{"id":6818,"date":"2004-12-01T00:00:00","date_gmt":"2004-11-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6818\/20-jahre-chemiekatastrophe-bhopal-das-verbrechen-dauert-an\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:46","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:46","slug":"20-jahre-chemiekatastrophe-bhopal-das-verbrechen-dauert-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6818\/20-jahre-chemiekatastrophe-bhopal-das-verbrechen-dauert-an\/","title":{"rendered":"20 Jahre Chemiekatastrophe Bhopal &#8211; das Verbrechen dauert an!"},"content":{"rendered":"<p><b>Morgen Freitag vor 20 Jahren hat sich im indischen Bhopal die schlimmste Chemiekatastrophe aller Zeiten ereignet. Das Leiden dauert heute noch an: Mehr als 20&#8217;000 Menschen sind an den Folgen gestorben und Abertausende sind ihr Leben lang krank. Die stillgelegte Fabrik, aus der damals das t\u00f6dliche Gas entwichen ist, vergiftet als marode Altlast noch immer das Grund- und Trinkwasser von Bhopal. Die Menschenrechte der betroffenen Bev\u00f6lkerung werden tagt\u00e4glich verletzt. Doch Dow Chemical lehnt jede Verantwortung ab. Um den Konzern an seine Schuld zu erinnern, finden in \u00fcber 15 L\u00e4ndern Protestaktionen statt. Amnesty International, die Gewerk-schaft Unia und Greenpeace errichten in Horgen, dem Europa-Hauptsitz von Dow, gemeinsam ein Bhopal-Mahnmal gegen das Vergessen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Horgen. In Erinnerung an die 20&#8217;000<br \/>\nTodesopfer der Bhopal-Katastrophe veranstalten Amnesty<br \/>\nInter-national (AI), Greenpeace und die Gewerkschaft Unia in Horgen<br \/>\nam Jahrestag am sp\u00e4ten Freitagnachmittag eine Kundgebung mit<br \/>\nFackelumzug und weihen gemeinsam am Unia-Standort direkt an der<br \/>\nSeestrasse 219 das Bhopal-Memorial ein. Ein Duplikat der ber\u00fchmten<br \/>\n&#171;Mutter von Bhopal&#187; zeigt eine sterbende Mutter, die mit ihren<br \/>\nKindern der t\u00f6dlichen Gaswolke zu entrinnen sucht. Die<br \/>\nOriginal-Statue der holl\u00e4ndischen K\u00fcnstlerin Ruth Watermann wurde<br \/>\n1985 von den Bhopal-\u00dcberlebenden gegen den Widerstand der Beh\u00f6rden<br \/>\ngegen\u00fcber der ver-seuchten Fabrik aufgestellt und st\u00e4ndig bewacht.<br \/>\n&#171;Die &#8218;Mutter von Bhopal&#8216; ist ab jetzt auch f\u00fcr alle Horgener und<br \/>\nDow-Angestellten gut sichtbar, denn sie bleibt hier stehen bis der<br \/>\nDow-Konzern seine Bhopal-Schuld beglichen hat&#187;, sagt Christa Suter<br \/>\nvon Unia.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace, AI und die Unia-Gewerkschaft werden<br \/>\nam Freitagnachmittag Luciano Respini, dem Pr\u00e4sidenten von Dow<br \/>\nEuropa und Vize-Pr\u00e4sidenten von Dow weltweit, zwei neue Studien zur<br \/>\nSanierung des Fabrikgel\u00e4ndes und zu Menschenrechts-Verletzungen<br \/>\n\u00fcbergeben. Green-peace-Chemieexperte Matthias W\u00fcthrich, eben erst<br \/>\naus Bhopal von einem von Greenpeace Schweiz initiierten<br \/>\ninternationalen Symposium zur Bhopal-Sanierung zur\u00fcck, berichtet:<br \/>\n&#171;Auch 20 Jahre sp\u00e4ter m\u00fcssen Menschen vergiftetes Wasser trinken,<br \/>\nweil Dow nicht bereit ist, die giftige Altlast zu sanieren. In<br \/>\nBhopal habe ich gesehen, welch schreckliches Ausmass die<br \/>\nVerantwortungslosigkeit der Konzerne annehmen kann.&#187; Und Pascal<br \/>\nHerren von AI sagt: &#171;Die \u00dcberlebenden warten seit einer Generation<br \/>\nauf eine angemessene medizinische Behandlung und Entsch\u00e4digung. Dow<br \/>\nmuss jetzt handeln &#8211; 20 Jahre Unt\u00e4tigkeit sind genug.&#187;<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace, AI, Unia und alle<br \/>\n\u00dcberlebenden-Organisationen der International Campaign for Justice<br \/>\nin Bhopal fordern von Dow die Sanierung des verseuchten<br \/>\nFabrikgel\u00e4ndes und des Grundwassers in Bhopal, medizinische und<br \/>\nfinanzielle Wiedergutmachung f\u00fcr die \u00dcberleben-den der Katastrophe<br \/>\nsowie medizinische Betreuung und sauberes Trinkwasser f\u00fcr alle<br \/>\nBetrof-fenen. Die Schuldigen m\u00fcssen zudem endlich vor Gericht<br \/>\nerscheinen. Es braucht dringend ein internationales Abkommen zur<br \/>\nUnternehmensverantwortung und Schadenshaftung.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Greenpeace (vor Ort), 01 447 41 31 \/<br \/>\nMedienabteilung 01 447 41 11<\/p>\n<p>J\u00fcrg Keller, Amnesty International 031 307 22 22 \/ 079 379 80<br \/>\n37<\/p>\n<p>Christa Suter, Gewerkschaft Unia 043 444 80 90<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bildmaterial zum Downloaden und Kurzfassung der<br \/>\nGreenpeace-Aufr\u00e4um-Studie unter www.greepeace.ch, Amnesty-Studie zu<br \/>\nden Menschenrechtsverletzungen unter www.amnesty.ch. Siehe auch<br \/>\nwww.bhopal.net<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgen Freitag vor 20 Jahren hat sich im indischen Bhopal die schlimmste Chemiekatastrophe aller Zeiten ereignet. 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