sich nicht"},"content":{"rendered":"<p><b>Die heute der \u00d6ffentlichkeit vorgestellte Studie zu den Muttenzer Chemiem\u00fclldeponien stellt fest: In der TrinkwasserschutzZone werden die Grenzwerte \u00fcberschritten. Aufgrund der Untersuchungen ist es klar, dass zumindest f\u00fcr die Deponie Feldrebengrube, deren 13&#8217;000 Tonnen Chemiem\u00fcll das Grundwasser verschmutzen, die Totalsanierung gem\u00e4ss AltlastenVerordnung durchzuf\u00fchren ist. Doch die Gemeinde Muttenz verstrickt sich immer mehr in langwierige und teure Untersuchungen. F\u00fcr den gesunden Menschenverstand ist klar: Sauberes Trinkwasser und Chemiem\u00fcll in der Trinkwasserzone vertragen sich nicht. Greenpeace fordert die sofortige Totalsanierung der ungesicherten Chemiem\u00fclldeponien von Novartis &#038; Co. im Baselbiet.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Muttenz. Mit Entt\u00e4uschung hat Greenpeace den<br \/>\nmageren Erkenntnisgewinn zu den Muttenzer Chemiem\u00fclldeponien zur<br \/>\nKenntnis genommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach zwei Jahren Untersuchungen ist man<br \/>\nbez\u00fcglich der Trinkwassergef\u00e4hrdung fast so klug wie zuvor: Die<br \/>\nungesicherten Chemiem\u00fclldeponien laufen nachweislich aus und<br \/>\nbelasten das Grundwasser in der TrinkwasserZone mit giftigen<br \/>\nChemikalien. Bei der Chemiem\u00fclldeponie Feldrebengrube wurden die<br \/>\nGrenzwerte der Altlastenverordnung f\u00fcr Tetrachlorethan und<br \/>\nPerchlorethen seit 2002 gleich dreimal \u00fcberschritten. Perchlorethen<br \/>\ngilt als Krebs erzeugend (K3) und wurde von der Basler Chemie in<br \/>\ngrossen Mengen als L\u00f6sungs und Extraktionsmittel verwendet. Beim<br \/>\nMargelacker tauchten 2004 sogar einmal 2mg\/l Benzol auf, was einer<br \/>\n400fachen Grenzwert\u00fcberschreitung entspricht. Diese Probe wurde von<br \/>\nden Projektverantwortlichen jedoch als fehlerhaft betrachtet und<br \/>\nverworfen. Vieles spricht aber daf\u00fcr, dass das Nervengift Benzol<br \/>\naus dem DeponieGrundwasser stammt. Greenpeace kritisiert den<br \/>\nBeschluss des Lenkungsgremiums, den Margelacker aus dem<br \/>\nAltlastenAbkl\u00e4rungsprogramm zu streichen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die nur dank heftiger Interventionen von<br \/>\nGreenpeace durchgef\u00fchrten ScreeningAnalysen zeigen, dass \u00fcber 70%<br \/>\nder im Grundwasser gefundenen Substanzen aus den Chemiem\u00fclldeponien<br \/>\nstammen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Baselbieter Chemiem\u00fclldeponien liegen in<br \/>\nder GrundwasserschutzZone in unmittelbarer N\u00e4he der<br \/>\nTrinkwasserfassung Hard, aus der 100&#8217;000 Menschen aus der Stadt und<br \/>\nder Agglomeration Basel ihr Trinkwasser beziehen. Bis heute kann<br \/>\nwegen der sich schnell \u00e4ndernden und zudem k\u00fcnstlich<br \/>\nverkomplizierten Grundwasserverh\u00e4ltnisse nicht ausgeschlossen<br \/>\nwerden, dass gef\u00e4hrliche Chemikalien in die Trinkwasserversorgung<br \/>\nhineinfliessen k\u00f6nnen. F\u00fcr Greenpeace ist und bleibt die<br \/>\nTrinkwassergef\u00e4hrdung das zentrale Problem, das nur mit einer<br \/>\nvollst\u00e4ndigen Beseitigung der Chemiem\u00fclldeponien gel\u00f6st werden<br \/>\nkann.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Gemeinde Muttenz k\u00f6nnte sich am Vorgehen<br \/>\nder Els\u00e4sser Gemeinde Neuwiller orientieren, die ebenfalls von<br \/>\nChemiem\u00fcll betroffen ist und Novartis &amp; Co. k\u00fcrzlich einen<br \/>\nR\u00e4umungsbefehl f\u00fcr die Deponie Roemisloch erteilte. Da das<br \/>\nRoemisloch damals unmittelbar nach der Feldrebengrube mit<br \/>\nChemiem\u00fcll aufgef\u00fcllt worden ist, liegen in Muttenz wohl dieselben<br \/>\noder vergleichbare Stoffe begraben. Der unabh\u00e4ngige<br \/>\nAltlastenExperte Prof. Walter Wildi hat diese Stoffe wegen ihrer<br \/>\nGiftigkeit und Persistenz als grosse Gefahr eingestuft.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Greenpeace Chemiekampagne,\u00a001 \/ 447 41 31 (in<br \/>\nMuttenz)Greenpeace Medienabteilung\u00a0\u00a0 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die heute der \u00d6ffentlichkeit vorgestellte Studie zu den Muttenzer Chemiem\u00fclldeponien stellt fest: In der TrinkwasserschutzZone werden die Grenzwerte \u00fcberschritten. 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