{"id":6867,"date":"2004-03-25T00:00:00","date_gmt":"2004-03-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6867\/greenpeace-aktivistinnen-besetzen-gentech-versuchsfeld\/"},"modified":"2019-05-30T07:40:04","modified_gmt":"2019-05-30T05:40:04","slug":"greenpeace-aktivistinnen-besetzen-gentech-versuchsfeld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6867\/greenpeace-aktivistinnen-besetzen-gentech-versuchsfeld\/","title":{"rendered":"Greenpeace-AktivistInnen besetzen Gentech-Versuchsfeld"},"content":{"rendered":"<p><b>\u00dcber 40 Greenpeace-AktivistInnen haben heute am fr\u00fchen Morgen in Lindau\/ZH das ETH-Versuchsfeld besetzt, auf dem vor einer Woche Gentech-Weizen ausges\u00e4t worden ist. Die Umweltsch\u00fctzerInnen ketteten sich an den K\u00e4fig \u00fcber dem Versuchsfeld, nachdem sie diesen mit weissem Stoff eingeh\u00fcllt hatten. Auf der Umh\u00fcllung sind Warnsignale mit der Botschaft \u00abAchtung genmanipuliert!\u00bb angebracht. Mit \u00abStopp Gentechweizen\u00bb-Transparenten fordern die AktivistInnen die ETH auf, das sinnlose Gentech-Experiment abzubrechen und die gef\u00e4hrliche Saat zu vernichten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Lindau\/Z\u00fcrich. Mit dem Ausbringen der<br \/>\nGentech-Saat mitten in der 30-t\u00e4gigen Frist zur Anfechtung der<br \/>\nFreisetzungsbewilligung hat die ETH vollendete Tatsachen geschaffen<br \/>\nund den Versuchsgegnern die M\u00f6glichkeit genommen, alle Rechtsmittel<br \/>\nauszusch\u00f6pfen. Ein Gang ans Bundesgericht ist somit endg\u00fcltig<br \/>\nobsolet geworden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace wird aber seinen Widerstand gegen<br \/>\ndas sinnlose und riskante Gentech-Freilandexperiment nicht aufgeben<br \/>\nund weiterk\u00e4mpfen. Die Umweltorganisation fordert von den<br \/>\nETH-Forschern den Verzicht auf die Freisetzung dieser und anderer<br \/>\ngenmanipulierter Organismen in die Umwelt. Die ETH argumentiert,<br \/>\nsie erachte es \u00abals ihre Pflicht, Antworten auf ungekl\u00e4rte Fragen<br \/>\nrund um gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen zu finden.\u00bb Dem mag so<br \/>\nsein. Nur ist der Lindau-Versuch so angelegt, dass er gar keine<br \/>\nbrennenden Fragen rund um genmanipulierte Nutzpflanzen beantworten<br \/>\nkann. Zudem ist der letztendliche Verwendungszweck der Pflanzen,<br \/>\nihr Anbau in Indien nach Einkreuzung in lokale Sorten, \u00e4usserst<br \/>\nfragw\u00fcrdig. Indien produziert jedes Jahr einen Weizen-\u00dcberschuss<br \/>\nvon 20 Millionen Tonnen. Mit dem Bau von Lagerh\u00e4usern in Indien<br \/>\nk\u00f6nnte die ETH einen namhafteren Beitrag zur Ern\u00e4hrungssicherheit<br \/>\nleisten, als mit dem Verpulvern von Forschungsgeldern in<br \/>\nLindau.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abStatt neue lebende Zeitbomben in die Umwelt zu<br \/>\nsetzen, sollte die ETH besser die offenen Fragen um die<br \/>\nGesundheitsrisiken der bereits an Menschen und Tiere verf\u00fctterten<br \/>\nGentech-Pflanzen kl\u00e4ren &#8211; und beweisen, dass sie wirklich so<br \/>\nunabh\u00e4ngig von der Industrie ist, wie sie stets vorgibt\u00bb, sagt<br \/>\nGentech-Experte Bruno Heinzer von Greenpeace. \u00dcberall auf der Welt<br \/>\nwo Gentech-Pflanzen angebaut und verzehrt werden, gibt es<br \/>\nbeunruhigende Vorf\u00e4lle, wie H\u00e4ufung von Allergien und K\u00fche, die<br \/>\nweniger Milch geben. Alarmierende Resultate bei den sp\u00e4rlichen<br \/>\nwissenschaftlichen F\u00fctterungsversuchen mit Gentech-Pflanzen werden<br \/>\nunterdr\u00fcckt und nicht weiter untersucht. Heinzer: \u00abEs fehlt an<br \/>\nunabh\u00e4ngiger Forschung. Die Industrie hat kein Interesse, auf einen<br \/>\nZusammenhang zwischen Gesundheitsproblemen und der Einnahme von<br \/>\nGentech-Pflanzen zu stossen. Da k\u00f6nnte die ETH einen echten<br \/>\nForschungs-Beitrag leisten\u00bb.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace fordert die ETH-Verantwortlichen<br \/>\nauf, den Versuch in Lindau abzubrechen und die f\u00fcr Mensch und<br \/>\nUmwelt gef\u00e4hrliche Saat zu vernichten. <strong>Oder wie es im<br \/>\nETH-Leitbild<\/strong> so sch\u00f6n heisst: \u00abMit Blick auf die Erhaltung<br \/>\ndes Zukunftspotentials des Oekosystems Erde f\u00fcr kommende<br \/>\nGenerationen ist die ETH Z\u00fcrich bestrebt, ihr Wissen und K\u00f6nnen<br \/>\neinzusetzen im Bewusstsein, dass auch n\u00f6tiger Verzicht ein<br \/>\nsch\u00f6pferischer Akt sein kann.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 \/ 400 88<br \/>\n31<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber 40 Greenpeace-AktivistInnen haben heute am fr\u00fchen Morgen in Lindau\/ZH das ETH-Versuchsfeld besetzt, auf dem vor einer Woche Gentech-Weizen ausges\u00e4t worden ist. 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