{"id":6914,"date":"2003-04-27T00:00:00","date_gmt":"2003-04-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6914\/raketen-vor-der-uno-in-genf-zerstoert\/"},"modified":"2019-05-30T07:41:22","modified_gmt":"2019-05-30T05:41:22","slug":"raketen-vor-der-uno-in-genf-zerstoert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6914\/raketen-vor-der-uno-in-genf-zerstoert\/","title":{"rendered":"Raketen vor der UNO in Genf zerst\u00f6rt"},"content":{"rendered":"<p><b>Mit der Zerst\u00f6rung von \u00fcber 40 Raketenattrappen erinnert Greenpeace die Teilnehmer der Konferenz zur Nichtverbreitung von atomaren Massenvernichtungswaffen an ihre Verantwortung. Die Staaten, die im Namen der Abr\u00fcstung in den Krieg gegen den Irak gezogen sind, m\u00fcssen verbindliche Schritte zu einer echten Abr\u00fcstung tun. Das heisst, dass sie ihre rechtlichen Verpflichtungen in diesem Bereich erf\u00fcllen. Greenpeace-Aktivisten, verkleidet als \u00abInspektoren\u00bb haben eine Parade von Raketenattrappen vor dem UNO Hauptgeb\u00e4ude aufgehalten und zerst\u00f6rt. Die Raketen waren mit Flaggen der f\u00fcnf offiziellen Nuklearm\u00e4chte (USA, Russland, Grossbritannien, Frankreich und China), wie auch von Israel, Indien und Pakistan versehen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Genf. \u00abGreenpeace fordert, dass aus der Irak-Krise die richtigen Lehren gezogen werden. Die internationalen Rechtsgrunds\u00e4tze und Abkommen zur Nichtverbreitung von atomaren Massenvernichtungswaffen (Non-Proliferation-Treaty, NPT) m\u00fcssen gest\u00e4rkt und d\u00fcrfen nicht noch mehr geschw\u00e4cht werden. Millionen von Menschen sind in den vergangenen Monaten auf die Strasse gegangen. Diese wollen, dass zuk\u00fcnftige Konflikte, die wie bei der Nordkorea-Krise die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen betreffen, durch Verhandlungen, und nicht durch milit\u00e4rische Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge gel\u00f6st werden. Langfristig werden nur rechtliche Vereinbarungen, die auch universal und gerecht angewendet werden, erfolgsversprechend sein &#8211; und nicht eine unilaterale Kanonenboot-Diplomatie\u00bb, sagt William Peden, Vertreter von Greenpeace International.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Umwelt- und Friedensorganisation Greenpeace fordert, dass die NPT Konferenz die dr\u00e4ngenden Herausforderungen, welchen das NPT Regime sich gegen\u00fcber sieht, entschlossen annimmt. Die Invasion des Irak hat Fragen bez\u00fcglich der Effektivit\u00e4t der multilateralen Institutionen aufgeworfen. Nordkorea hat sich erst k\u00fcrzlich am 10. April 2003 vom Abkommen zur\u00fcckgezogen. Signifikante Fortschritte der Atomm\u00e4chte in der Abr\u00fcstungsfrage sind seitens der Atomm\u00e4chte ausgeblieben, nachdem das NPT-Abkommen 1995 auf unbestimmte Zeit verl\u00e4ngert und damit geschw\u00e4cht wurde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das NPT beinhaltet internationale Normen zur Abr\u00fcstung. 183 der 187 Mitglieder haben erkl\u00e4rt, nie nukleare Waffen zu beschaffen. Die USA und Grossbritannien haben im Namen der Abr\u00fcstung den Irak angegriffen. Sie sollten Abr\u00fcstung daheim mit gleicher \u00dcberzeugung beginnen und Israel, Indien und Pakistan unter Druck setzen, ihr Nukleararsenal aufzugeben.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abEs d\u00fcrfen keine Doublestandards bei Nuklearwaffen herrschen, ansonsten ist das NPT Regime insgesamt gef\u00e4hrdet.\u00bb, sagt Stephanie Mills, Koordinatorin der Nuklearkampagne bei Greenpeace International. \u00abDer Grundgedanke des NPT ist, dass die Atomm\u00e4chte erstens ihr Nukleararsenal abbauen. Und von den nicht-nuklearen Staaten wird verlangt, dass sie ohne Atomwaffen bleiben. Die grosse Mehrheit der L\u00e4nder h\u00e4lt sich an die Versprechen. Es ist deshalb nun Zeit, dass in den USA, Grossbritannien, Russland, China und Frankreich ebenfall abger\u00fcstet wird.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace unterst\u00fctzt folgende Forderungen an die NPT Staaten:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Staaten m\u00fcssen erkl\u00e4ren, auf milit\u00e4rische Mittel zur L\u00f6sung von Proliferationskonflikten zu verzichten und die internationalen Grunds\u00e4tze der multilateralen Rechtsverfahren einhalten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Staaten m\u00fcssen den Erstschlag mit Atomwaffen ausschliessen und rechtlich bindende Sicherheitvereinbarungen eingehen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Alle Staaten mit Nuklearwaffen m\u00fcssen sich der Zerst\u00f6rung ihrer illegalen Atomwaffen und dem Entwicklungsstopp von neuen verpflichten und der Aufwertung von bestehenden Atomwaffen entsagen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Staaten m\u00fcssen sich auf ein Verfahren f\u00fcr Notf\u00e4lle verst\u00e4ndigen, um in Zukunft schneller und effizienter auf Krisen wie den R\u00fcckzug Nordkoreas aus dem NPT reagieren zu k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die F\u00f6rderung von \u00abdual use\u00bb Technologien, insbesondere die Wiederaufbereitung und Anreicherungstechnologien, die derzeit noch von der NPT erlaubt sind, m\u00fcssen gestoppt und ein umfassendes Verbot der Produktion und Gebrauch von spaltbaren Material erreicht werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Stephanie Mills<\/p>\n<p>Greenpeace International, Nuclear Campaign Coordinator +44 780 121 29 91<\/p>\n<p>William Peden<\/p>\n<p>Greenpeace International, Disarmament Campaigner + 44 780 121 29 92<\/p>\n<p>Mike Townsley<\/p>\n<p>Greenpeace International, Nuclear Campaigner + 31 621 296 918<\/p>\n<p>Clemens Tolusso<\/p>\n<p>Greenpeace Schweiz (franz\u00f6sisch) + 41 22 741 03 64<\/p>\n<p>Cecilia Goin<\/p>\n<p>Greenpeace International Media Officer + 31 6 212 96 908<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Zerst\u00f6rung von \u00fcber 40 Raketenattrappen erinnert Greenpeace die Teilnehmer der Konferenz zur Nichtverbreitung von atomaren Massenvernichtungswaffen an ihre Verantwortung. 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