{"id":6976,"date":"2003-01-30T00:00:00","date_gmt":"2003-01-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6976\/risikofaktor-mensch-schlamperei-sabotage-und-schildbuergerstreiche-in-atomkraftwerken\/"},"modified":"2019-05-30T07:43:04","modified_gmt":"2019-05-30T05:43:04","slug":"risikofaktor-mensch-schlamperei-sabotage-und-schildbuergerstreiche-in-atomkraftwerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6976\/risikofaktor-mensch-schlamperei-sabotage-und-schildbuergerstreiche-in-atomkraftwerken\/","title":{"rendered":"Risikofaktor Mensch: Schlamperei, Sabotage und Schildb\u00fcrgerstreiche in Atomkraftwerken"},"content":{"rendered":"<p><b>Irren ist menschlich. Sei es, dass wir die Brille im K\u00fchlschrank lagern, dass ein Vegetarier beim Joggen von einer Lammkeule umgehauen wird oder dass ein Einbrecher am Tatort seinen Lebenslauf liegen l\u00e4sst. Im privaten Leben ist das meistens einfach nur \u00e4rgerlich oder peinlich. Versagen aber Operateure in einem Atomkraftwerk, wird es schnell gef\u00e4hrlich. Dass wir einige Male haarscharf an der Katastrophe vorbeigeschrammt sind, zeigt die neue Website zum Thema \u00abHoppla\u00bb &#8211; eine erstaunliche Liste von menschlichen Fehlleistungen inner- und ausserhalb von Atomkraftwerken. Greenpeace hat heute mit einer Licht-Projektion am K\u00fchlturm vom AKW Leibstadt darauf aufmerksam gemacht.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Der zust\u00e4ndige Leibstadt-Verantwortliche bei der HSK, Friedrich Kaufmann, zeigte sich letztes Jahr zuversichtlich: \u00abLeibstadt ist nun sensibilisiert. Da wird es fr\u00fchestens in drei Jahren wieder brennen.\u00bb Grund dieser beruhigenden T\u00f6ne: In Leibstadt herrschte Personalmangel, Mitarbeiter blieben bis zu zehn Tagen und mehr auf Schicht &#8211; ohne einen Ruhetag. Das hatte zur Folge, dass die Angestellten nicht mehr motiviert waren; die Schlampereien h\u00e4uften sich und gipfelten in der F\u00e4lschung von Sicherheitsprotokollen. Wegen zunehmendem Kostendruck wird sich dieses Problem in n\u00e4chster Zeit versch\u00e4rfen. Mit einer Licht-Projektion hat Greenpeace heute in Leibstadt auf die grosse Gefahr von menschlichen Faktoren in Atomkraftwerken hingewiesen.<\/p>\n<p>Andere unglaubliche Beispiele aus den Gesellschaften mit unbeschr\u00e4nktem Risiko: Der US-Reaktor Millstone Point musste abgeschaltet werden, weil bei der j\u00e4hrlichen Pr\u00fcfung acht von insgesamt 20 Operateuren und Managern durchgefallen waren. In einem anderen US-AKW musste ein Angestellter vor Gericht, weil er den Wasserk\u00fchler in der Kantine mit radioaktivem Wasser versetzt hat. Und im franz\u00f6sischen AKW Blayais hatte jemand ein halbes Kilo Kochsalz in den Sekund\u00e4rkreislauf des Reaktors gesch\u00fcttet. Kochsalz beschleunigt Korrosion und gef\u00e4hrdet die Sicherheit der Anlage.<\/p>\n<p>Dies sind nur wenige Bespiele aus der neuen Greenpeace-Website <a href=\"http:\/\/www.risikofaktormensch.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.risikofaktormensch.ch<\/a>, die viele F\u00e4lle von gef\u00e4hrlichen Pleiten, Pechsituationen und Pannen in Atomkraftwerken (auch der Schweiz) sowie harmlosen \u00abAlltags-Hopplas\u00bb dokumentiert. Wer sich ein Bild machen will, was die Angestellten in der Atomindustrie so alles anstellen, ist herzlich eingeladen, die neue Website zu besuchen und sich mit dem Newsletter auf dem Laufenden zu halten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"external-link-new-window\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.risikofaktormensch.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Risikofaktormensch.ch &#8211; Die Action Site zum Thema<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irren ist menschlich. 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