{"id":6893,"date":"2003-10-07T00:00:00","date_gmt":"2003-10-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6893\/greenpeace-laesst-sich-durch-franzoesische-atombehoerden-nicht-mundtot-machen\/"},"modified":"2019-05-30T07:40:48","modified_gmt":"2019-05-30T05:40:48","slug":"greenpeace-laesst-sich-durch-franzoesische-atombehoerden-nicht-mundtot-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6893\/greenpeace-laesst-sich-durch-franzoesische-atombehoerden-nicht-mundtot-machen\/","title":{"rendered":"Greenpeace l\u00e4sst sich durch franz\u00f6sische Atombeh\u00f6rden nicht mundtot machen"},"content":{"rendered":"<p><b>Wer \u00fcber Atomtransporte informiert, muss in Frankreich k\u00fcnftig mit hohen Strafen rechnen. Denn Paris hat k\u00fcrzlich ein Dekret verabschiedet, wonach jegliche Information \u00fcber nukleares Material dem Milit\u00e4rgeheimnis unterliegt. Greenpeace ist direkt von diesem Dekret betroffen und muss mit hohen Gef\u00e4ngnisstrafen rechnen. Doch die Umweltorganisation l\u00e4sst sich nicht einsch\u00fcchtern und fordert, dass Frankreich die Produktion und den Transport des hochgef\u00e4hrlichen Plutoniums einstellt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Paris. Die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden unterstellten k\u00fcrzlich s\u00e4mtliche Informationen \u00fcber nukleares Material dem Staatsgeheimnis. Dies unter dem Vorwand, die Risiken eines katastrophalen Unfalls oder einer terroristischen Attacke mindern zu wollen. In Tat und Wahrheit zielt dieses Dekret allerdings direkt auf Greenpeace. Die Umweltorganisation hat in den vergangenen Monaten beharrlich und mit diversen Aktionen auf die Gefahren der franz\u00f6sischen Plutoniumtransporte hingewiesen und die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die Risiken informiert. Die franz\u00f6sischen Beh\u00f6rden verlangen nun, dass Greenpeace die Website www.stop-plutonium.org sofort vom Netz nimmt. Greenpeace weigert sich jedoch und wehrt sich gegen diesen Maulkorb.<\/p>\n<p>Yannick Rousselet, Atom-Experte bei Greenpeace sagt dazu: &#171;Statt den \u00dcberbringer der schlechten Nachricht zum Schweigen bringen zu wollen, sollte die franz\u00f6sische Regierung lieber das Risiko selbst aus der Welt schaffen.&#187;<\/p>\n<p>Denn Fakt ist: Zwei bis dreimal pro Woche rollt ein Plutoniumtransport durch ganz Frankreich, jeweils mit genug Plutonium an Bord, um rund 30 Atomwaffen herzustellen. Von Frankreich aus wird Plutonium auch in Form von MOX-Brennelementen in die Schweiz (Atomkraftwerk Beznau) geliefert.<\/p>\n<p>Greenpeace wird trotz Strafandrohung weiterhin Informationen zu diesem Thema ver\u00f6ffentlichen. Zudem wird Greenpeace das Dekret auf juristischer Ebene bek\u00e4mpfen. Unterst\u00fctzt wird die Umweltorganisation dabei von der Medienorganisation &#171;Reporters sans fronti\u00e8res&#187; und dem unabh\u00e4ngigen renommierten Strahlenforschungsinstitut CRIIRAD.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Yannick Rousselet, Greenpeace Frankreich, 0033 (0) 6858 06559<\/p>\n<p>Eva Geel, Atomkampagne Greenpeace Schweiz 01 \/ 447 41 24<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer \u00fcber Atomtransporte informiert, muss in Frankreich k\u00fcnftig mit hohen Strafen rechnen. Denn Paris hat k\u00fcrzlich ein Dekret verabschiedet, wonach jegliche Information \u00fcber nukleares Material dem Milit\u00e4rgeheimnis unterliegt. 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