{"id":6912,"date":"2003-06-09T00:00:00","date_gmt":"2003-06-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6912\/entsorgung-von-schweizer-schiffen-fuer-reeder-ein-geschaeft-fuer-arbeiter-und-umwelt-toedlich\/"},"modified":"2019-05-30T07:41:17","modified_gmt":"2019-05-30T05:41:17","slug":"entsorgung-von-schweizer-schiffen-fuer-reeder-ein-geschaeft-fuer-arbeiter-und-umwelt-toedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6912\/entsorgung-von-schweizer-schiffen-fuer-reeder-ein-geschaeft-fuer-arbeiter-und-umwelt-toedlich\/","title":{"rendered":"Entsorgung von Schweizer Schiffen f\u00fcr Reeder ein Gesch\u00e4ft &#8211; f\u00fcr Arbeiter und Umwelt t\u00f6dlich"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine Delegation von Schiffsverschrottungs-Arbeitern aus Bangladesh und Greenpeace Mitarbeiter haben heute vor dem Hauptsitz der Mediterranean Shipping Company (MSC) einen Protest durchgef\u00fchrt. Anschliessend kam es zu einem Gespr\u00e4ch. Dem Schweizer Reeder geh\u00f6ren rund 200 zum Teil schrottreife Schiffe, die zur \u201eEntsorgung\u201d nach Indien oder Bangladesh verkauft werden. Zehntausende von Arbeitern m\u00fcssen sie dort buchst\u00e4blich von Hand zerlegen, wobei sie ungesch\u00fctzt krebserregenden Substanzen ausgesetzt sind. Die Umwelt-verschmutzung ist massiv. Greenpeace und die Betroffenen fordern u.a., dass die Schiffe vor der Verschrottung vollst\u00e4ndig dekontaminiert werden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Genf. W\u00e4hrend Greenpeace-Aktivisten vor dem<br \/>\nHauptsitz der MSC eine alte Schiffsglocke Sturm l\u00e4uten lassen,<br \/>\ndauern die Verhandlungen im Innern des Geb\u00e4udes an. Der Genfer<br \/>\nReeder MSC besitzt weltweit die zweitgr\u00f6sste Handelsflotte. Seit<br \/>\nJanuar 1999 liess MSC 21 riesige Containerschiffe in Alang\/Indien<br \/>\nverschrotten, ohne sie vorher zu entgiften und entzog sich damit<br \/>\nder Verantwortung f\u00fcr die Entsorgung der hochgiftigen Substanzen.<br \/>\nAsbest, Dioxine, Furane, PCBs, Schwermetalle, Schwer\u00f6l und<br \/>\nExplosionen f\u00fchren in den Schiffsfriedh\u00f6fen von Indien und<br \/>\nBangladesh zu riesigen Sch\u00e4den an Mensch und Umwelt. Das Leben von<br \/>\nsch\u00e4tzungsweise \u00fcber 100&#8217;000 Schiffverschrottungs-Arbeitern ist<br \/>\ndirekt bedroht.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Am 30. Mai besetzte Greenpeace in<br \/>\nAntwerpen\/Belgien den 31-j\u00e4hrigen Schrottfrachter MSC INSA, der<br \/>\nseither im Trockendock liegt. Am 6. und am 8. Juni verhandelte die<br \/>\nUmweltorganisation sowie die Arbeiter-Delegation aus Bangladesh wie<br \/>\ndieses Schiff vor der Verschrottung zu entgiften w\u00e4re. Aufgrund<br \/>\nihrer Marktstellung hat MSC eine besondere Verpflichtung, ihre<br \/>\nausgedienten Schiffe fachgerecht zu entsorgen. Die Delegation der<br \/>\nBetroffenen verlangt deshalb heute von MSC eine Absichtserkl\u00e4rung,<br \/>\nin Zukunft die gesamte Schiffs-Flotte vor der Verschrottung zu<br \/>\ndekontaminieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Basler Konvention verbietet den Export von<br \/>\nSonderm\u00fcll in den S\u00fcden. Die Reeder k\u00f6nnen dank einer<br \/>\nRegelungsl\u00fccke bez\u00fcglich der Verschrottung von Schiffen das Verbot<br \/>\numgehen. Greenpeace und die Betroffenen werden am Mittwoch den<br \/>\n11.6.03 bei ihrem Treffen mit den Schweizer Beh\u00f6rden darauf<br \/>\ndr\u00e4ngen, die Schliessung dieser L\u00fccke bei der Internationalen<br \/>\nMeeresorganisation IMO zu veranlassen, um f\u00fcr alle Schiffe<br \/>\nVerbindlich-keiten zu schaffen. Da in den n\u00e4chsten Jahren mit der<br \/>\nVerschrottung vieler einh\u00fclliger Tankschiffe zu rechnen ist, werden<br \/>\nsich die damit verbundenen Probleme noch versch\u00e4rfen. In einem<br \/>\nk\u00fcrzlich publizierten Bericht belegt Greenpeace dass die<br \/>\nSchiffsbesitzer durchschnittlich 3 Mio. Franken (2 Mio. Dollar) pro<br \/>\nabgewracktem Schiff erhalten. Anstatt die Gifte im Westen<br \/>\ngesetzeskonform fachgerecht und deshalb kostspielig zu entsorgen,<br \/>\nwerden sie gewinnbringend in 3.Welt-L\u00e4nder verkauft.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Chemiekampagne Greenpeace Schweiz 01\/447 41<br \/>\n31<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01\/447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Delegation von Schiffsverschrottungs-Arbeitern aus Bangladesh und Greenpeace Mitarbeiter haben heute vor dem Hauptsitz der Mediterranean Shipping Company (MSC) einen Protest durchgef\u00fchrt. Anschliessend kam es zu einem Gespr\u00e4ch. 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