{"id":6812,"date":"2005-02-14T00:00:00","date_gmt":"2005-02-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6812\/eu-schwaecht-ihre-position-im-wto-gentechstreit-mit-den-usa\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:36","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:36","slug":"eu-schwaecht-ihre-position-im-wto-gentechstreit-mit-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6812\/eu-schwaecht-ihre-position-im-wto-gentechstreit-mit-den-usa\/","title":{"rendered":"EU schw\u00e4cht ihre Position im WTO-Gentechstreit mit den USA"},"content":{"rendered":"<p><b>Die EU-Kommission will die EU-Mitgliedsstaaten den Risiken von Gentech-Saaten aussetzen und dabei EU-Sicherheitsbestimmungen unterwandern. Diesen Vorwurf hat Greenpeace heute am Rande des WTO-Treffens in Genf erhoben. W\u00e4hrend die Kommission behauptet, dass der Monsanto-Mais MON810 auf Umwelt-Risiken \u00fcberwacht wird und den derzeitigen EU-Verordnungen entspricht, zeigen Greenpeace-Nachforschungen, dass kein aktueller \u00fcbergreifender Plan zu einer solchen \u00dcberwachung existiert. Diese Enth\u00fcllung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem sich in Genf die Welthandelsorganisation WTO zu einem Austausch \u00fcber Gentech-Organismen trifft. Gegen\u00fcber der WTO muss die Europ\u00e4ische Kommission die EU-Standards verteidigen und die Anwendung des Vorsorgeprinzips durchsetzen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Genf.\u00a0\u00abWie kann die Kommission behaupten, dass<br \/>\nder Gentech-Mais MON810 ausreichend \u00fcberwacht wird, wenn der<br \/>\neinzige \u00dcberwachungsplan der EU sich an Monsantos eigenen Plan aus<br \/>\ndem Jahr 1995 anlehnt\u00bb, fragt Christoph Then, Gentechnik-Experte<br \/>\nvon Greenpeace. \u00abDer vorhandene Plan wurde den Mitgliedsstaaten<br \/>\nau\u00dferdem unter der fr\u00fcheren EU-Direktive vorgelegt, die eine<br \/>\nweitaus schw\u00e4chere \u00dcberwachung vorsah. Mit der ersten Listung einer<br \/>\nGentech-Sorte im gemeinsamen Katalog und der M\u00f6glichkeit, diese an<br \/>\nBauern zu verkaufen und anzubauen, f\u00fchrt die Kommission die<br \/>\nMitgliedsstaaten in die Irre.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Kommission behauptet in einer<br \/>\nPressemitteilung vom September 2004 explizit, dass der von Monsanto<br \/>\nbereitgestellte \u00dcberwachungsplan alle notwendigen Vorraussetzungen<br \/>\nerf\u00fcllt und von den Mitgliedsstaaten akzeptiert wurde. Nachfragen<br \/>\nin Deutschland, \u00d6sterreich und D\u00e4nemark ergaben allerdings, dass<br \/>\nkein derartiger aktualisierter \u00dcberwachungsplan existiert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Diese Enth\u00fcllungen kommen zu einem<br \/>\nZeitpunkt, zu dem sich in Genf die Welthandelsorganisation WTO zu<br \/>\neinem Austausch \u00fcber Gentech-Organismen trifft. Gegen\u00fcber der WTO<br \/>\nmuss die Europ\u00e4ische Kommission die EU-Standards verteidigen und<br \/>\ndie Anwendung des Vorsorgeprinzips durchsetzen. \u00abDie EU-Kommission<br \/>\nriskiert ihre Glaubw\u00fcrdigkeit\u00bb, so Daniel Mittler, WTO-Experte von<br \/>\nGreenpeace. \u00abEuropa muss die Umwelt und die Verbraucher gegen die<br \/>\nInteressen von multinationalen Konzernen wie Monsanto verteidigen.<br \/>\nSolange die Kommission nicht handelt, m\u00fcssen die Mitgliedsstaaten<br \/>\nselbst die Initiative ergreifen, um die Kommerzialisierung von<br \/>\nGentech-Mais zu stoppen.\u00bb<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Die derzeitige EU-Gesetzgebung erlaubt<br \/>\nden Mitgliedsstaaten nationale Verbote f\u00fcr Import und Anbau von<br \/>\nGentech-Saaten zu erlassen, sofern neue wissenschaftliche<br \/>\nErkenntnisse \u00fcber potentielle Risiken bekannt werden. Ungarn hat<br \/>\nbereits im Januar diesen Schritt getan und den Anbau von<br \/>\nMON810-Mais verboten. Da die EU noch immer nicht in der Lage ist,<br \/>\nausreichende Richtlinien f\u00fcr eine Bewertung der Risiken vorzulegen,<br \/>\nsowie schl\u00fcssige Bestimmungen f\u00fcr Koexistenz und<br \/>\n\u00dcberwachungsm\u00f6glichkeiten, ruft Greenpeace zu einer europaweiten<br \/>\nInitiative gegen den Anbau von gentechnisch ver\u00e4nderten Pflanzen<br \/>\nauf.<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission will die EU-Mitgliedsstaaten den Risiken von Gentech-Saaten aussetzen und dabei EU-Sicherheitsbestimmungen unterwandern. Diesen Vorwurf hat Greenpeace heute am Rande des WTO-Treffens in Genf erhoben. 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