{"id":6837,"date":"2004-04-15T00:00:00","date_gmt":"2004-04-14T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6837\/der-klimarappen-eine-co2-politische-falschmuenzerei\/"},"modified":"2019-05-30T07:39:16","modified_gmt":"2019-05-30T05:39:16","slug":"der-klimarappen-eine-co2-politische-falschmuenzerei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6837\/der-klimarappen-eine-co2-politische-falschmuenzerei\/","title":{"rendered":"Der Klimarappen \u2013 eine CO2-politische Falschm\u00fcnzerei"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Erd\u00f6lvereinigung versucht, Parlament und Bundesrat eine private Zwangsabgabe, getarnt als \u201eKlimarappen\u201c, beliebt zu machen. Der Vorschlag erlaubt h\u00f6here CO2-Emissionen in der Schweiz. Das dient jedoch lediglich der Erd\u00f6lindustrie. Die torpedierte CO2-Lenkungsabgabe w\u00fcrde dagegen die CO2-Emissionen in der Schweiz verringern und in vielen Branchen dringend ben\u00f6tigte Arbeitspl\u00e4tze schaffen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Mediendienst \u00abKlimapolitik\u00bb der<br \/>\nUmweltorganisationen Greenpeace, VCS und WWF Schweiz<\/strong><\/p>\n<p>Z\u00fcrich. Die Erd\u00f6lvereinigung will f\u00fcr 10 Mio. Tonnen CO2<br \/>\nEmissionszertifikate aus dem Ausland einkaufen. F\u00fcr die<br \/>\nBenzinmenge, die daf\u00fcr in der Schweiz verpufft werden d\u00fcrfte,<br \/>\nbr\u00e4uchte es eine 2000 km lange Kolonne von Tanklastwagen! Kurzum:<br \/>\nAdieu, gute Schweizer Luft! Adieu, Klimaschutz! Der<br \/>\nKlimarappen-Vorschlag will verhindern, dass die im Gesetz<br \/>\nverankerte Einf\u00fchrung der CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe in<br \/>\nKraft treten soll. Damit wird der R\u00fcckgang des Treibstoffabsatzes<br \/>\nebenfalls verhindert. Das Hauptinstrument des<br \/>\nKlimarappen-Vorschlages ist der so genannte<br \/>\nEmissionszertifikat-Kauf aus dem Ausland. Die Erd\u00f6lvereinigung als<br \/>\nHauptinitiantin behauptet, dies sei der kosteneffizientere Weg als<br \/>\ndie Einf\u00fchrung einer CO2-Lenkungsabgabe. In das gleiche Horn blasen<br \/>\nauch die Strassenverkehrsverb\u00e4nde und Autoimporteure. Da fragt sich<br \/>\nnur: kosteneffizienter f\u00fcr wen? Die Antwort auf diese Frage liegt<br \/>\nauf der Hand. W\u00fcrden die 10 Mio. Tonnen CO2-Emissionszertifikate im<br \/>\nCO2-Gesetz angerechnet, so k\u00f6nnte die Erd\u00f6lvereinigung mehr als<br \/>\n4000 Mio. Liter Benzin zus\u00e4tzlich verkaufen. Diese Menge entspricht<br \/>\neinem zus\u00e4tzlichen Umsatz von rund 5 Mrd. Franken! Davon fliesst<br \/>\nnur der kleinste Teil in Arbeitspl\u00e4tze, da das \u00d6l aus dem Ausland<br \/>\nimportiert und nebst einer allf\u00e4lligen Raffination nur verteilt und<br \/>\nverkauft wird. Neben der Erd\u00f6llobby f\u00fcrchten auch andere<br \/>\nInteressensgruppen die Lenkungswirkung der CO2-Abgabe. Kommt die<br \/>\nLenkungsabgabe, wird das Verkehrswachstum einged\u00e4mmt. Somit werden<br \/>\nviele Strassenausbauprojekte unn\u00f6tig. Ebenso f\u00fcrchten<br \/>\nAutoimporteure von trendigen Grossfahrzeugen, dass die Konsumenten<br \/>\nvermehrt auf sparsamere Modelle ausweichen. Kein Wunder steckt die<br \/>\nLobby namhafte Mittel in den politischen Kampf. Auch der<br \/>\nHauptpropagandist f\u00fcr den Klimarappen im Parlament, Nationalrat<br \/>\nPeter Weigelt, l\u00e4sst sich f\u00fcr seine Dienste f\u00fcr die<br \/>\nErd\u00f6lvereinigung bezahlen. Ausgearbeitet wurde der<br \/>\nKlimarappen-Vorschlag durch Marco Berg, den ehemaligen Mitarbeiter<br \/>\nder Erd\u00f6lvereinigung, der \u00fcber seine Firma am Zertifikathandel<br \/>\nbeteiligt w\u00e4re und damit ebenfalls in eigenem Interesse auftritt.<br \/>\nWie eine Studie der ETH und des Paul Scherrer Instituts zeigt,<br \/>\nwerden die erwarteten Arbeitsplatzverluste in den erw\u00e4hnten<br \/>\nBranchen bei Einf\u00fchrung der CO2-Lenkungsabgabe durch Zunahmen in<br \/>\nvielen anderen Branchen aufgewogen. Je nach Modell ergeben sich<br \/>\nNettogewinne von einigen Tausend bis 20&#8217;000 neuen Arbeitspl\u00e4tzen,<br \/>\ndie uns die Erd\u00f6llobby aus Eigeninteressen vorenthalten will. Eine<br \/>\nwahrhafte Falschm\u00fcnzerei!<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Eva Geel, Klimakampagne Greenpeace, 01\/ 447 41 24<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erd\u00f6lvereinigung versucht, Parlament und Bundesrat eine private Zwangsabgabe, getarnt als \u201eKlimarappen\u201c, beliebt zu machen. Der Vorschlag erlaubt h\u00f6here CO2-Emissionen in der Schweiz. Das dient jedoch lediglich der Erd\u00f6lindustrie. 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