{"id":6820,"date":"2004-05-10T00:00:00","date_gmt":"2004-05-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6820\/co2-reduktion-90-prozent-im-inland-10-prozent-im-ausland\/"},"modified":"2019-05-30T07:38:49","modified_gmt":"2019-05-30T05:38:49","slug":"co2-reduktion-90-prozent-im-inland-10-prozent-im-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6820\/co2-reduktion-90-prozent-im-inland-10-prozent-im-ausland\/","title":{"rendered":"CO2-Reduktion: 90 Prozent im Inland, 10 Prozent im Ausland!"},"content":{"rendered":"<p><b>In K\u00fcrze entscheidet der Bundesrat, wie hoch der Anteil der Schweizer CO2-Reduktionen im Ausland sein soll. Ginge es nach der Erd\u00f6llobby und den Bef\u00fcrwortern des Klimarappens m\u00fcssten m\u00f6glichst viele \u00abVerschmutzungsgutscheine\u00bb im Ausland eingekauft werden. Greenpeace legt heute einen Entwurf f\u00fcr eine Regelung vor: 90\/10 heisst unsere Formel \u2013 Inland-Massnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoss m\u00fcssen klar im Vordergrund stehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Die Schweiz muss ihre CO2-Emissionen<br \/>\ngem\u00e4ss Gesetz bis 2010 im Vergleich zum Ausstoss von 1990 um 10%<br \/>\nsenken. Von einer Reduktion ist die Schweiz noch weit entfernt.<br \/>\nAllein im Treibstoffsektor hat der CO2-Ausstoss seit 1990 um 6.5%<br \/>\nzugenommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gem\u00e4ss CO2-Gesetz k\u00f6nnen Reduktionen im In- und<br \/>\nAusland vorgenommen werden, wobei ausl\u00e4ndische Massnahmen immer nur<br \/>\neinen erg\u00e4nzenden Anteil zu inl\u00e4ndischen Anstrengungen ausmachen<br \/>\nd\u00fcrfen. Der Bundesrat hat sich bis anhin um eine Festlegung des<br \/>\naus-l\u00e4ndischen Anteils gedr\u00fcckt. Wohl auch im Wissen, dass der<br \/>\nklimapolitischer Ablasshandel Ursache f\u00fcr eine Reihe von<br \/>\nentwicklungspolitischen Problemen ist und gerade in der Dritten<br \/>\nWelt h\u00f6chst umstritten ist.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Jutta Kill von Sinkswatch\/London sagt: \u00abEs ist<br \/>\nillusorisch zu meinen, die Dritte Welt k\u00f6nne die Schweizerischen<br \/>\nCO2 Probleme einfach so l\u00f6sen. Im Gegenteil wir exportieren unsere<br \/>\nProbleme und verursachen neue. Ein gutes Beispiel daf\u00fcr sind die<br \/>\nsogenannten Senken. (&#8230;.) \u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace leistet dem Bundesrat mit dem heute<br \/>\nvorgelegten Verordnungsentwurf Ent-scheidungshilfe. Die Verordnung<br \/>\nordnet sich dem Zweck des CO2-Gesetzes unter, dass langfristig<br \/>\norientierte Verminderungen an CO2-Quellen und keine kurzfristigen<br \/>\nKompensationen an CO2-Senken passieren sollen. Die Kernpunkte der<br \/>\nVerordnung sind:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#8211; Die Schweiz muss f\u00fcr eine Reduktion ihrer<br \/>\nCO2-Emissionen nach dem Schl\u00fcssel 90\/10 an den Schadstoffquellen im<br \/>\nInland besorgt sein.<\/p>\n<p>&#8211; Nur wer Reduktionen im Inland vornimmt, darf im Rahmen von 10%<br \/>\nseiner Anstrengungen im Ausland Emissionszertifikate einkaufen.<\/p>\n<p>&#8211; Emissionszertifikate werden nur sektoriell angerechnet.<\/p>\n<p>&#8211; Nur 60% der Reduktionsmenge eines Emissionszertifikates wird<br \/>\ngutgeschrieben.<\/p>\n<p>&#8211; Senken und &#8218;Hot Air&#8216; sind von einer Anrechnung<br \/>\nausgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Politik darf nicht im stillen K\u00e4mmerchen in<br \/>\nBern ausgehandelt werden, darum hat Greenpeace eine Meinungsumfrage<br \/>\nin der Schweiz durchf\u00fchren lassen. 70% der Befragten wollen, dass<br \/>\ndie Schweiz ihre CO2-Verpflichtungen zuerst zu Hause erf\u00fcllt. 1\/4<br \/>\naller Befragten will, dass die Schweiz ihre Reduktion zu 100% im<br \/>\nInland vornimmt, 53% wollen den Inland-Anteil auf \u00fcber 60%<br \/>\nfestgeschrieben wissen. 83% der Befragten sind bereit, einen<br \/>\npers\u00f6nlichen Beitrag zu leisten. Und knapp die H\u00e4lfte aller<br \/>\nBefragten erkl\u00e4rte sich trotz steigender Benzinpreise bereit, eine<br \/>\nCO2-Abgabe von 30 Rp.\/l Benzin in Kauf zu nehmen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit dieser R\u00fcckendeckung im Volk l\u00e4sst sich<br \/>\neine Klimapoltik machen, die eine echte CO2-Reduktion im Inland<br \/>\nanstrebt und keine Kompensationsleitungen im Ausland einkaufen<br \/>\nwill!<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Tschoff L\u00f6w, Klimakampagne 01 \/ 447 41 25<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In K\u00fcrze entscheidet der Bundesrat, wie hoch der Anteil der Schweizer CO2-Reduktionen im Ausland sein soll. 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