{"id":7002,"date":"2002-09-12T00:00:00","date_gmt":"2002-09-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7002\/greenpeace-kuendigt-widerstand-gegen-den-bundesrats-entscheid-zum-gentech-weizen-an\/"},"modified":"2019-05-30T07:53:40","modified_gmt":"2019-05-30T05:53:40","slug":"greenpeace-kuendigt-widerstand-gegen-den-bundesrats-entscheid-zum-gentech-weizen-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7002\/greenpeace-kuendigt-widerstand-gegen-den-bundesrats-entscheid-zum-gentech-weizen-an\/","title":{"rendered":"Greenpeace k\u00fcndigt Widerstand gegen den Bundesrats-Entscheid zum Gentech Weizen an"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace ist \u00fcber den heutigen Entscheid des Bundesrates emp\u00f6rt. Er hat die Beschwerde der ETH gegen den BUWAL-Entscheid zum Gentechweizen gutgeheissen. Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt, Wald und Landschaft hatte im letzten November nach sorgf\u00e4ltiger Pr\u00fcfung den Freisetzungsversuch abgelehnt. Nun hat Bundesrat Leuenberger offensichtlich dem Druck der Gentech-Lobby nachgegeben und den Schutz von Mensch und Umwelt hinten angestellt. Da es gegen die Weizenkrankheit Stinkbrand bereits funktionierende, umweltschonende Rezepte gibt, ist dieses von der ETH angestrebte Freiland-Experiment mit Gentech-Weizen ein unn\u00f6tiges Spiel mit dem Feuer.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern. Die Schweizer \u00c4cker waren bisher von<br \/>\nGentech-Pflanzen verschont geblieben. Dies ist nicht nur aus<br \/>\nUmweltschutzgr\u00fcnden zu begr\u00fcssen, sondern bietet auch einen<br \/>\n\u00f6konomischen Vorteil f\u00fcr die auf Qualit\u00e4t setzende Schweizer<br \/>\nLandwirtschaft, die sich so einer garantiert gentechfreien<br \/>\nProduktion r\u00fchmen kann. \u00abMit dem heutigen Entscheid wird die T\u00fcre<br \/>\nf\u00fcr Gentech-Anbau wieder aufgestossen\u00bb, sagt Bruno Heinzer,<br \/>\nGentech-Experte von Greenpeace. \u00abWir werden alle Mittel<br \/>\naussch\u00f6pfen, um die Freisetzung von Gentech-Pflanzen zu verhindern<br \/>\nund die Bev\u00f6lkerung und Umwelt vor deren unabsehbaren Auswirkungen<br \/>\nzu sch\u00fctzen. Experimente geh\u00f6ren ins Labor und nicht aufs freie<br \/>\nFeld. Eine Ansicht, die gem\u00e4ss einer von uns im August in Auftrag<br \/>\ngegebenen Umfrage von 73.3% der Schweizer und Schweizerinnen<br \/>\ngeteilt wird.\u00bb Im Feldversuch soll genmanipulierter Weizen<br \/>\nfreigesetzt werden, der mit drei Fremdgenen gegen die Pilzkrankheit<br \/>\nStinkbrand immunisiert wurde. Unter den Fremdgenen findet sich ein<br \/>\nKP4-Killer-Gen, ein Herbizidresistenz-Gen und ein<br \/>\nAmpicillin-Resistenz-Gen, das resistent ist gegen das in der<br \/>\nMedizin weit verbreitete Antibiotika Ampicillin. Stinkbrand stellt<br \/>\nf\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft kein Problem dar und der seltene<br \/>\nPilzbefall kann mit viel sanfteren Methoden angegangen werden als<br \/>\nmit der Gentech-Keule (z.B. mit Warmwasser-oder<br \/>\nMilchpulver-Beizung).Der UVEK-Entscheid \u00fcber den Kopf der<br \/>\nbetroffenen Bev\u00f6lkerung und des zust\u00e4ndigen Amtes hinweg schafft<br \/>\nnun, unmittelbar vor der Verabschiedung der Gen-Lex einen<br \/>\nPr\u00e4zedenzfall, welcher der dem Nationalrat vorgeschlagenen<br \/>\nGesetzesvorlage zuwiderl\u00e4uft. Sachlich spricht nach wie vor alles<br \/>\ngegen eine Bewilligung: Der Standard des Gesuchs ist ungen\u00fcgend. An<br \/>\nFreisetzungsversuche muss die Mindestanforderung gestellt werden,<br \/>\ndass die Organismen vorg\u00e4ngig eingehend charakterisiert und mit<br \/>\neiner optimalen Risikoforschung begleitet werden. Beides ist beim<br \/>\nETH-Gesuch nicht der Fall. Zudem hat sich bei Versuchen im<br \/>\n\u00cbTH-Gew\u00e4chshaus nach der Gesuchseinreichung herausgestellt, dass<br \/>\ndie transgenen Weizenpflanzen gar nicht funktionieren. Sie wurden<br \/>\nsogar st\u00e4rker vom Stinkbrand als die konventionellen<br \/>\nVergleichspflanzen befallen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Bruno Heinzer, Genschutz-Kampagne Greenpeace Schweiz &#8211; 079 400<br \/>\n88 31<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung &#8211; 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace ist \u00fcber den heutigen Entscheid des Bundesrates emp\u00f6rt. Er hat die Beschwerde der ETH gegen den BUWAL-Entscheid zum Gentechweizen gutgeheissen. 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