{"id":6829,"date":"2004-06-02T00:00:00","date_gmt":"2004-06-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6829\/klimasuenderin-schweiz-traurige-spitze-punkto-co2-ausstoss\/"},"modified":"2019-05-30T07:39:02","modified_gmt":"2019-05-30T05:39:02","slug":"klimasuenderin-schweiz-traurige-spitze-punkto-co2-ausstoss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6829\/klimasuenderin-schweiz-traurige-spitze-punkto-co2-ausstoss\/","title":{"rendered":"Klimas\u00fcnderin Schweiz: traurige Spitze punkto CO2-Ausstoss"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Schweiz geh\u00f6rt zu den weltweit schlimmsten Klimas\u00fcnderinnen, was den CO2-Ausstoss pro Kopf anbelangt. Zu diesem erschreckenden Resultat kommt eine Liste der OECD, welche die sogenannt \u00abgrauen Emissionen\u00bb ber\u00fccksichtigt. Gem\u00e4ss dieser Aufstellung liegt die Schweiz auf Rang 6 \u2013 nur die USA, Kanada und Australien verbuchen noch deutlich h\u00f6here Pro-Kopf-Emissionen als die Schweiz. Der Bundesrat muss diese traurige Tatsache endlich zur Kenntnis nehmen und die l\u00e4ngst f\u00e4llige Lenkungsabgabe einf\u00fchren. Nur sie garantiert eine reale Reduktion der CO2-Emissionen in der Schweiz (*).<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Die Produktions- und<br \/>\nTransportemissionen von Autos, Erdbeeren aus Spanien, Lammfleisch<br \/>\naus Neuseeland oder Benzin fallen im Ausland an. All diese G\u00fcter<br \/>\nwerden jedoch in der Schweiz konsumiert. Umgekehrt fallen in der<br \/>\nSchweiz CO2-Emisisonen bei der Produktion von Maschinen oder<br \/>\nMedikamenten an, die f\u00fcr den Export produziert werden. Korrigiert<br \/>\nman die nationalen CO2-Bilanzen um diese Handelsemissionen,<br \/>\nresultieren pro Kopf-Emissionen, die unseren Lebensstil<br \/>\nrepr\u00e4sentieren. Aufgrund einer OECD-Studie und BUWAL-Zahlen liegt<br \/>\ndie Schweiz mit 10.6 t CO2 Emissionen pro Jahr und Kopf auf dem<br \/>\nerschreckenden sechsten Platz. L\u00e4nder mit vergleichbarer<br \/>\nLebensqualit\u00e4t, z.B. Norwegen (7.7t), Frankreich (7.1 t) oder<br \/>\nSchweden (6.8 t), liegen deutlich tiefer. Der Weltdurchschnitt<br \/>\nliegt knapp unter 4 t CO2 pro Jahr und Kopf. (siehe Factsheet Nr.<br \/>\n8) Damit sich die Klimaerw\u00e4rmung in der Zukunft auf wenige Grad<br \/>\nbeschr\u00e4nkt, m\u00fcssen die Emissionen langfristig auf 1 t CO2 pro Kopf<br \/>\nund Jahr reduziert werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Aufgrund der aktiven Schweizer<br \/>\nKlimaaussenpolitik m\u00fcsste man glauben, dass die Schweiz wenigstens<br \/>\nvorbildlich bei den eigenen Reduktionsanstrengungen ist. Doch weit<br \/>\ngefehlt: Die CO2-Emissionen in der Schweiz haben von 1990 bis 2002<br \/>\nlediglich um 0.7% abgenommen. Gem\u00e4ss CO2-Gesetz m\u00fcssten sie aber<br \/>\nbis 2010 um 10% reduziert werden. Die Emissionen aus der<br \/>\nVerbrennung fossiler Treibstoffe hat in der gleichen Periode sogar<br \/>\num 6.6% zugenommen statt um 8% abgenommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Was machen andere L\u00e4nder<br \/>\nbesser?<\/strong><\/p>\n<p>Die vier grossen Nachbarl\u00e4nder der Schweiz haben bereits<br \/>\nKlimaabgaben eingef\u00fchrt oder beschlossen. Die nordischen L\u00e4nder<br \/>\nhaben dies bereits vor 10 Jahren getan. Je nach Land wurden die<br \/>\ngenerierten finanziellen Mittel in Umweltprojekte investiert oder<br \/>\nLohnnebenkosten damit gesenkt. Die EU hat zudem Mindeststeuers\u00e4tze<br \/>\nauf Energietr\u00e4ger im Rahmen einer \u00f6kologischen Steuerreform<br \/>\nfestgelegt, die bis 2007 weiter ansteigen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Umweltverb\u00e4nde rufen den Bundesrat auf,<br \/>\neine aktive und langfristige Klimapolitik zu betreiben und so die<br \/>\ninternationalen Defizite auszumerzen. Eine erste Gelegenheit bietet<br \/>\ndie Einf\u00fchrung einer zielf\u00fchrenden CO2-Lenkungsabgabe. Ein<br \/>\nlangfristiger Klimaplan muss als einer der n\u00e4chsten Schritte dann<br \/>\nfolgen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">(*) Mediendienst \u00abKlimapolitik\u00bb der<br \/>\nUmweltorganisationen Greenpeace, VCS und WWF Schweiz<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Patrick Hofstetter, Klimapolitik WWF Schweiz, 076 305 67 37<\/p>\n<p>Tschoff L\u00f6w, Klimakampagne Greenpeace, 01\/ 447 41 25<\/p>\n<p>Elena Hauser-Strozzi, VCS-Projektleiterin Kampagnen, 031 328 82<br \/>\n34<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz geh\u00f6rt zu den weltweit schlimmsten Klimas\u00fcnderinnen, was den CO2-Ausstoss pro Kopf anbelangt. Zu diesem erschreckenden Resultat kommt eine Liste der OECD, welche die sogenannt \u00abgrauen Emissionen\u00bb ber\u00fccksichtigt. 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