{"id":6924,"date":"2003-04-09T00:00:00","date_gmt":"2003-04-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6924\/ausstellung-im-gletschergarten-luzern-ueber-das-verschwinden-der-gletscher\/"},"modified":"2019-05-30T07:41:38","modified_gmt":"2019-05-30T05:41:38","slug":"ausstellung-im-gletschergarten-luzern-ueber-das-verschwinden-der-gletscher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6924\/ausstellung-im-gletschergarten-luzern-ueber-das-verschwinden-der-gletscher\/","title":{"rendered":"Ausstellung im Gletschergarten Luzern \u00fcber das Verschwinden der Gletscher"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Klimaerw\u00e4rmung ist allgegenw\u00e4rtig und doch schwer sichtbar. Welche dramatischen Folgen sie f\u00fcr die Alpengletscher hat, kann bis Ende September in Luzern besichtigt werden. Der Gletschergarten zeigt mit Unterst\u00fctzung von Greenpeace die Ausstellung \u00abGletscher im Treibhaus\u00bb, die von der Gesellschaft f\u00fcr \u00f6kologische Forschung aus M\u00fcnchen erstellt wurde. Alte Gletscherfotos werden mit aktuellen Aufnahmen verglichen. Informationen \u00fcber den wissenschaftlichen Stand der Kimaerw\u00e4rmung und Szenarien f\u00fcr die Zukunft erg\u00e4nzen die eindr\u00fccklichen Bilder.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Luzern. Der R\u00fcckgang der Alpengletscher<br \/>\naufgrund der Klimaerw\u00e4rmung ist dramatisch. Das belegt eine in<br \/>\nihrer Detailgenauigkeit einzigartige Fotostudie von der<br \/>\nGesellschaft f\u00fcr \u00d6kologische Forschung (G\u00d6F) aus M\u00fcnchen, die von<br \/>\nGreenpeace unterst\u00fctzt wurde. Der Vergleich alter Darstellungen mit<br \/>\nFotos der aktuellen Situation dokumentiert eindrucksvoll den<br \/>\nR\u00fcckgang der Alpengletscher. Anhand von Bildvergleichen ist zu<br \/>\nsehen, wie aus den m\u00e4chtigen Gletschern innerhalb weniger<br \/>\nJahrzehnte d\u00fcnne Rinnsale wurden. Die sorgf\u00e4ltig gestaltete<br \/>\nAusstellung wird heute er\u00f6ffnet und ist bis Ende September t\u00e4glich<br \/>\nvon 9.00 bis 18.00 Uhr im Gletschergarten Luzern, Denkmalstrasse 4,<br \/>\nzu sehen. Erg\u00e4nzt wird die Ausstellung im &#171;Glacier Museum&#187; durch<br \/>\ndas Relief der Berninagletscher und Videos \u00fcber Ver\u00e4nderungen,<br \/>\nBewegungen und Erforschung der Gletscher.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abWenn die globale Erw\u00e4rmung wie bisher<br \/>\nfortschreitet, werden die Alpengletscher gegen Ende dieses<br \/>\nJahrhunderts beinahe verschwunden sein. Wir sind Zeitzeugen des<br \/>\nschnellsten Gletscherschwundes seit Jahrtausenden\u00bb sagt<br \/>\nGreenpeace-Klimaexperte Cyrill Studer. Die Eismassen verloren seit<br \/>\nMitte des 19. Jahrhunderts bis 1975 im Durchschnitt etwa ein<br \/>\nDrittel ihrer Fl\u00e4che und die H\u00e4lfte ihres Volumens. Seitdem sind in<br \/>\nk\u00fcrzester Zeit weitere 20 bis 30 Prozent des Eisvolumens<br \/>\nabgeschmolzen. Wissenschaftler rechnen mit dem Verlust von drei<br \/>\nViertel der heutigen Alpengletscher bis zum Jahr 2050. Der<br \/>\nGletscherschwund geht einher mit der h\u00f6heren<br \/>\nKohlendioxid-Konzentration (CO2) in der Atmosph\u00e4re, die mit dem<br \/>\nVerbrauch fossiler Energien massiv zugenommen hat.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Beim Klimaschutz tragen die Industrienationen<br \/>\ndie Hauptverantwortung: Obwohl sie bloss 20% der Bev\u00f6lkerung<br \/>\nstellen, sind sie f\u00fcr 80% der Treibhausgas-Emissionen<br \/>\nverantwortlich. Die Schweiz setzt das internationale<br \/>\nKlimaschutzabkommen im Rahmen des CO2-Gesetz um. Dabei soll der<br \/>\nAusstoss des wichtigsten Treibhausgases CO2 bis im Jahre 2010<br \/>\nverglichen mit 1990 um 10% gesenkt werden. Der Verkehrssektor war<br \/>\nim Jahre 2001 f\u00fcr 30.8% der Schweizer Treibhausgas-Emissionen<br \/>\nverantwortlich und lag damit klar an der Spitze. Trotzdem werden<br \/>\nTreibstoffe wie Benzin und Diesel bloss mit einer Reduktion von 8%<br \/>\nin die Pflicht genommen. Es zeigt sich, dass auch dieses<br \/>\nbescheidene Reduktionsziel kaum erreicht wird: Der<br \/>\nTreibhausgas-Ausstoss des Verkehrs hat von 1990 bis 2000 um 13%<br \/>\nzugenommen. Umso unverantwortlicher ist es, dass sich<br \/>\nwirtschaftliche und politische Kreise, etwa mit der<br \/>\nAvanti-Initiative, f\u00fcr eine massive Kapazit\u00e4tserweiterung im<br \/>\nSchweizer Strassenverkehr einsetzen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Klimaerw\u00e4rmung ist allgegenw\u00e4rtig und doch schwer sichtbar. 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