{"id":6843,"date":"2004-04-18T00:00:00","date_gmt":"2004-04-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6843\/schweizer-gentech-kennzeichnung-gegenueber-neuem-eu-gesetz-im-rueckstand\/"},"modified":"2019-05-30T07:39:26","modified_gmt":"2019-05-30T05:39:26","slug":"schweizer-gentech-kennzeichnung-gegenueber-neuem-eu-gesetz-im-rueckstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6843\/schweizer-gentech-kennzeichnung-gegenueber-neuem-eu-gesetz-im-rueckstand\/","title":{"rendered":"Schweizer Gentech-Kennzeichnung gegen\u00fcber neuem EU-Gesetz im R\u00fcckstand"},"content":{"rendered":"<p><b>Gestern ist die neue EU-Gesetzgebung zu Gentech-Lebens- und Futtermitteln (GVO) in Kraft getreten. Die neue Gesetzgebung enth\u00e4lt nach wie vor L\u00fccken, ist aber rigider als die schweizerischen Deklarationsbestimmungen. So gilt beim Tierfutter in der EU eine Deklarationslimite von 0,9 Prozent gegen\u00fcber 3 Prozent in der Schweiz. Hochverarbeitete Gentechprodukte wie \u00d6le, Fette, St\u00e4rke, Zucker sind hierzulande nicht deklarationspflichtig und von den KonsumentInnen nicht als GVO erkennbar. Die Schweizer KonsumentInnen tappen also weiter im Dunkeln. Der Bundesrat ist dringend aufgefordert, die GVO-Verordnungen nachzubessern.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Br\u00fcssel. In der EU m\u00fcssen seit gestern<br \/>\ns\u00e4mtliche Lebens- und Futtermittel gekennzeichnet werden, die mehr<br \/>\nals 0,9 Prozent Gentech-Anteil einer Zutat aufweisen (Schweiz: 1<br \/>\nProzent f\u00fcr Lebensmittel und 3 Prozent f\u00fcr Futtermittel). Unter die<br \/>\nEU-Deklarationspflicht fallen neu auch hochverarbeitete<br \/>\nLebensmittel und Zusatzstoffe, bei denen die Gentech-Herkunft nicht<br \/>\ndurch Analyse, sondern nur durch Warenflusskontrolle nachgewiesen<br \/>\nwerden kann. Aus gentechnisch ver\u00e4ndertem Mais gewonnene St\u00e4rke,<br \/>\nSoja\u00f6l oder Zucker aus genmanipulierten R\u00fcben werden in der Schweiz<br \/>\nohne Kennzeichnung verkauft, w\u00e4hrend in der EU ein Hinweis auf der<br \/>\nVerpackung stehen muss. Zudem wird in der EU in Zukunft nicht mehr<br \/>\nzwischen der Zulassung von Lebens- und Futtermitteln<br \/>\nunterschieden.<\/p>\n<p>\u00abEs ist stossend, dass den Schweizer Konsumenten Informationen<br \/>\nvorenthalten werden, die ihnen erleichtern w\u00fcrden, gentechfrei<br \/>\neinzukaufen\u00bb, klagt Bruno Heinzer von der<br \/>\nGreenpeace-Genschutz-Kampagne an. \u00abEs ist auch nicht einzusehen,<br \/>\ndass in der Schweiz die Zulassung von Futter- und Lebensmittel<br \/>\nunterschiedlich gehandhabt wird. Die EU hat offensichtlich<br \/>\neingesehen, dass sich die beiden Warenfl\u00fcsse nicht voneinander<br \/>\ntrennen lassen. Dies hat auch der Starlink-Skandal gezeigt, als<br \/>\ngenmanipuliertes Futtermittel in den Lebensmittelkreislauf gelangte<br \/>\nund so weltweit Corn Flakes, Mais-Chips und andere Lebensmittel<br \/>\nverseuchte.\u00bb<\/p>\n<p>Greenpeace fordert den Bundesrat auf, die Schweizer Verordnungen<br \/>\nzu Gentech-Lebens und Futtermitteln nachzubessern und sie zumindest<br \/>\nauf das Niveau der EU anzuheben. Insbesondere sollen die<br \/>\nZulassungsverfahren f\u00fcr Lebens- und Futtermittel vereinheitlicht<br \/>\nwerden.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 \/ 400 88<br \/>\n31<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern ist die neue EU-Gesetzgebung zu Gentech-Lebens- und Futtermitteln (GVO) in Kraft getreten. Die neue Gesetzgebung enth\u00e4lt nach wie vor L\u00fccken, ist aber rigider als die schweizerischen Deklarationsbestimmungen. 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