{"id":6808,"date":"2004-07-13T00:00:00","date_gmt":"2004-07-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6808\/umstrittener-eth-gentech-weizen-geerntet\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:30","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:30","slug":"umstrittener-eth-gentech-weizen-geerntet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6808\/umstrittener-eth-gentech-weizen-geerntet\/","title":{"rendered":"Umstrittener ETH-Gentech-Weizen geerntet"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute hat die ETH Z\u00fcrich das aus \u00f6kologischen und gesellschaftspolitischen Gr\u00fcnden heftig bek\u00e4mpfte Gentech-Experiment mit pilzresistentem Weizen beendet. Dies in einem Umfeld, wo weltweit Entwicklungen im Gang sind, die eine fehlende Akzeptanz der Agro-Gentechnik best\u00e4tigen. Das Freiland-Experiment erscheint dadurch erst recht als Schnee von gestern. Greenpeace erwartet daher, dass ForscherInnen auf weitere Freilandexperimente mit genmanipuliertem Saatgut verzichten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Heute haben Angestellte des Instituts f\u00fcr<br \/>\nPflanzenwissenschaften der ETH Z\u00fcrich in Lindau\/ZH ihr umstrittenes<br \/>\nForschungsobjekt geerntet: den am 18. M\u00e4rz 2004 ausges\u00e4ten<br \/>\nGentech-Weizen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Anhaltende Proteste von AnwohnerInnen, Bauern-,<br \/>\nUmwelt- und Konsumentenschutzverb\u00e4nden gegen den Einsatz von<br \/>\nGentechnik in der Landwirtschaft scheinen bei den Verantwortlichen<br \/>\nder ETH Z\u00fcrich auf taube Ohren gestossen zu sein. Denn auch<br \/>\nFreisetzungsversuche und deren Erkenntnisse dienen schlussendlich<br \/>\nimmer der Entwicklung neuer Produkte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Urspr\u00fcnglich war der ETH-Versuch Teil eines<br \/>\nmehrj\u00e4hrigen Projektes. Beabsichtigt war, mittelfristig in Indien<br \/>\neine Gentech-Weizen-Sorte auf den Markt zu bringen. Die Arbeit<br \/>\nsteckt diesbez\u00fcglich aber in einer Auswertungsphase. Die ETH<br \/>\nlegitimierte ihr Weizen-Experiment folglich damit, mit den<br \/>\nerwarteten Resultaten Fragen der Risikoforschung beantworten zu<br \/>\nwollen. Was nicht anwendungsorientiert durchgef\u00fchrt werden kann,<br \/>\nwird nun als Risikoforschung verkauft.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Sp\u00e4testens die weltweiten Entwicklungen m\u00fcssten<br \/>\ndie Gentech-ForscherInnen der ETH aber hellh\u00f6rig machen: Der<br \/>\nGentech-Multi Monsanto hat sich in Nordamerika mangels<br \/>\nExportm\u00e4rkten mittlerweile ganz aus dem Weizen-Gesch\u00e4ft<br \/>\nzur\u00fcckgezogen, Syngenta verlagert ihr britisches Gentech-Labor in<br \/>\ndie USA und in Deutschland wollen weder Versicherer noch<br \/>\nSaatgutfirmen f\u00fcr Sch\u00e4den aufkommen, die durch den Anbau von<br \/>\nGentech-Pflanzen entstehen k\u00f6nnen. Das Risiko sei zu gross.<br \/>\nGentech-Landwirtschaft und -Lebensmittel bleiben aus vielen guten<br \/>\nGr\u00fcnden unerw\u00fcnscht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Steuergelder in H\u00f6he einer nicht genannten<br \/>\nSumme wurden hier von der ETH f\u00fcr die Durchf\u00fchrung eines<br \/>\nExperimentes eingesetzt, das die gentechkritische Haltung einer<br \/>\nMehrheit der Bev\u00f6lkerung und das gesellschaftspolitische<br \/>\n(internationale) Umfeld meisterlich ignoriert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace fordert die ETH Z\u00fcrich und andere<br \/>\nInstitutionen auf, auf weitere Freilandexperimente mit<br \/>\ngenmanipuliertem Saatgut zu verzichten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Marianne K\u00fcnzle, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 \/ 410<br \/>\n76 48<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute hat die ETH Z\u00fcrich das aus \u00f6kologischen und gesellschaftspolitischen Gr\u00fcnden heftig bek\u00e4mpfte Gentech-Experiment mit pilzresistentem Weizen beendet. 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