{"id":6962,"date":"2003-01-16T00:00:00","date_gmt":"2003-01-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6962\/irren-ist-menschlich-laut-studie-besonders-grosses-gefahrenpotenzial-in-atomkraftwerken\/"},"modified":"2019-05-30T07:42:40","modified_gmt":"2019-05-30T05:42:40","slug":"irren-ist-menschlich-laut-studie-besonders-grosses-gefahrenpotenzial-in-atomkraftwerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6962\/irren-ist-menschlich-laut-studie-besonders-grosses-gefahrenpotenzial-in-atomkraftwerken\/","title":{"rendered":"Irren ist menschlich \u2013 Laut Studie besonders grosses Gefahrenpotenzial in Atomkraftwerken"},"content":{"rendered":"<p><b>Gegen menschliches Versagen in Atomkraftwerken ist kein Kraut gewachsen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie, welche das deutsche \u00d6ko-Institut im Auftrag von Greenpeace verfasst hat. An der heutigen Pressekonferenz pr\u00e4sentierte Greenpeace zudem eine neue Website zum Thema. In letzter Zeit ist die Welt ein paar mal haarscharf an einem Atomunfall vorbeigekommen. Menschliches Versagen im AKW ist jederzeit auch in der Schweiz m\u00f6glich \u2013 denn Irren ist menschlich und nicht vermeidbar.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Wir alle kennen das Gef\u00fchl aus dem Alltag &#8211; Hoppla, da ist was schiefgelaufen. Sei es, dass man die Brille im K\u00fchlschrank verlegt oder den Pulli in der Waschmaschine geschrumpft hat. Irren ist menschlich. In Atomkraftwerken allerdings k\u00f6nnen menschliche Fehlhandlungen katastrophale Auswirkungen haben f\u00fcr Hunderttausende von Menschen. Bislang wurde das Thema erst hinter verschlossenen T\u00fcren diskutiert. Jetzt hat das \u00d6ko-Institut Darmstadt erstmals eine aktuelle Studie aus kritischer Sicht erstellt. Mit besorgniserregenden Resultaten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Studie kommt zum Schluss, dass der menschliche Faktor \u00abin unzul\u00e4ssiger Weise\u00bb vernachl\u00e4ssigt werde. Die quantitativen Verfahren, welche die Schweizer Beh\u00f6rden anwenden, um die Sicherheit einer Anlage zu erfassen, seien ungen\u00fcgend. Bessere Verfahren sind allerdings nicht in Sicht. Denn, so Stephan Kurth (1), Mitautor der Studie: \u00abDie Schwierigkeit besteht darin, dass nicht vorhergesagt werden kann, wann, wo und in welcher Kombination Fehler auftreten.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das bedeutet: Die Schweizer Atomkraftwerke als sicher einzusch\u00e4tzen ist Augenwischerei &#8211; das wahre Risiko kennt niemand. Sicher ist: Human Factor stellt gem\u00e4ss der Studie \u00abein wesentliches Risiko der Kernkraftwerke\u00bb dar. Bei den bekannten Unf\u00e4llen mit z.T. katastrophalen Folgen war Human Factor wesentlich an den Ursachen beteiligt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Studie zeigt eindr\u00fccklich auf: Menschliches Fehlverhalten l\u00e4sst sich nicht beherrschen &#8211; zu vielf\u00e4ltig sind die M\u00f6glichkeiten von Irrt\u00fcmern, Fehlern und Regelverletzungen. Dies belegt auch die neue Website www.risikofaktormensch.ch, die eine lange Liste auff\u00fchrt von Unf\u00e4llen, Beinahe-Katastrophen, Sabotageakten, Fehlern aus Unwissen, Nachl\u00e4ssigkeit, \u00dcberforderung, Managementl\u00fcgen, Vertuschung und Verharmlosungen. Eva Geel von der Greenpeace-Atomkampagne sagt: \u00abEs ist erschreckend, wie h\u00e4ufig menschliche Fehlhandlungen in Atomkraftwerken geschehen. Nur mit viel Gl\u00fcck sind wir in j\u00fcngster Zeit einem atomaren Unfall entgangen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Fachwelt ist sich einig: Menschliches Versagen in Atomkraftwerken wird &#8211; zum Beispiel wegen zunehmenden Kostendrucks &#8211; weiter zunehmen. Dies zeigt die Statistik auch f\u00fcr die Schweiz. \u00abBis jetzt haben wir Gl\u00fcck gehabt,\u00bb sagt Eva Geel, \u00abdie Frage ist nur, wie lange noch.\u00bb Greenpeace fordert deshalb, die Atomkraftwerke geordnet abzustellen und damit das ungeheure Katastrophenpotential aus der Welt zu schaffen. Derweil bleibt zu hoffen, dass uns das Gl\u00fcck bis dahin treu bleibt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">(1) &#8211; Stephan Kurth ist Mitglied im technischen Ausschuss Anlagensicherheit beim Bundesministerium f\u00fcr Umwelt. Er ist weiter berufen in den Unterausschuss f\u00fcr Reaktorbetrieb in der deutschen Reaktorssicherheitskommission.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Eva Geel, Atomkampagne Greenpeace Schweiz 01\/447 41 24 Greenpeace-Medienabteilung 01\/447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen menschliches Versagen in Atomkraftwerken ist kein Kraut gewachsen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie, welche das deutsche \u00d6ko-Institut im Auftrag von Greenpeace verfasst hat. An der heutigen Pressekonferenz&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6962","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6962","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6962"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6962\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6962"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6962"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6962"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6962"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6962"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}