{"id":6966,"date":"2003-01-20T00:00:00","date_gmt":"2003-01-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6966\/giftmuell-aus-bhopal-fuer-dow-hier-habt-ihr-euren-dreck\/"},"modified":"2019-05-30T07:42:47","modified_gmt":"2019-05-30T05:42:47","slug":"giftmuell-aus-bhopal-fuer-dow-hier-habt-ihr-euren-dreck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6966\/giftmuell-aus-bhopal-fuer-dow-hier-habt-ihr-euren-dreck\/","title":{"rendered":"Giftm\u00fcll aus Bhopal f\u00fcr Dow &#8211; Hier habt ihr euren Dreck!"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute morgen haben Greenpeace-Aktivisten vor dem Europa-Hauptsitz der Dow Chemical in Horgen F\u00e4sser mit gef\u00e4hrlichem Giftm\u00fcll aus Bhopal abgeladen und zur sicheren Entsorgung \u00fcbergeben. Ein bemannter Greenpeace-Heissluftballon in Form einer Weltkugel mit der Aufschrift \u00abClean up toxic mess!\u00bb wird derzeit noch von der Polizei am Start zum Flug \u00fcber das Dow-Gel\u00e4nde gehindert. Heute morgen verhinderte der Basler Zoll die Einfuhr einer weiteren Giftladung aus Bhopal. Konfisziert mit Verdacht auf Sonderm\u00fcll, lautete das Verdikt. Auf dem Gel\u00e4nde der stillgelegten Katastrophenfabrik in Bhopal liegen jedoch seit 1984 Abertonnen von ungesicherten Pestizidabf\u00e4llen herum und verseuchen t\u00e4glich Mensch und Umwelt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Horgen\/Basel. Der in F\u00e4sser sicher verpackte<br \/>\nGiftm\u00fcll aus der Katastrophenfabrik in Bhopal wurde von den 30<br \/>\nGreenpeace-Aktivisten direkt vor dem Geb\u00e4ude des Europa-Hauptsitzes<br \/>\nvon Dow in Horgen abgeladen und den Verantwortlichen zur sicheren<br \/>\nEntsorgung \u00fcbergeben. Die 18 F\u00e4sser stehen f\u00fcr die 18-j\u00e4hrige<br \/>\nLeidensgeschichte der Menschen in Bhopal. Zusammen mit dem Giftm\u00fcll<br \/>\nerhielt Dow eine Anleitung zur Totalsanierung der monstr\u00f6sen<br \/>\nAltlast in Bhopal. Fordernde Trommelschl\u00e4ge auf Metallf\u00e4ssern<br \/>\nbegleiteten die \u00dcbergabe. Beim Giftm\u00fcll handelt es sich um ein<br \/>\nGemisch von rund 300 Kilogramm hochgef\u00e4hrlicher Pestizidabf\u00e4lle &#8211;<br \/>\ndarunter das damals in Bhopal hergestellte Pestizid Sevin sowie das<br \/>\nProdukt BHC (eine Mixtur aus toxischen Chemikalien, welche<br \/>\nNervensystem-, Nieren- und Lebersch\u00e4digungen hervorrufen und von<br \/>\nschwangeren Frauen auf das ungeborene Kind \u00fcbergehen kann). Die<br \/>\nBasler Zollbeh\u00f6rden sahen sich gezwungen, das Material aufgrund<br \/>\nseiner Toxizit\u00e4t zu konfiszieren<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Im Hinblick auf das kommende World Economic<br \/>\nForum (WEF) in Davos meint Ganesh Nochur von Greenpeace Indien, der<br \/>\nin in Horgen vor Ort ist: \u00abKonzerne wie Dow machen weltweit<br \/>\nGesch\u00e4fte und Profite, aber sie werden nicht zur Verantwortung<br \/>\ngezogen f\u00fcr ihre sch\u00e4digenden T\u00e4tigkeiten. Solange weltweite<br \/>\nUnternehmenshaftung nicht verbindlich ist, werden weitere<br \/>\nVerbrechen wie in Bhopal begangen werden. Wir brauchen keinen<br \/>\nPR-gesch\u00f6nten Small Talk \u00fcber Vertrauen und Verantwortung, sondern<br \/>\nkonkrete Taten.\u00bb Greenpeace wird am Public Eye on Davos sowie am<br \/>\nWorld Social Forum (WSF) in Porto Allegre teilnehmen und eine<br \/>\nverbindliche Haftungsregelung f\u00fcr multinationale Konzerne fordern.<br \/>\nZiel von Greenpeace ist es, ein internationales Rechtssystem, das<br \/>\nUnternehmen f\u00fcr ihre Sch\u00e4den an Mensch und Umwelt weltweit haftbar<br \/>\nmacht, zu realisieren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">An den Folgen der schlimmsten Chemiekatastrophe<br \/>\nder Welt, von Bhopal im Jahre 1984, sind bis heute \u00fcber 20&#8217;000<br \/>\nMenschen gestorben und rund 150&#8217;000 \u00dcberlebende lebenslang krank.<br \/>\nDie stillgelegte Todesfabrik und monstr\u00f6se Altlast vergiftet bis<br \/>\nheute Boden und Trinkwasser der Region. Doch weder Dow noch die<br \/>\nindische Regierung zeigen sich f\u00fcr die Sanierung der Altlast und<br \/>\nEntsch\u00e4digung der Opfer verantwortlich &#8211; und dies obwohl neuste<br \/>\ngerichtliche Ver\u00f6ffentlichungen bis anhin vertraulicher Dokumente<br \/>\nbelegen, dass sich die damalige Union Carbide, welche 2001 von Dow<br \/>\naufgekauft wurde, der toxischen Problematik in Indien v\u00f6llig<br \/>\nbewusst war. Greenpeace und die \u00dcberlebenden-Organisationen der<br \/>\n\u00abInternational Campaign for Justice in Bhopal\u00bb fordern von Dow die<br \/>\nvollst\u00e4ndige Sanierung des verseuchten Fabrikge-l\u00e4ndes in Bhopal,<br \/>\nmedizinische und finanzielle Wiedergutmachung f\u00fcr die \u00dcberlebenden<br \/>\nder Katastrophe, eine Garantie f\u00fcr medizinische Langzeitversorgung<br \/>\nsowie sauberes Trinkwasser f\u00fcr alle Betroffenen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Ganesch Nochur, Kampagnendirektor Greenpeace Indien in Horgen<br \/>\n079 480 19 74<\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Chemiekampagne Greenpeace Schweiz in Horgen<br \/>\n01 447 41 31<\/p>\n<p>Medienabteilung Greenpeace Schweiz 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen haben Greenpeace-Aktivisten vor dem Europa-Hauptsitz der Dow Chemical in Horgen F\u00e4sser mit gef\u00e4hrlichem Giftm\u00fcll aus Bhopal abgeladen und zur sicheren Entsorgung \u00fcbergeben. 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