{"id":6992,"date":"2002-10-08T00:00:00","date_gmt":"2002-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6992\/giftalarm-in-den-hochalpen-neue-dauergifte-pops-erreichen-laut-greenpeace-studie-entlegene-regionen\/"},"modified":"2019-05-30T07:43:30","modified_gmt":"2019-05-30T05:43:30","slug":"giftalarm-in-den-hochalpen-neue-dauergifte-pops-erreichen-laut-greenpeace-studie-entlegene-regionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6992\/giftalarm-in-den-hochalpen-neue-dauergifte-pops-erreichen-laut-greenpeace-studie-entlegene-regionen\/","title":{"rendered":"Giftalarm in den Hochalpen: Neue Dauergifte (POPs) erreichen laut Greenpeace-Studie entlegene Regionen"},"content":{"rendered":"<p><b>Giftige und schwer abbaubare Chemikalien gelangen bis in die Hochalpen und belasten selbst Fische in abgelegenen Hochgebirgsseen. Dies belegt eine neue Greenpeace-Studie, f\u00fcr die weltweit erstmals Hochgebirgs-Tiere auf neue Dauergifte, so genannte POPs (persistent organic pollutants), untersucht wurden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Hamburg\/Z\u00fcrich. Greenpeace fand die Dauergifte<br \/>\nin Fischen (Bergsaiblingen) aus dem 2800 Meter hoch gelegenen<br \/>\nSchwarzsee ob S\u00f6lden in den \u00f6sterreichischen \u00d6tztaler Alpen, dem<br \/>\nh\u00f6chsten europ\u00e4ischen See, in dem noch Fische leben. Das Wasser im<br \/>\nSee stammt ausschliesslich von den benachbarten Berggipfeln.<br \/>\nSchadstoffe gelangen v\u00f6llig oder \u00fcberwiegend \u00fcber die Atmosph\u00e4re in<br \/>\ndas Gew\u00e4sser. Die in den Fischen gemessenen Giftkonzentrationen<br \/>\nbetrugen bei einzelnen POPs bis zu 911 Mikrogramm pro Kilogramm<br \/>\nFettgewebe. Die neuen Dauergifte, wie bromierte Flammschutzmittel,<br \/>\nPhthalat-Weichmacher und Chlorparaffine gef\u00e4hrden zusammen mit<br \/>\nschon verbotenen Dauergiften wie DDT, Toxaphen und PCBs die Tiere<br \/>\nin den Hochgebirgen sowie wichtige Quellgebiete f\u00fcr die<br \/>\nTrinkwasserversorgung.<\/p>\n<p>\u00abGerade bei Hochgebirgen, die fernab von St\u00e4dten und<br \/>\nChemieanlagen liegen, erwarten wir reine und unber\u00fchrte Natur\u00bb,<br \/>\nsagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. \u00abDoch<br \/>\nbesonders diese Regionen werden stark mit Dauergiften belastet. Die<br \/>\nChemie ist ausser Kontrolle, sie verseucht den ganzen Kontinent bis<br \/>\nzu den h\u00f6chsten Berggipfeln. Im internationalen Jahr der Berge muss<br \/>\nman f\u00fcr die Alpen Giftalarm geben.\u00bb<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Chemieunternehmen stellen die neuen Dauergifte her.<br \/>\nNachdem im letzten Jahr zw\u00f6lf alte Dauergifte weltweit verboten<br \/>\nwurden, produziert die Chemiebranche inzwischen neue Stoffe, die<br \/>\nebenso gef\u00e4hrlich sind. Sie werden \u00fcber den Effekt der \u00abGlobalen<br \/>\nDestillation\u00bb in die kalten Regionen der Erde transportiert: Die<br \/>\nGiftstoffe verdunsten in w\u00e4rmeren Regionen, wandern in der<br \/>\nAtmosph\u00e4re und frieren \u00fcber kalten Gebieten aus, wo sie mit Schnee<br \/>\nniedergehen. In den Hochgebirgen steigt dabei die Belastung von<br \/>\nSchnee, Gebirgsseen, Pflanzen und Tieren mit der H\u00f6he und sinkender<br \/>\nTemperatur. Die Dauergifte bauen sich in der K\u00e4lte besonders<br \/>\nlangsam ab und reichern sich stark in der Nahrungskette an.<\/p>\n<p>Bromierte Flammschutzmittel werden in Elektroger\u00e4ten und<br \/>\nBauprodukten eingesetzt, Phthalate sind Weichmacher in<br \/>\nPVC-Produkten. Chlorparaffine in Dichtungsmassen und<br \/>\nKabelummantelungen ersetzen die verbotenen PCBs. Diese Chemikalien<br \/>\ngelten als Krebs erregend, hormonell wirksam und sch\u00e4dlich f\u00fcr die<br \/>\nFortpflanzung. Greenpeace fordert ein internationales Verbot f\u00fcr<br \/>\nneue Dauergifte. Zudem muss die EU im Rahmen des neuen<br \/>\nChemikalienrechts eine Zulassungspflicht f\u00fcr gef\u00e4hrliche Stoffe<br \/>\neinf\u00fchren. Zur Zeit muss ein neuer Stoff lediglich angemeldet<br \/>\nwerden. Die Schweiz bewirbt sich um den st\u00e4ndigen Sekretariatssitz<br \/>\nder Stockholmer-Konvention, der Basler Konvention und der<br \/>\nPIC-Konvention. Sie ist aufgefordert, die Verbotsliste der<br \/>\nnationalen Gesetzgebung auf alle neuen POPs sowie alle sch\u00e4dlichen<br \/>\nSubstanzen zu erweitern.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kontakt: Manfred Krautter, Greenpeace<br \/>\nDeutschland 0049 \/ 40 30618 358 Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447<br \/>\n41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Giftige und schwer abbaubare Chemikalien gelangen bis in die Hochalpen und belasten selbst Fische in abgelegenen Hochgebirgsseen. 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