{"id":6910,"date":"2003-05-22T00:00:00","date_gmt":"2003-05-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6910\/kein-referendum-gegen-kernenergiegesetz\/"},"modified":"2019-05-30T07:41:14","modified_gmt":"2019-05-30T05:41:14","slug":"kein-referendum-gegen-kernenergiegesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6910\/kein-referendum-gegen-kernenergiegesetz\/","title":{"rendered":"Kein Referendum gegen Kernenergiegesetz"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace, WWF und Schweizerische Energie-Stiftung (SES) starten kein Referendum gegen das Kernenergiegesetz (KEG). Sie werden ein solches auch nicht unterst\u00fctzen, falls es von andern Kreisen ergriffen wird. Die drei Umweltorganisationen halten die Streichung des kantonalen Vetorechts gegen Atomm\u00fclllager im KEG zwar nach wie vor f\u00fcr einen inakzeptablen Demokratieabbau. In der Gesamtbetrachtung enth\u00e4lt das KEG jedoch gegen\u00fcber dem alten Atomgesetz bedeutende Verbesserungen, die dem politischen Druck der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiativen zu verdanken sind. Diese Verbesserungen d\u00fcrfen jetzt nicht aufs Spiel gesetzt werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Greenpeace, WWF und SES (Schweizerische Energie-Stiftung) kritisieren das KEG insbesondere wegen der Streichung des kantonalen Vetorechtes gegen Atomm\u00fclllager in aller H\u00e4rte. Sie sind nach wie vor der Auffassung, dass es einem demokratischen Land schlecht ansteht, einem Kanton ein Atomm\u00fclllager aufzuzwingen. Die Umweltorganisationen bleiben bei ihrer Forderung, dass den Kantonen und Gemeinden nicht bloss ein unverbindliches Mitsprache-, sondern ein verbindliches Mitentscheidungsrecht zu gew\u00e4hren ist. In ihrer Gesamtbetrachtung beurteilen die drei Umweltorganisationen diesen demokratiepolitischen S\u00fcndenfall jedoch nicht als ausreichenden Grund, um gegen das KEG als ganzes das Referendum zu ergreifen. Denn der Entmachtung der Kantone stehen im KEG auch bedeutende Verbesserungen gegen\u00fcber:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Wiederaufarbeitungs-Stopp ab Juli 2006, vorerst f\u00fcr zehn Jahre, mit Verl\u00e4ngerungsoption um weitere zehn Jahre. In der Praxis wird dies zur vollst\u00e4ndigen Aufgabe der umweltverseuchenden und unwirtschaftlichen Wiederaufarbeitung f\u00fchren.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Das Referendumsrecht gegen neue Atomkraftwerke und gegen die tiefgreifende Erneuerung bestehender Atomkraftwerke, um deren Betriebszeit \u00fcberm\u00e4ssig zu verl\u00e4ngern. In der Praxis wird es somit kaum mehr m\u00f6glich sein, neue Atomkraftwerke zu bauen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Das Referendumsrecht gegen Atomm\u00fclllager: Es erm\u00f6glicht, ein Endlagerprojekt bei zweifelhafter Langzeitsicherheit auf Bundesebene zu bek\u00e4mpfen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die Unterstellung der Atomanlagen unter die Bundesgerichtsbarkeit. Dies erm\u00f6glicht, die Sicherheitsbeurteilungen der AKW-Betreiber und der Sicherheitsbeh\u00f6rde durch unser h\u00f6chstes Gericht \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">Diese Verbesserungen gegen\u00fcber dem alten Atomgesetz sind indirekte Erfolge der Initiativen \u00abStrom ohne Atom\u00bb und \u00abMoratoriumPlus\u00bb. Ohne den grossen Druck, der mit diesen Volksinitiativen aufgebaut wurde, w\u00e4ren sie niemals ins neue KEG aufgenommen worden. Greenpeace, WWF und SES wollen diese Verbesserungen auf keinen Fall aufs Spiel setzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace: Leo Scherer, Atomkampagne, 01 447 41 23, 078 720 48 36<\/p>\n<p>SES: Armin Braunwalder, Gesch\u00e4ftsleiter, 01 271 54 64<\/p>\n<p>WWF Schweiz: Adrian Stiefel, Leiter Klima und Energie, 01 297 22 51, 079 253 79 90<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace, WWF und Schweizerische Energie-Stiftung (SES) starten kein Referendum gegen das Kernenergiegesetz (KEG). Sie werden ein solches auch nicht unterst\u00fctzen, falls es von andern Kreisen ergriffen wird. 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