{"id":6936,"date":"2003-04-22T00:00:00","date_gmt":"2003-04-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6936\/greenpeace-stellt-atommuell-faesser-vor-das-kloster-einsiedeln\/"},"modified":"2019-05-30T07:41:57","modified_gmt":"2019-05-30T05:41:57","slug":"greenpeace-stellt-atommuell-faesser-vor-das-kloster-einsiedeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6936\/greenpeace-stellt-atommuell-faesser-vor-das-kloster-einsiedeln\/","title":{"rendered":"Greenpeace stellt Atomm\u00fcll-F\u00e4sser vor das Kloster Einsiedeln"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute haben Greenpeace-AktivistInnen vor dem Kloster Einsiedeln 40 giftig-gelbe F\u00e4sser aufgestellt und fragen: \u00abAtomm\u00fcll \u2013 wohin?\u00bb. Auch nach 34 Jahren Atomm\u00fcll-Produktion haben die schweizerischen AKW-Betreiber keine L\u00f6sung f\u00fcr die Entsorgung der radioaktiven Abf\u00e4lle. Die Atomindustrie lieb\u00e4ugelt auch mit der Innerschweiz als potenziellem Lager-Standort. Nur mit der Annahme der beiden \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiativen am 18. Mai, wird das weitere Anwachsen des riesigen Atomm\u00fcll-Berges gestoppt und die demokratische Mitentscheidung der Kantone und Gemeinden in der Bundesverfassung verankert.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Einsiedeln. Das Kloster Einsiedeln besteht schon \u00fcber 1000 Jahre. H\u00e4tten die Benediktiner-M\u00f6nche damals, als das Kloster gegr\u00fcndet wurde, Atomkraftwerke gebaut und betrieben, w\u00e4ren 97,13 % des strahlenden Abfalls &#8211; insbesondere das Plutonium &#8211; bis heute nicht zerfallen. Der t\u00e4glich anfallende Atomm\u00fcll ist das Gefahrengut mit der gr\u00f6ssten sch\u00e4dlichen Langzeitwirkung. Darum sollen Atomm\u00fcll-Lager im Boden errichtet werden. Ob sie allerdings \u00fcber eine Million Jahre dicht bleiben und die schleichende Ausbreitung der Radioaktivit\u00e4t verhindern, kann kein Mensch mit Sicherheit voraussagen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Atomm\u00fcll entsteht bei der Atomstrom-Produktion in Atomkraftwerken als unvermeidliches Abfallprodukt. Der hochradioaktive Abfall strahlt Millionen von Jahre weiter. Strahlenabf\u00e4lle sind eine grosse Gefahr f\u00fcr die nachkommenden Generationen. Je l\u00e4nger die Atomkraftwerke weiter laufen, desto gr\u00f6sser wird der Abfallberg. Die Atom-Manager wollen ihre Atomm\u00fcll-Fabriken 60 Jahre oder l\u00e4nger betreiben. Mit ihrer Aktion machen die Greenpeace-AktivistInnen darauf aufmerksam, dass mit der Annahme der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiative die Betriebsdauer auf 30 Jahre beschr\u00e4nkt und dadurch die Menge des gef\u00e4hrlichen Atomm\u00fclls auf die H\u00e4lfte vermindert w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Seit 1972 sucht die Nationale Genossenschaft f\u00fcr die Endlagerung der radioaktiven Abf\u00e4lle (Nagra) erfolglos nach Standorten f\u00fcr Atomm\u00fcll-Lager. Im M\u00e4rz 2003 strich das Parlament das Vetorecht der Kantone. Gem\u00e4ss dem neuen Kernenergiegesetz (KEG) k\u00f6nnen Berner Atom-V\u00f6gte den Lager-Standort k\u00fcnftig diktieren. Die betroffene Bev\u00f6lkerung w\u00fcrde entm\u00fcndigt und k\u00f6nnte nicht mehr demokratisch mitentscheiden. In der Innerschweiz hatte die Atomm\u00fcll-Agentur verschiedene Gemeinden als m\u00f6gliche Standorte im Auge. Mit ihrer Aktion weisen die Greenpeace-AktivistInnen darauf hin, dass mit der Annahme der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiative das Mitentscheidungsrecht der Kantone und Gemeinden bei Atomm\u00fcll-Lagern in der Bundesverfassung verankert w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Leo Scherer, Atom-Kampagne Greenpeace 078 \/ 720 48 36<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute haben Greenpeace-AktivistInnen vor dem Kloster Einsiedeln 40 giftig-gelbe F\u00e4sser aufgestellt und fragen: \u00abAtomm\u00fcll \u2013 wohin?\u00bb. 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