{"id":6958,"date":"2002-12-19T00:00:00","date_gmt":"2002-12-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6958\/greenpeace-und-wwf-fordern-neue-projektorganisation-fuer-die-deponie-untersuchungen-in-muttenz\/"},"modified":"2019-05-30T07:42:34","modified_gmt":"2019-05-30T05:42:34","slug":"greenpeace-und-wwf-fordern-neue-projektorganisation-fuer-die-deponie-untersuchungen-in-muttenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6958\/greenpeace-und-wwf-fordern-neue-projektorganisation-fuer-die-deponie-untersuchungen-in-muttenz\/","title":{"rendered":"Greenpeace und WWF fordern neue Projektorganisation f\u00fcr die Deponie-Untersuchungen in Muttenz"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace und WWF Region Basel fordern die Aufl\u00f6sung der Projektorganisation \u201eUntersuchung Deponien Muttenz\u201c. Grund: ein ungen\u00fcgendes Untersuchungsprogramm und ineffiziente Strukturen. Als Ersatz f\u00fcr die von der Basler chemischen Industrie dominierten und \u00fcberforderten Projektorganisation soll eine unabh\u00e4ngige, effiziente und damit kosteng\u00fcnstige Organisationsstruktur aufgebaut werden. Diese soll die von den drei Chemiem\u00fclldeponien in Muttenz ausgehende Gefahr f\u00fcr die benachbarte Trinkwasserversorgung Hard m\u00f6glichst schnell beseitigen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Basel. Heute haben Greenpeace und der<br \/>\nWWF Region Basel ihre Stellungnahme zu den geplanten<br \/>\nUn-tersuchungen zu den Muttenzer Chemiem\u00fclldeponien schriftlich<br \/>\neingereicht. Die Umweltorganisati-onen kommen darin zum Schluss:<br \/>\nDer von den Basler Chemiekonzernen Novartis, Ciba SC und Syngenta<br \/>\ndominierte Lenkungsausschuss zur Untersuchung der drei<br \/>\nChemiem\u00fclldeponien Feldre-ben, Margelacker und Rothausstrasse in<br \/>\nMuttenz hat ein ungen\u00fcgendes Untersuchungsprogramm zur Kl\u00e4rung der<br \/>\nVerschmutzung des Grundwassers vorgelegt. Dieser Meinung ist nicht<br \/>\nnur der WWF Region Basel und Greenpeace, sondern auch das Buwal.<br \/>\nGem\u00e4ss eigener Aussage h\u00e4tte die Bundes-Umweltbeh\u00f6rde die<br \/>\nPflichtenhefte zur Untersuchung der Deponien in der vorliegenden<br \/>\nForm abgelehnt.<\/p>\n<p>Wenn man die vorliegenden Pflichtenhefte so umsetzen w\u00fcrde,<br \/>\nw\u00fcrde wieder ein Jahr vergehen, ohne dass die<br \/>\nGef\u00e4hrdungsabsch\u00e4tzung entscheidend vorangekommen w\u00e4re. Ein<br \/>\nweiterer schwerwiegender Mangel: Die den Deponien benachbarte<br \/>\nTrinkwasserversorgung Hard, die rund 100&#8217;000 Menschen in Stadt und<br \/>\nAgglomeration Basel das Trinkwasser liefert, wird in den<br \/>\nPflichten-heften mit keinem Wort erw\u00e4hnt. Man weiss jedoch, dass<br \/>\nbeispielsweise bei der Deponie Feldre-bengrube, eine ehemaligen<br \/>\nKiesgrube in unmittelbarer N\u00e4he der Trinkwasserfassung, mindestens<br \/>\n13&#8217;000 Tonnen Chemieabf\u00e4lle zum Teil direkt bis ins Grundwasser<br \/>\nabgelagert wurden. Mehrere Schadstoffkonzentrationen \u00fcberschreiten<br \/>\ndie Grenzwerte der Altlastenverordnung. Die Deponien liegen alle in<br \/>\nder Grundwasserschutzzone A.<\/p>\n<p>Greenpeace und WWF Region Basel haben immer wieder auf konkrete<br \/>\nund l\u00f6sungsorientierte Schritte zur Beseitigung der Gefahr<br \/>\nbestanden. Die geplanten Untersuchungen sind jedoch unge-n\u00fcgend.<br \/>\nDass der Lenkungsausschuss trotz der Unterst\u00fctzung von fachlich<br \/>\nunbestrittenen Ex-perten ein mangelhaftes Untersuchungsprogramm<br \/>\nvorlegt, kann nach unserer Ansicht nur zwei Gr\u00fcnde haben: Er ist<br \/>\n\u00fcberfordert oder behindert mit einer bewussten Verz\u00f6gerungstaktik<br \/>\ndas Vo-rankommen der Untersuchungen bei den drei<br \/>\nChemiem\u00fclldeponien.<\/p>\n<p>Darum fordern Greenpeace und der WWF Region Basel, dass in<br \/>\nMuttenz neu ein unabh\u00e4ngiger Expertenrat gebildet wird. Der neue<br \/>\nExpertenrat, u.a. bestehend aus Hydrogeologen,<br \/>\nAnalyse-spezialisten, \u00d6ko- und Humantoxikologen sowie Juristen,<br \/>\nsoll bestimmen, wie die Chemiem\u00fcllde-ponien in Muttenz untersucht<br \/>\nwerden muss und welche Sofort- und Sanierungsmassnahmen unter<br \/>\nBer\u00fccksichtigung der Persistenz der Chemiem\u00fclldeponien notwendig<br \/>\nsind. Ebenfalls notwendig ist ein neues unabh\u00e4ngiges<br \/>\nProjektmanagement \u00e0 la &#8218;Sanierung Deponie K\u00f6lliken&#8216;, wo die<br \/>\nunabh\u00e4ngi-ge Expertenmeinung zentral ist, verbunden mit einer<br \/>\nstrikten Auskunftspflicht gegen\u00fcber NGO&#8217;s und der \u00d6ffentlichkeit.<br \/>\nNur so kann gew\u00e4hrleistet werden, dass die Expertenmeinung auch in<br \/>\nMut-tenz umgesetzt wird.<\/p>\n<p>Klar ist aber: Novartis, Syngenta und Ciba SC m\u00fcssen als<br \/>\nProblemverursacher ihre finanzielle Verantwortung wahrnehmen. Was<br \/>\nbei der jurassischen Deponie Bonfol gilt, muss auch bei den wilden<br \/>\nChemiem\u00fclldeponien in der Region Basel gelten.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Jacqueline Halder, WWF Region Basel, 079 247 13 45<\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Greenpeace Chemiekampagne, 01 447 41 31<\/p>\n<p>Vollumf\u00e4ngliche Stellungnahme via Medienabteilung 01 447 41 11<br \/>\noder unter www.greenpeace.ch<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace und WWF Region Basel fordern die Aufl\u00f6sung der Projektorganisation \u201eUntersuchung Deponien Muttenz\u201c. Grund: ein ungen\u00fcgendes Untersuchungsprogramm und ineffiziente Strukturen. 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