{"id":6978,"date":"2002-11-14T00:00:00","date_gmt":"2002-11-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6978\/us-nahrungsmittel-mit-genmanipulierten-pharma-pflanzen-verseucht\/"},"modified":"2019-05-30T07:43:06","modified_gmt":"2019-05-30T05:43:06","slug":"us-nahrungsmittel-mit-genmanipulierten-pharma-pflanzen-verseucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6978\/us-nahrungsmittel-mit-genmanipulierten-pharma-pflanzen-verseucht\/","title":{"rendered":"US-Nahrungsmittel mit genmanipulierten \u00abPharma-Pflanzen\u00bb verseucht"},"content":{"rendered":"<p><b>Umgang mit Feldversuchen in der Schweiz muss neu \u00fcberdacht werden<\/p>\n<p>Die amerikanische Landwirtschaftsbedh\u00f6rde USDA hat 15&#8217;000 Tonnen Soja unter Quarant\u00e4ne gestellt, da eine Kontamination mit Gentech-Mais aus einem Freisetzungsversuch festgestellt wurde. Dabei handelte es sich um eine Pflanze, die durch Genmanipulation einen Stoff f\u00fcr die Pharmaindustrie produziert. Die genaue Beschaffenheit dieser Gentech-Pflanze wurde von den Beh\u00f6rden bislang nicht bekanntgegeben, es wird jedoch vermutet, dass der Mais das Protein Trypsin produziert, das zur Herstellung von Insulin dienen soll. Fest steht, dass dieser Gentech-Mais nicht f\u00fcr die Lebensmittelproduktion zugelassen ist. Der neue Skandal zeigt die Gef\u00e4hrlichkeit von Feldversuchen und sollte auch die Schweizer Beh\u00f6rden endlich zum Handeln bewegen: Nicht strengere Auflagen, sondern ein Freisetzungsstopp ist jetzt gefordert.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Washington. Kurz nachdem vom Schweizer Nationalrat eine \u00e4usserst l\u00f6chrige Gen-Lex verabschiedet und vom UVEK gr\u00fcnes Licht f\u00fcr einen Freisetzungsversuch mit Gentech-Pflanzen erteilt wurde, l\u00e4sst ein neuer Verschmutzungsskandal mit Gentech-Pflanzen in den USA aufhorchen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die in Texas ans\u00e4\u00dfige Firma Prodigene hatte vergangenes Jahr auf einem Feld in Nebraska den Chemikalien produzierenden Gentech-Mais angebaut. Diesen Herbst wurde auf dem selben Acker Soja geerntet. Offensichtlich sind letztj\u00e4hrige Samen des Gentech-Mais dieses Jahr aufgegangen und haben so die Soja-Ernte verunreinigt. Die Ernte wurde in der Folge mit 15&#8217;000 Tonnen Soja im Lagerhaus vermischt. Prodigene sowie die Saatgut-Tochter Stauffer Seeds (mit Sitz in Nebraska) setzen auf die Produktion von Medikamenten und anderen Chemikalien mittels genmanipulierter Pflanzen. Die Gentech-Firma w\u00e4re durch Auflagen der Beh\u00f6rde verpflichtet gewesen, s\u00e4mtliche Pflanzen aus dem letzten Jahr zu vernichten, was sie offensichtlich nicht getan hat. Nun ist bekannt geworden, dass amerikanische Beh\u00f6rden bereits im September in Iowa 62 Hektaren Gentech-Pflanzen vernichten liessen, weil die Gefahr der unkontrollierten Ausbreitung bestand.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bruno Heinzer, Greenpeace Gentechnik-Experte, kommentiert die Fakten wie folgt: &#171;Wer genmanipulierte Pflanzen in die Umwelt ausbringt, der muss damit rechnen, dass sie sich unkontrolliert ausbreiten. Das aktuelle Beispiel aus den USA reiht sich nahtlos in die Liste gleichrangiger Probleme wie Starlink-Mais oder Gentech-Raps in Kanada ein. In den USA wurden in der letzten Dekade mehrere hunderte Versuche mit Gentech-Pflanzen gemacht, die chemische oder pharmazeutische Hilfsmittel produzieren. Der Gentechanbau ger\u00e4t ausser Kontrolle. Zwingende Konsequenz auch f\u00fcr die Schweiz ist deshalb: nicht strengere Auflagen, sondern ein Freisetzungsstopp&#187;.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kontakt: Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 \/ 400 88 31 Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Umgang mit Feldversuchen in der Schweiz muss neu \u00fcberdacht werden Die amerikanische Landwirtschaftsbedh\u00f6rde USDA hat 15&#8217;000 Tonnen Soja unter Quarant\u00e4ne gestellt, da eine Kontamination mit Gentech-Mais aus einem Freisetzungsversuch festgestellt&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6978","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6978"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6978\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6978"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6978"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}