{"id":6938,"date":"2003-04-23T00:00:00","date_gmt":"2003-04-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6938\/wird-sich-tell-den-atom-voegten-beugen-muessen\/"},"modified":"2019-05-30T07:42:01","modified_gmt":"2019-05-30T05:42:01","slug":"wird-sich-tell-den-atom-voegten-beugen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6938\/wird-sich-tell-den-atom-voegten-beugen-muessen\/","title":{"rendered":"Wird sich Tell den Atom-V\u00f6gten beugen m\u00fcssen?"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute haben Greenpeace-AktivistInnen den Sockel des Tell-Denkmals in ein Atomm\u00fcll-Fass verwandelt und fragen: \u00abAtomm\u00fcll \u2013 wohin?\u00bb Die Gefahr ist gross, dass der Innerschweiz das nationale Atomm\u00fcll-Endlager ohne demo-kratisches Mitentscheidungsrecht untergeschoben wird. Denn, auch nach 34 Jahren Atomm\u00fcll-Produktion haben die schweizerischen AKW-Betreiber keine L\u00f6sung f\u00fcr die Entsorgung der radioaktiven Abf\u00e4lle. Nur mit der Annahme der beiden \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiativen am 18. Mai, wird das weitere Anwachsen des Atomm\u00fcll-Berges gestoppt und demokratische Mitbestimmung gew\u00e4hrleistet sein.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Altdorf. Wilhelm Tell leistete Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Willk\u00fcr. Er weigerte sich, den Gessler-Hut zu gr\u00fcssen, und wurde deswegen zum legend\u00e4ren Apfelschuss gezwungen. Kommt die Innerschweiz demn\u00e4chst in eine \u00e4hnliche Lage, wenn von Bern her die Atom-V\u00f6gte in die Talschaft Uri Einzug halten? Werden sich Kanton und Gemeinden den Atomm\u00fcll einfach unterjubeln lassen?<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Seit 1972 sucht die Nationale Genossenschaft f\u00fcr die Endlagerung der radioaktiven Abf\u00e4lle (Nagra) erfolglos nach Standorten f\u00fcr Atomm\u00fcll-Lager. Im M\u00e4rz 2003 strich das Parlament das Vetorecht der Kantone. Gem\u00e4ss dem neuen Kernenergiegesetz (KEG) k\u00f6nnen die Berner Beh\u00f6rden den Lager-Standort k\u00fcnftig diktieren. Die betroffene Bev\u00f6lkerung wird entm\u00fcndigt. In der Innerschweiz hatte die Atomm\u00fcll-Agentur mehrere Gemeinden als m\u00f6gliche Standorte im Auge. Mit ihrer Aktion weisen die Greenpeace-AktivistInnen darauf hin, dass mit der Annahme der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiative das Mitentscheidungsrecht der Kantone und Gemeinden bei Atomm\u00fcll-Lagern in der Bundesverfassung verankert w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Atomm\u00fcll entsteht bei der Atomstrom-Produktion in Atomkraftwerken als unvermeidliches Abfallprodukt. Der hochradioaktive Abfall strahlt Millionen von Jahre weiter. Strahlenabf\u00e4lle sind eine grosse Gefahr f\u00fcr die nachkommenden Generationen. Je l\u00e4nger die Atomkraftwerke weiter laufen, desto gr\u00f6sser wird der Abfallberg. Die Atom-Manager wollen ihre Atomm\u00fcll-Fabriken 60 Jahre oder l\u00e4nger betreiben. Mit ihrer Aktion machen die Greenpeace-AktivistInnen darauf aufmerksam, dass mit der Annahme der \u00abStrom ohne Atom\u00bb-Initiative die Betriebsdauer auf 30 Jahre beschr\u00e4nkt und dadurch die Menge des gef\u00e4hrlichen Atomm\u00fclls auf die H\u00e4lfte vermindert w\u00fcrde. Der t\u00e4glich anfallende Atomm\u00fcll ist das Gefahrengut mit der gr\u00f6ssten sch\u00e4dlichen Langzeitwirkung. Darum sollen Atomm\u00fcll-Lager im Boden errichtet werden. Ob sie allerdings \u00fcber eine Million Jahre dicht bleiben und die schleichende Ausbreitung der Radioaktivit\u00e4t verhindern, kann kein Mensch mit Sicherheit voraussagen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute haben Greenpeace-AktivistInnen den Sockel des Tell-Denkmals in ein Atomm\u00fcll-Fass verwandelt und fragen: \u00abAtomm\u00fcll \u2013 wohin?\u00bb Die Gefahr ist gross, dass der Innerschweiz das nationale Atomm\u00fcll-Endlager ohne demo-kratisches Mitentscheidungsrecht untergeschoben&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6938","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6938","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6938"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6938\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6938"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6938"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6938"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6938"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6938"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}