{"id":6877,"date":"2003-10-29T00:00:00","date_gmt":"2003-10-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6877\/buwal-ignoriert-ethikkommission-und-bewilligt-tueroeffner-experiment-mit-gentech-weizen-umweltschuetzer-und-bauern-kaempfen-weiter\/"},"modified":"2019-05-30T07:40:20","modified_gmt":"2019-05-30T05:40:20","slug":"buwal-ignoriert-ethikkommission-und-bewilligt-tueroeffner-experiment-mit-gentech-weizen-umweltschuetzer-und-bauern-kaempfen-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6877\/buwal-ignoriert-ethikkommission-und-bewilligt-tueroeffner-experiment-mit-gentech-weizen-umweltschuetzer-und-bauern-kaempfen-weiter\/","title":{"rendered":"BUWAL ignoriert Ethikkommission und bewilligt T\u00fcr\u00f6ffner-Experiment mit Gentech-Weizen &#8211; Umweltsch\u00fctzer und Bauern k\u00e4mpfen weiter"},"content":{"rendered":"<p><b>Das BUWAL gibt dem Druck von Forschung und Industrie nach: Es revidiert seine eigene urspr\u00fcngliche Einsch\u00e4tzung des nach wie vor h\u00f6chst mangelhaften ETH-Gesuchs und bewilligt das Freiland-Experiment mit Gentech-Weizen in Lindau\/ZH. Das BUWAL ignoriert damit die wissenschaftlich begr\u00fcndeten Vorbehalte der Biosicherheitskommission, die einstimmige Ablehnung durch die Ethikkommission sowie massive Bedenken der Z\u00fcrcher Beh\u00f6rden. Die BUWAL-Begr\u00fcndung ist absolut willk\u00fcrlich, zumal das Bundesamt selber ein Umweltrisiko einr\u00e4umt. Betroffene AnwohnerInnen, Umweltsch\u00fctzerInnen und Bauern geben ihren Widerstand gegen den unn\u00f6tigen und gef\u00e4hrlichen Gentech-Weizen nicht auf. Greenpeace wird gegen diesen Entscheid beim UVEK Beschwerde einlegen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern\/Z\u00fcrich. Im November 2001 hatte das BUWAL<br \/>\ndas Freiland-Experiment der ETH wegen wissenschaftlichen Bedenken<br \/>\nabgelehnt. Nach einem von der UVEK aus formellen Gr\u00fcnden<br \/>\ngutgeheissenen ETH-Rekurs musste das BUWAL im Dezember 2002 die<br \/>\nBewilligung erteilen. Aufgrund gravierender Verfahrensm\u00e4ngel<br \/>\nwiderrief das Bundesgericht im M\u00e4rz 2003 diese aber wieder. Obwohl<br \/>\ndas ETH-Dossier im Grunde unver\u00e4ndert geblieben ist und die<br \/>\nEidgen\u00f6ssischen Kommissionen sogar negativere Stellungnahmen zum<br \/>\nGesuch abgegeben haben, hat das BUWAL nun der Aussaat des<br \/>\nGentech-Weizens gr\u00fcnes Licht erteilt. Dies obwohl es in der<br \/>\nBegr\u00fcndung selber ein Umweltrisiko einr\u00e4umt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Was lange w\u00e4hrt, wird nicht besser: das<br \/>\nETH-Dossier zum stinkbrandresistenten Weizen hat sich auch in der<br \/>\nj\u00fcngsten Verfahrensrunde nicht zum Positiven verbessert. Der<br \/>\nGentech-Weizen enth\u00e4lt unn\u00f6tige und f\u00fcr Umwelt und Gesundheit<br \/>\ngef\u00e4hrliche Gen-Sequenzen (Antibiotika-\/Herbizidresistenzen).<br \/>\nMangelhaft erforschte Auswirkungen auf Nichtziel-Organismen sowie<br \/>\nunbekannte Funktions- und Reaktionsweisen von Bodenorganismen sind<br \/>\nnach wie vor Tatsache. Die Folgen m\u00f6glicher negativer Auswirkungen<br \/>\nauf das \u00d6kosystem sind weder kontrollierbar noch r\u00fcckg\u00e4ngig zu<br \/>\nmachen. Die ETH erzwingt auf Kosten von Sicherheit und Umweltschutz<br \/>\neinen forschungspolitischen Pr\u00e4zedenz-Entscheid, welcher das Umfeld<br \/>\nf\u00fcr weitere Freiland-Experimente und langfristig den kommerziellen<br \/>\nAnbau ebnen soll. Das unklare Versuchsziel und die r\u00fcde Haltung<br \/>\ngegen\u00fcber der besorgten Bev\u00f6lkerung unterstreichen dies. Und das<br \/>\nBUWAL leistet Beihilfe. Greenpeace wird gegen den heutigen<br \/>\nEntscheid beim UVEK Beschwerde einlegen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Muss sparen wer nicht spurt? Das BUWAL gibt dem<br \/>\nDruck von Forschung und Industrie nach, nachdem sein Budget vom<br \/>\nParlament massiv gek\u00fcrzt wurde. Die immer wieder laut gewordenen<br \/>\nb\u00fcrgerlichen Stimmen, das BUWAL sei gerade im Gentech-Bereich zu<br \/>\nforschungsfeindlich, schlagen sich anscheinend nicht nur im neuen<br \/>\nBudget nieder. Auch die sachliche Beurteilung scheint darunter zu<br \/>\nleiden. Denn aufgrund nicht absch\u00e4tzbarer Gefahren m\u00fcsste das BUWAL<br \/>\ndas ETH-Gesuch wie im urspr\u00fcnglichen Entscheid vom 20. November<br \/>\n2001 ablehnen. Bestehende Gefahren lassen sich negieren,<br \/>\ngesellschaftspolitische Umst\u00e4nde ignorieren, umweltfreundliche<br \/>\n\u00c4mter mit Budgetk\u00fcrzungen strafen. Die Wellen lassen sich mit der<br \/>\nheutigen Bewilligung aber bestimmt nicht gl\u00e4tten.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das BUWAL gibt dem Druck von Forschung und Industrie nach: Es revidiert seine eigene urspr\u00fcngliche Einsch\u00e4tzung des nach wie vor h\u00f6chst mangelhaften ETH-Gesuchs und bewilligt das Freiland-Experiment mit Gentech-Weizen in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6877","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6877","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6877"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6877\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6877"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6877"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6877"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6877"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6877"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}