{"id":6895,"date":"2003-09-22T00:00:00","date_gmt":"2003-09-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6895\/einsprache-gegen-nasslager-im-akw-goesgen-sofortige-teilumsetzung-des-keg-gefordert\/"},"modified":"2019-05-30T07:40:51","modified_gmt":"2019-05-30T05:40:51","slug":"einsprache-gegen-nasslager-im-akw-goesgen-sofortige-teilumsetzung-des-keg-gefordert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6895\/einsprache-gegen-nasslager-im-akw-goesgen-sofortige-teilumsetzung-des-keg-gefordert\/","title":{"rendered":"Einsprache gegen Nasslager im AKW G\u00f6sgen &#8211; Sofortige Teilumsetzung des KEG gefordert"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace &#8211; SES &#8211; WWF<br \/>\nZum Ende der Einsprachefrist legen diverse Umweltorganisationen zusammen mit AnwohnerInnen beim Bundesamt f\u00fcr Energie Einsprache ein gegen das geplante Brennelement-Nasslager im Atomkraftwerk G\u00f6sgen. F\u00fcr Greenpeace, die Schweizerische Energie-Stiftung SES sowie den WWF ist es nicht akzeptabel, dass die AKW-Betreiber in ihrem Gesuch die verbesserten Schutzbestimmungen des neuen Kernenergiegesetzes KEG wegen dessen verz\u00f6gerten Inkraftsetzung ausklammern. Die Einsprechenden fordern den Bundesrat auf, die neuen Vorschriften \u00fcber den Rechtsschutz und die Grunds\u00e4tze der nuklearen Sicherheit sofort in Kraft zu setzen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Mit dem zweifachen Nein zu den beiden Atom-Vorlagen hat das Schweizer Volk am 18. Mai 2003 Ja gesagt zur Umsetzung des vom Parlament als Gegenvorschlag ausgearbeiteten neuen Kernenergiegesetz KEG. Dieses beinhaltet unter anderem eine klare Verbesserung des Rechtsschutzes und der Sicherheitsbestimmungen f\u00fcr AnwohnerInnen von Atomanlagen in der Schweiz. Es ist schlicht nicht akzeptabel, dass diese Bestimmungen bei der Projektierung eines Brennelement-Nasslagers im AKW G\u00f6sgen unterwandert werden. Das Gesuch f\u00fcr das Nasslager ist zu sistieren, und der Bundesrat ist aufgefordert, das KEG sofort teilweise in Kraft zu setzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Neben diesen Grunds\u00e4tzen verlangen die Einsprechenden den Verzicht auf den Einsatz des hochgef\u00e4hrlichen Plutonium-Uran-Brennstoffgemisches MOX, f\u00fcr den die AKW-Betreiber die Erh\u00f6hung der Zwischenlager-Kapazit\u00e4t geltend machen. Die Kommission f\u00fcr die Sicherheit der Atomanlagen (KSA) hat diese angebliche Notwendigkeit \u00fcberpr\u00fcft und kommt zum Schluss, dass \u00abdie Kapazit\u00e4t des beantragten Nasslagers im Endausbau reichlich bemessen ist\u00bb. Die KSA bef\u00fcrchtet nun, dass die Gesuchssteller die zeitliche Reichweite des neuen Nasslagers voll aussch\u00f6pfen und den kontinuierlichen Abtransport von gen\u00fcgend abgeklungenen Brennelementen zur trockenen und sichereren Zwischenlagerung im ZWILAG von W\u00fcrenlingen aufschieben k\u00f6nnten. In den Gesuchsunterlagen fehlt weiter der Nachweis, dass die geplante zus\u00e4tzliche Freisetzung von radioaktiven Stoffen keine nachteiligen Folgen f\u00fcr das Erbgut der AnwohnerInnen haben w\u00fcrde. Ausserdem weist das Gesuch ein mangelhaftes (passives) K\u00fchlsystem aus und enth\u00e4lt keine Untersuchungen zu Szenarien des Terrors, von Sabotage und Krieg.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Einsprechenden fordern den Bundesrat auf, die neuen Vorschriften \u00fcber den Rechtsschutz und die Grunds\u00e4tze der nuklearen Sicherheit unverz\u00fcglich in Kraft zu setzen. Andernfalls w\u00fcrde das Bau- und Betriebsbewilligungsverfahren f\u00fcr das Nasslager G\u00f6sgen in alter Manier durch den Bundesrat als erste und einzige Instanz entschieden &#8211; ohne jegliche Rechtsschutzm\u00f6glichkeit. Dies widerspricht rechtsstaatlichen Grunds\u00e4tzen und dem fundamentalen Menschenrecht, dass Handlungen, welche Nachbarn in ihren Grundrechten und ihrer Gesundheit beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte, durch mindestens eine Gerichtsinstanz \u00fcberpr\u00fcfbar sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace: Yves Zenger, Mediensprecher, 01 447 41 56<\/p>\n<p class=\"bodytext\">SES: Armin Braunwalder, Gesch\u00e4ftsleiter, 01 271 54 64<\/p>\n<p class=\"bodytext\">WWF Schweiz: Adrian Stiefel, Leiter Klima und Energie, 01 297 22 51, 079 253 79 90<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a title=\"Startet den Datei-Download\" href=\"http:\/\/www.typo3.greenpeace.namics.com\/?id=\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Einsprache gegen Nasslager im AKW G\u00f6sgen (download 81kb)<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace &#8211; SES &#8211; WWF Zum Ende der Einsprachefrist legen diverse Umweltorganisationen zusammen mit AnwohnerInnen beim Bundesamt f\u00fcr Energie Einsprache ein gegen das geplante Brennelement-Nasslager im Atomkraftwerk G\u00f6sgen. 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