{"id":7000,"date":"2002-10-11T00:00:00","date_gmt":"2002-10-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7000\/schweizer-atomgeier-tarnt-sich-mit-oelzweig-und-friedensfluegeln\/"},"modified":"2019-05-30T07:53:37","modified_gmt":"2019-05-30T05:53:37","slug":"schweizer-atomgeier-tarnt-sich-mit-oelzweig-und-friedensfluegeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7000\/schweizer-atomgeier-tarnt-sich-mit-oelzweig-und-friedensfluegeln\/","title":{"rendered":"Schweizer Atomgeier tarnt sich mit \u00d6lzweig und Friedensfl\u00fcgeln"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute verteilt das dubiose \u00abNuclear Disarmament Forum\u00bb in Zug Preise f\u00fcr aussergew\u00f6hnliche Leistungen im Bereich des Weltfriedens. Ob der Auswahl mancher Preistr\u00e4ger reibt man sich erstaunt die Augen, geh\u00f6ren doch der russische Pr\u00e4sident Vladimir Putin und die schwedische Atomkraftwerks-Besitzerin OKG dazu. In Tat und Wahrheit dient die skurrile Friedensinitiative nicht der Friedensf\u00f6rderung, sondern als imagetr\u00e4chtiger Deckmantel f\u00fcr die Interessen der schweizerischen und europ\u00e4ischen Atomwirtschaft.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Zug\/Z\u00fcrich. Das \u00abNuclear Disarmament Forum\u00bb (NDF) ist eine Gr\u00fcndung der schweizerischen Atomindustrie &#8211; das Startkapital zahlte zu 98% Franz Hoop, damals Brennstoffeink\u00e4ufer bei der Elektrizit\u00e4tsgesellschaft Laufenburg (die EGL betreibt das Atomkraftwerk Leibstadt). Hoop hat sich einen zweifelhaften Ruf verschafft, als er im Namen der Industrie eine Absichtserkl\u00e4rung unterschrieb, die den Export des gesamten hochradioaktiven Atomm\u00fclls aus der Schweiz nach Russland erm\u00f6glichen sollte.<\/p>\n<p>Nach wie vor h\u00e4lt die Schweizer Atomwirtschaft an der Option Russland fest. Grund: Im Westen sind Wiederaufarbeitung und Lagerung heftig umstritten, w\u00e4hrend Russland Billigstl\u00f6sungen verspricht, ohne Umweltstandards und ohne demokratische Mitsprache der Bev\u00f6lkerung. Die neuste Variante im russischen Roulette pr\u00e4sentiert jetzt das NDF: \u00dcbersch\u00fcssiges Waffenplutonium aus Russland soll zu MOX-Brennelementen verarbeitet, anschliessend an westliche Atomkraftwerke \u00abvermietet\u00bb und nach Gebrauch in Russland endgelagert werden.<\/p>\n<p>Dieser Plan hat allerdings nichts mit Abr\u00fcstung zu tun, sondern mit den ureigensten Interessen der hiesigen Atomindustrie. So nachzulesen in einem Artikel der renommierten Fachzeitschrift \u00abNuclear Fuel\u00bb \u00fcber eine Konferenz in Russland. Die Anwesenheit von Industrie und Organisationen wie etwa dem Nuclear Disarmament Forum belege, schreibt Nuclear Fuel, dass Russland als langfristiger Standort f\u00fcr eine Atomm\u00fclldeponie als \u00abboth potentially good for the future of nuclear energy and highly lucrative\u00bb betrachtet wird. Zudem sei das Leasing von Waffenplutonium gem\u00e4ss Nuclear Fuel vor allem f\u00fcr die schweizerische, deutsche und schwedische Atomwirtschaft interessant, denn damit k\u00f6nne der Atomausstieg verz\u00f6gert werden \u00abon grounds they were contributing to disarmament\u00bb. (Nuclear Fuels, 16. September 2002)<\/p>\n<p>Das MOX-Leasing kombiniert das Schlimmste von zwei schlechten Ideen der Atomindustrie: Es f\u00fchrt zum Bau einer Plutonium-Brennstofffabrik in Russland und zum Transport des gef\u00e4hrlichen Bombenmaterials \u00fcber Tausende von Kilometern. Missbrauch, Diebstahl und Sabotage sind leicht m\u00f6glich. Terroristen h\u00e4tten leichtes Spiel, das Plutonium aus frischen MOX-Elementen zu holen und zu Atombomben umzubauen, dies best\u00e4tigen internationale Experten und Berechnungen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA in Wien.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert, dass Plutonium als Atomm\u00fcll behandelt und dementsprechend entsorgt wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"pfeil\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/multimedia\/download\/1\/44755\/0\/russian_doc_oct_10th_5.45_version.doc\" target=\"GP\" rel=\"noopener noreferrer\">&gt;&gt;<\/a> <a class=\"normal\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/multimedia\/download\/1\/44755\/0\/russian_doc_oct_10th_5.45_version.doc\" target=\"GP\" rel=\"noopener noreferrer\">Hintergrundpapier von Greenpeace International<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Eva Geel, Greenpeace Atomkampagne 079 \/ 675 69 16<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01\/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute verteilt das dubiose \u00abNuclear Disarmament Forum\u00bb in Zug Preise f\u00fcr aussergew\u00f6hnliche Leistungen im Bereich des Weltfriedens. 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