{"id":6887,"date":"2004-02-11T00:00:00","date_gmt":"2004-02-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6887\/schluss-mit-der-hinhaltetaktik-chemiemuell-weg-aber-dalli\/"},"modified":"2019-05-30T07:40:37","modified_gmt":"2019-05-30T05:40:37","slug":"schluss-mit-der-hinhaltetaktik-chemiemuell-weg-aber-dalli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6887\/schluss-mit-der-hinhaltetaktik-chemiemuell-weg-aber-dalli\/","title":{"rendered":"Schluss mit der Hinhaltetaktik: Chemiem\u00fcll weg, aber dalli!"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Aktivisten haben heute vor dem Firmeneingang von Novartis eine Lastwagenladung Schutt abgeladen. Damit machen sie auf die ungel\u00f6ste Situation der Chemiem\u00fcll-Deponien in der Region Basel aufmerksam: Diese laufen aus und verschmutzen die Umwelt, Tag f\u00fcr Tag. Dennoch tun Novartis, Ciba, Syngenta &#038; Co., respektive die von ihnen eingesetzte IGDRB (Interessengemeinschaft Deponiesicherheit Region Basel) alles, um die Grundwasserverschmutzung bei den Chemiem\u00fclldeponien zu verharmlosen, statt diese umgehend zu beseitigen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Basel. Vor dem Novartis Werk St. Johann<br \/>\nstellten Greenpeace-AktivistInnen nach, was sich zur Zeit der<br \/>\nwilden Chemiem\u00fcll-Ablagerung in der Region Basel zugetragen hat:<br \/>\nEin Lastwa-gen f\u00e4hrt vor, kippt Chemiem\u00fcll \u00fcber Bord und f\u00e4hrt<br \/>\nwieder weg. Analog kippten die Greenpeace-AktivistInnen rund 12<br \/>\nKubikmeter Schutt und F\u00e4sser mit den Firmenlogos der in den<br \/>\nChemiem\u00fcllskandal involvierten Firmen auf einen grossen Haufen.<br \/>\nWegweiser zeigen Richtung und Distanz zu den n\u00e4chsten, echten<br \/>\nChemiem\u00fclldeponien: Feldrebengrube (CH), R\u00f6misloch (F), Hirschacker<br \/>\n(D) &#8211; rund ein Dutzend sind es an der Zahl, die allesamt von Basel<br \/>\naus in einem leichten Spaziergang erreichbar sind. Im Gegensatz zur<br \/>\nnachgestellten, harmlosen \u00abGreenpeace-Deponie\u00bb stellen die<br \/>\nAltlasten der Basler Chemie eine echte Bedrohung f\u00fcr Mensch und<br \/>\nUmwelt dar. F\u00fcr die Generalversammlung des Gesundheitskonzerns<br \/>\nNovartis vom 24. Februar 2004 erwartet Greenpeace, dass<br \/>\nNovartis-Chef Daniel Vasella den Aktion\u00e4ren die sofortige<br \/>\nBe-seitigung der ungesicherten Chemiem\u00fclldeponien verk\u00fcndet. Denn<br \/>\nGesundheit und Chemiem\u00fcll vertragen sich nicht, das Grundwasser ist<br \/>\nverschmutzt und Basels Trinkwasser ist in Gefahr.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Sanierungsvorbereitungen kommen nicht in<br \/>\nGang und in den letzten Monaten waren lediglich zweifelhafte<br \/>\nT\u00e4tigkeiten auf Nebenschaupl\u00e4tzen feststellbar: Beispiel<br \/>\n\u00abScheinaktivit\u00e4t\u00bb: Die Chemie stellte vor zwei Jahren<br \/>\n\u00abSofortmassnahmen zum Stoppen der Emissionen\u00bb bei der Els\u00e4sser<br \/>\nDeponie R\u00f6misloch in Aussicht. Doch getan hat sie nichts, das<br \/>\nR\u00f6misloch rinnt noch genauso wie vor Jahr und Tag. Die Chemie<br \/>\nerw\u00e4gt lediglich einen kosmetischen Eingriff: die Beseitigung eines<br \/>\nT\u00fcmpels unterhalb der Deponie &#8211; anstelle der Beseitigung der<br \/>\nChemiem\u00fclldeponie als Quelle der Emissionen selber. Beispiel<br \/>\n\u00abEinflussnahme auf Experten\u00bb: Nach der 2002 bekannt gewordenen<br \/>\nEinfluss-nahme auf Untersuchungsberichte der Muttenzer Deponien,<br \/>\ninformierte jetzt das f\u00fcr die Untersuchungen im Elsass beauftragte<br \/>\nIngenieurb\u00fcro Antea, dass auch ihre Berichtsentw\u00fcrfe zuerst \u00fcber<br \/>\nden Tisch der Chemie m\u00fcssen, bevor diese an die Kontrollbeh\u00f6rde<br \/>\ngehen. In einem anderen Fall musste sich der unabh\u00e4ngige Experte,<br \/>\nProfessor Michael Oehme (Uni Basel) von der unstatthaften<br \/>\nInterpretation seiner Gutachten durch die Chemie \u00f6ffentlich<br \/>\ndistanzieren. Beispiel \u00abQualit\u00e4t der Untersuchungen\u00bb: Durch die<br \/>\nerstmalige \u00f6ffentliche Ausschreibung f\u00fcr neue Grundwasser-Analysen<br \/>\nin Muttenz wurde bekannt, dass das jeweils von der Chemie<br \/>\nengagierte Labor Solvias die geforderten Qualit\u00e4tskriterien nicht<br \/>\nerf\u00fcllt &#8211; im Gegensatz zu dem von Greenpeace \u00f6fters beauftragten<br \/>\nLabor RWB, das den Zuschlag bekommen hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Doch die erw\u00e4hnten Machenschaften lenken nur<br \/>\nvom eigentlichen Problem ab: Die abge-lagerten Chemie-Gifte aus den<br \/>\nChemiem\u00fclldeponien laufen aus, da ungesicherte Depo-nien keinerlei<br \/>\nR\u00fcckhaltevorrichtungen haben. Dass der Chemiem\u00fcll giftig ist,<br \/>\nbewiesen nicht nur die Massen toter Fr\u00f6sche, die damals nach<br \/>\nKontakt mit dem abgekippten Che-miem\u00fcll verenden mussten, sondern<br \/>\nauch die chemischen Analysen von Greenpeace und der Basler Chemie<br \/>\nselber. Deshalb m\u00fcssen die Chemiem\u00fclldeponien weg. Zur<br \/>\n\u00abChemiem\u00fclldeponie\u00bb am Firmeneingang: Greenpeace bietet Novartis<br \/>\nan, den M\u00fcll-berg wieder abzutragen &#8211; im selben Tempo, wie die<br \/>\nChemie ihr Chemiem\u00fcllproblem bis jetzt angegangen ist.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Aktivisten haben heute vor dem Firmeneingang von Novartis eine Lastwagenladung Schutt abgeladen. 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