{"id":6810,"date":"2004-08-11T00:00:00","date_gmt":"2004-08-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6810\/abschaltkriterien-fuer-schweizer-akw-unerlaesslich\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:33","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:33","slug":"abschaltkriterien-fuer-schweizer-akw-unerlaesslich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6810\/abschaltkriterien-fuer-schweizer-akw-unerlaesslich\/","title":{"rendered":"Abschaltkriterien f\u00fcr Schweizer AKW unerl\u00e4sslich"},"content":{"rendered":"<p><b>Sollen die Schweizer Atomkraftwerke noch jahrzehntelang weiterbetrieben werden, braucht es klare und sichere Abschaltkriterien. Dies ergibt sich aus einer Studie des Institutes WISE-Paris, welche Greenpeace im Hinblick auf die Vernehmlassung zur Kernenergieverordnung in Auftrag gab. Die vom Bundesrat bisher vorgeschlagenen Abschaltkriterien w\u00fcrden ein Ansteigen des Atomrisikos auf das Zehn- bis Hundertfache zulassen. Sie erf\u00fcllen deshalb nach Auffassung von Greenpeace den Sicherheitsauftrag des Kernenergiegesetzes bei weitem nicht. Greenpeace fordert deshalb den Bundesrat auf, klare und sichere Abschaltkriterien zu formulieren.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern. Die Studie von WISE-Paris (World Information Service on Energy) gibt zun\u00e4chst einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten bekannten Alterungsmechanismen. Die Bestandteile von AKW sind hohen Beanspruchungen ausgesetzt: Neutronenstrahlung, hoher Druck und hohe Temperaturen setzen der Anlage st\u00e4ndig zu. Ihre Bestandteile werden spr\u00f6de. Gerade in Krisensituationen kann das verheerende Folgen haben. Die Studie empfiehlt deshalb, der unvermeidlichen Alterung mit Sicherheitsgrenzwerten und Sicherheitsmargen klare Grenzen zu setzen. Wird eine Sicherheitslimite erreicht, ist dies ein Abschaltkriterium, das den Betreiber zum Abschalten und Nachr\u00fcsten verpflichtet.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach Beurteilung von Greenpeace erf\u00fcllt der Bundesrat den ihm mit dem neuen Kernenergiegesetz erteilten Sicherheitsauftrag mit den bisher in der Kernenergieverordnung vorgeschlagenen Abschaltkriterien bei weitem noch nicht. Diese sind viel zu allgemein gehalten. Sie lassen den Betreibern und der Aufsichtsbeh\u00f6rde viel zu grosse Interpretationsspielr\u00e4ume offen. Es werden keine klaren, bezifferten Sicherheitsgrenzwerte gesetzt. Und mit dem risikobezogenen Abschaltkriterium, das der Bundesrat in die Kernenergieverordnung aufnehmen will, w\u00fcrde dieser ein Ansteigen des Atomrisikos auf das Zehn- bis Hundertfache zulassen, bevor abgeschaltet und nachger\u00fcstet werden m\u00fcsste.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Studie schl\u00e4gt auch ein finanzielles Abschaltkriterium vor. Es soll sicher stellen, dass ein Betreiber stets \u00fcber die n\u00f6tige Finanzkraft verf\u00fcgt, um seine Sicherheitsaufgaben verl\u00e4sslich zu erf\u00fcllen. Auch dies ist in Zeiten von st\u00e4ndig wachsendem Konkurrenz- und Spardruck nicht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace fordert deshalb den Bundesrat auf, klare und sichere Abschaltkriterien zu formulieren. Sie m\u00fcssen mindestens den heute vorhandenen Sicherheitsstand aufrecht erhalten. Nur so kann im Hinblick auf den jahrzehntelangen Weiterbetrieb der AKW die Sicherheit garantiert und das Risiko einer Atomkatastrophe jederzeit auf einem annehmbar tiefen Niveau gehalten werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Leo Scherer, Atom-Kampagne Greenpeace Schweiz 078 \/ 720 48 36 Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sollen die Schweizer Atomkraftwerke noch jahrzehntelang weiterbetrieben werden, braucht es klare und sichere Abschaltkriterien. 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