{"id":6996,"date":"2002-10-20T00:00:00","date_gmt":"2002-10-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6996\/5-minuten-von-dow-fuer-20000-tote-150000-opfer-und-eine-verseuchte-fabrik\/"},"modified":"2019-05-30T07:53:31","modified_gmt":"2019-05-30T05:53:31","slug":"5-minuten-von-dow-fuer-20000-tote-150000-opfer-und-eine-verseuchte-fabrik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6996\/5-minuten-von-dow-fuer-20000-tote-150000-opfer-und-eine-verseuchte-fabrik\/","title":{"rendered":"5 Minuten von Dow f\u00fcr 20&#8217;000 Tote, 150&#8217;000 Opfer und eine verseuchte Fabrik"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach viert\u00e4gigem Warten vor dem Dow Hauptsitz in Horgen wurden zwei Bhopal \u00dcberlebende und zwei Greenpeace Vertreter von L. Respini, Dow Chef Europa, empfangen. Genau f\u00fcnf Minuten Zeit hatte er. Er stritt alle Verantwortung ab und war zu einem wirklichen Gespr\u00e4ch nicht bereit. Champadevi Shukla, \u00dcberlebende von Bhopal und Praney Sharma, lokaler Aktivist versuchten ihm die tagt\u00e4gliche Trag\u00f6die Bhopals zu erl\u00e4utern. Sie wiesen darauf hin, dass Dow Chemical ihre juristische und moralische Verpflichtung wahrnehmen m\u00fcsse, um dem Leiden in Bhopal ein Ende zu setzen. Die Delegation, zu der auch Ganesh Nochur, Leiter der Greenpeace Chemiekampagne in Indien und Kaspar Schuler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace Schweiz angeh\u00f6rten, erkl\u00e4rte, dass Dow Chemical sich t\u00e4usche, wenn sie glaube, sich so einfach aus der Verantwortung stehlen zu k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Champadevi Shukla und Pranay Sharma aus Bhopal<br \/>\nhatten f\u00fcr Luciano Respini einen Besen mitgebracht, um damit<br \/>\nsymbolisch zu zeigen, dass in Bhopal aufger\u00e4umt, Entsch\u00e4digung<br \/>\ngeleistet und den kranken Menschen medizinisch geholfen werden<br \/>\nmuss. Er war nicht bereit den Besen entgegenzunehmen. Seit Freitag<br \/>\nhaben die \u00dcberlebenden aus Bhopal zusammen mit Greenpeace<br \/>\nAktivisten bei Wind und Regen vor verschlossenen Toren ausgeharrt.<br \/>\nLuciano Respini, war bis heute Montag nicht bereit, die<br \/>\n\u00fcberlebenden Bhopal-Opfer zu sprechen oder sie mit den<br \/>\nDow-Mitarbeitern in Kontakt treten zu lassen. Stattdessen wollte<br \/>\nDow sie und die Greenpeace-Aktivisten am Freitag r\u00e4umen und auch<br \/>\nnoch strafrechtlich verfolgen lassen.<\/p>\n<p>Zur R\u00e4umung des friedlichen Protests kam es dank der Vermittlung<br \/>\nder Gemeinde Horgen nicht. W\u00e4hrend dieser drei Tagen haben sich die<br \/>\nBhopalopfer bem\u00fcht, mit der Horgener Gemeinde in Kontakt zu treten.<br \/>\nGemeindepr\u00e4sident Walther Bosshard hatte grosses Verst\u00e4ndnis f\u00fcr<br \/>\ndie menschliche Trag\u00f6die der Bhopal-\u00dcberlebenden und bot ihnen<br \/>\nsogar Unterkunft an. Er sah sich aber nicht in der Lage, bei Dow<br \/>\nf\u00fcr die Anliegen der Opfer einzutreten. Allerdings zeigte er sich<br \/>\nbereit, eine vermittelnde Rolle einzunehmen und bot f\u00fcr ein<br \/>\nGespr\u00e4ch zwischen Dow und den Bhopal-Opfern die R\u00e4umlichkeiten des<br \/>\nGemeindehauses an.<\/p>\n<p>Die Opfer aus Bhopal haben die reformierte Kirchgemeinde<br \/>\nangefragt, am Gottesdienst von gestern Sonntag teilzunehmen, um von<br \/>\nihrem menschlichen Leid zu berichten. Die Verantwortlichen der<br \/>\nKirchgemeinde lehnten dies ab. Herr Hersche, Pr\u00e4sident der<br \/>\nKirchepflege, stattete allerdings den Bhopal-Opfern vor dem Dow<br \/>\nHaupsitz einen Besuch ab und bot ebenfalls eine vermittelnde Hilfe<br \/>\nan. Champadevi Shukla, Pranay Sharma und Greenpace Aktivisten<br \/>\nfreuten sich \u00fcber das grosse Interesse und die Anteilnahme der<br \/>\nNachbarschaft und der Passanten.<\/p>\n<p>Solange Dow weiterhin den Dialog verweigert und das Problem<br \/>\nnicht l\u00f6st, werden die ICJB und Greenpeace alle erdenklichen<br \/>\nfriedlichen Mittel ergreifen, um Gerechtigkeit f\u00fcr Bhopal<br \/>\neinzufordern. Greenpeace und die Organisationen der<br \/>\nBhopal-\u00dcberlebenden fordern von DOW:<\/p>\n<p class=\"bodytext\">1. Die vollst\u00e4ndige Sanierung des verseuchten<br \/>\nFabrikgel\u00e4ndes in Bhopal.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">2. Medizinische und finanzielle<br \/>\nWiedergutmachung f\u00fcr die \u00dcberlebenden der Katastrophe.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">3. Garantierte medizinische Langzeitversorgung<br \/>\nund sauberes Trinkwasser f\u00fcr alle Betroffenen<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Chemikampagne Greenpeace &#8211; 01 447 41 31<\/p>\n<p>Medienabteilung &#8211; 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach viert\u00e4gigem Warten vor dem Dow Hauptsitz in Horgen wurden zwei Bhopal \u00dcberlebende und zwei Greenpeace Vertreter von L. Respini, Dow Chef Europa, empfangen. Genau f\u00fcnf Minuten Zeit hatte er.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6996","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6996","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6996"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6996\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6996"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6996"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6996"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6996"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6996"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}