{"id":6998,"date":"2002-09-16T00:00:00","date_gmt":"2002-09-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6998\/neue-studie-zeigt-anbau-von-gentech-pflanzen-fuehrt-zu-einem-oekologischen-und-oekonomischen-desaster\/"},"modified":"2019-05-30T07:53:34","modified_gmt":"2019-05-30T05:53:34","slug":"neue-studie-zeigt-anbau-von-gentech-pflanzen-fuehrt-zu-einem-oekologischen-und-oekonomischen-desaster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6998\/neue-studie-zeigt-anbau-von-gentech-pflanzen-fuehrt-zu-einem-oekologischen-und-oekonomischen-desaster\/","title":{"rendered":"Neue Studie zeigt: Anbau von Gentech-Pflanzen f\u00fchrt zu einem \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Desaster"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen innerhalb der letzten sechs Jahre hat in den USA und in Kanada zu einem \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Desaster gef\u00fchrt. Zu diesem Ergebnis kommt der heute von der britischen Biolandbau-Dachorganisation \u00abSoil Association\u00bb pr\u00e4sentierte Report \u00abSeeds of Doubt\u00bb, der von Greenpeace mitfinanziert wurde.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/London. Die neue Studie zeigt, dass sich<br \/>\ndie Versprechungen der Gentech-Industrie in keiner Art und Weise<br \/>\nerf\u00fcllt haben: Die Ertr\u00e4ge von Gentech-Pflanzen steigen nicht, die<br \/>\nSaatgut-Kosten sind hoch und der Profit der Bauern sinkt. Auch die<br \/>\nversprochene Einsparung von Pestiziden durch herbizidresistente<br \/>\nPflanzen ist nicht eingetreten. Zudem haben die Farmer ihre besten<br \/>\nAbsatzm\u00e4rkte in Europa und Asien verloren und der Biolandbau musste<br \/>\nsich v\u00f6llig vom Raps verabschieden, weil kein sauberes Saatgut mehr<br \/>\nerh\u00e4ltlich ist. Aus Gentech-Nutzpflanzen sind mehrfachresistente<br \/>\nSuperunkr\u00e4uter entstanden. Mit immer noch mehr und noch st\u00e4rkeren<br \/>\nChemikalien wird vergeblich versucht, die herbizidresistenten<br \/>\nPflanzen unter Kontrolle zu bringen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Gentech-Pflanzen haben sich bis heute nur in<br \/>\nwenigen L\u00e4ndern durchgesetzt, wobei etwa zwei Drittel in den USA<br \/>\nund Kanada angebaut werden. Der nun vorliegende Report der \u00abSoil<br \/>\nAssociation\u00bb ist die umfassendste Evaluierung der bisher<br \/>\ngesammelten Erfahrungen. Die wichtigsten Ergebnisse sind: &#8211;<br \/>\nGentech-Pflanzen verursachten grossfl\u00e4chige Verunreinigungen und<br \/>\nhaben sogar Biobauern zur Aufgabe der Produktion bestimmter<br \/>\nKulturpflanzen gezwungen;<\/p>\n<ul>\n<li>Die Lebensmittelproduktion ist immer wieder mit kostspieligen<br \/>\nSkandalen wie jenem um Verunreinigungen mit dem nicht zugelassenem<br \/>\nGentech-Mais \u00abStarlink\u00bb konfrontiert;<\/li>\n<li>Zwischen 1999 und 2001 haben Gentech-Pflanzen die US-Wirtschaft<br \/>\nmindestens 12 Milliarden Euro gekostet. Dies wurde verursacht durch<br \/>\nF\u00f6rderungen, niedrigere Marktpreise, den Verlust von Exportm\u00e4rkten<br \/>\nsowie durch Produkte-R\u00fcckrufe &#8211; all das ohne \u00f6konomische und<br \/>\n\u00f6kologische Vorteile;<\/li>\n<li>Herbizidresistente Pflanzen haben die Abh\u00e4ngigkeit der Bauern<br \/>\nvon Pestiziden weiter erh\u00f6ht, w\u00e4hrend die versprochenen<br \/>\nEinsparungen nicht zu bemerken sind. Als zus\u00e4tzliches Problem sind<br \/>\nmehrfach herbizidresistente Beikr\u00e4uter entstanden;<\/li>\n<li>Ertragssteigerung durch Gentech-Pflanzen konnten nicht<br \/>\nnachgewiesen werden, w\u00e4hrend die Ertr\u00e4ge von Gentech-Soja teilweise<br \/>\nsignifikant gesunken sind<\/li>\n<li>Gentech-Pflanzen sind vermehrt Gegenstand gerichtlicher<br \/>\nAuseinandersetzungen \u00fcber Patentschutz und Haftung;<\/li>\n<li>Viele Bauern sind zunehmend von Gentech-Pflanzen abh\u00e4ngig, weil<br \/>\nmittlerweile die gentechfreie Alternative fehlt.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">\u00abWenn keine Schutzmassnahmen ergriffen werden,<br \/>\nk\u00f6nnten auch in der Schweiz bald Gentech-Pflanzen angebaut werden\u00bb,<br \/>\nmahnt Bruno Heinzer, Gentechnik-Experte von Greenpeace. \u00abIn zwei<br \/>\nWochen kann der Nationalrat mit einer griffigen Gen-Lex, die ein<br \/>\nAnbau-Moratorium enth\u00e4lt, einem solchen Horror-Szenario, wie es<br \/>\nsich in Nordamerika darstellt, einen Riegel schieben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Bruno Heinzer, Gentech-Kampagne Greenpeace Schweiz 079 \/ 400 88<br \/>\n31 Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anbau gentechnisch manipulierter Pflanzen innerhalb der letzten sechs Jahre hat in den USA und in Kanada zu einem \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Desaster gef\u00fchrt. 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