{"id":6930,"date":"2003-04-14T00:00:00","date_gmt":"2003-04-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6930\/atommuell-fass-im-hof-des-schlosses-sargans\/"},"modified":"2019-05-30T07:41:47","modified_gmt":"2019-05-30T05:41:47","slug":"atommuell-fass-im-hof-des-schlosses-sargans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6930\/atommuell-fass-im-hof-des-schlosses-sargans\/","title":{"rendered":"Atomm\u00fcll-Fass im Hof des Schlosses Sargans"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-AktivistInnen haben heute im Hof des Schlosses Sargans ein 3 Meter hohes, giftig-gelbes Atomm\u00fcll-Fass aufgestellt. \u00abAtomm\u00fcll \u2013 wohin?\u00bb lautet die Frage. Die Atomindustrie lieb\u00e4ugelt mit dem Sarganser-Land als potenziellem Lager-Standort. Auch nach 34 Jahren Atomm\u00fcll-Produktion haben die schweizerischen AKW-Betreiber keine L\u00f6sung f\u00fcr die Entsorgung des Atomm\u00fclls. Nur mit der Annahme der beiden \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiativen am 18. Mai wird das weitere Anwachsen des riesigen Atomm\u00fcll-Berges gestoppt und die demokratische Mitentscheidung der Kantone und Gemeinden in der Bundesverfassung verankert.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Sargans. Von seinem markanten Felssporn bewacht das Schloss Sargans das Rheintal seit \u00fcber 700 Jahren. Nach der \u00dcbernahme durch die alte Eidgenossenschaft residierten 339 Jahre lang die Landv\u00f6gte auf dem Schloss. 181 V\u00f6gte beherrschten das Untertanenland bis zu seiner Befreiung im Jahr 1798. Nun droht neue Gefahr. Demn\u00e4chst k\u00f6nnten Atom-V\u00f6gte von Bern dem Sarganserland ein Atom-Endlager aufzwingen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Atomm\u00fcll ist in unserer Zeit das Gefahrengut mit der gr\u00f6ssten sch\u00e4dlichen Langzeitwirkung. Darum sollen Atomm\u00fcll-Lager tief im Boden errichtet werden. Ob sie allerdings \u00fcber eine Million Jahre dicht bleiben und die schleichende Ausbreitung der Radioaktivit\u00e4t verhindern, kann kein Mensch mit Sicherheit voraussagen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Atomm\u00fcll entsteht bei der Atomstrom-Produktion in Atomkraftwerken als unvermeidliches Abfallprodukt. Der hochradioaktive Abfall strahlt Millionen von Jahren weiter. Strahlenabf\u00e4lle sind eine grosse Gefahr f\u00fcr die nachkommenden Generationen. Je l\u00e4nger die Atomkraftwerke weiter laufen, desto gr\u00f6sser wird der Abfallberg. Die Atom-Manager wollen ihre Atomm\u00fcll-Fabriken 60 Jahre oder l\u00e4nger betreiben. Mit ihrer Aktion machen die Greenpeace-AktivistInnen darauf aufmerksam, dass mit der Annahme der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiative die Betriebsdauer auf 30 Jahre beschr\u00e4nkt und dadurch die Menge des gef\u00e4hrlichen Atomm\u00fclls auf die H\u00e4lfte vermindert w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Seit 1972 sucht die Nationale Genossenschaft f\u00fcr die Endlagerung der radioaktiven Abf\u00e4lle (Nagra) erfolglos nach Standorten f\u00fcr Atomm\u00fcll-Lager. Im M\u00e4rz 2003 strich das Parlament das Vetorecht der Kantone. Gem\u00e4ss dem neuen Kernenergiegesetz (KEG) k\u00f6nnen Berner Atom-V\u00f6gte den Lager-Standort k\u00fcnftig diktieren. Die betroffene Bev\u00f6l-kerung wird entm\u00fcndigt und kann nicht mehr demokratisch mitentscheiden. Im Sarganserland hatte die Atomm\u00fcll-Agentur der schweizerischen Atomwirtschaft drei Gemeinden auf ihrer Liste der m\u00f6glichen Standorte. Mit ihrer Aktion weisen die Greenpeace-AktivistInnen darauf hin, dass mit der Annahme der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiative das Mitentscheidungsrecht der Kantone und Gemeinden bei Atomm\u00fcll-Lagern in der Bundesverfassung verankert w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Leo Scherer, Atom-Kampagne Greenpeace 01 \/ 447 41 23 Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-AktivistInnen haben heute im Hof des Schlosses Sargans ein 3 Meter hohes, giftig-gelbes Atomm\u00fcll-Fass aufgestellt. \u00abAtomm\u00fcll \u2013 wohin?\u00bb lautet die Frage. 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