{"id":7008,"date":"2002-10-02T00:00:00","date_gmt":"2002-10-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7008\/bhopal-die-andauernde-katastrophe-greenpeace-eroeffnet-kampagne-zu-bhopal-mit-fotoausstellung-von-raghu-rai\/"},"modified":"2019-05-30T07:53:50","modified_gmt":"2019-05-30T05:53:50","slug":"bhopal-die-andauernde-katastrophe-greenpeace-eroeffnet-kampagne-zu-bhopal-mit-fotoausstellung-von-raghu-rai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7008\/bhopal-die-andauernde-katastrophe-greenpeace-eroeffnet-kampagne-zu-bhopal-mit-fotoausstellung-von-raghu-rai\/","title":{"rendered":"Bhopal. Die andauernde Katastrophe &#8211; Greenpeace er\u00f6ffnet Kampagne zu Bhopal mit Fotoausstellung von Raghu Rai"},"content":{"rendered":"<p><b>In seiner neusten Fotoausstellung \u00abExposure \u2013 Portr\u00e4t eines Verbrechens\u00bb, einer Zusammenarbeit mit Greenpeace und der Volkart Stiftung Winterthur, zeigt der renommierte Magnum-Fotograf Raghu Rai bewegende Fotografien aus Bhopal. Die Aufnahmen dokumentieren das Grauen und das Ausmass der Chemiekatastrophe von 1984 bis zum heutigen Tag. Die Ausstellung markiert den Auftakt der Greenpeace-Kampagne f\u00fcr Gerechtigkeit in Bhopal und gegen Dow Chemical, deren Europa-Hauptsitz in der Schweiz liegt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Winterthur. 1984 ereignete sich in<br \/>\nBhopal\/Indien in der Pestizidfabrik des US-Konzerns Union Carbide<br \/>\ndie gr\u00f6sste Chemiekatastrophe der Geschichte. Etwa 20&#8217;000 Menschen<br \/>\nsind bis jetzt an den Folgen gestorben und t\u00e4glich werden es mehr.<br \/>\n\u00dcber 150&#8217;000 leiden noch heute unter schweren Gesundheitsproblemen.<br \/>\nUnion Carbide (heute Dow Chemical) hat Bhopal verlassen, ohne das<br \/>\nhochgradig verseucht Fabrikgel\u00e4nde aufzur\u00e4umen. Die Menschen m\u00fcssen<br \/>\nin einer vergifteten Umwelt leben und stark belastetes Wasser<br \/>\ntrinken. Die \u00dcberlebenden der Katastrophe erhielten von den<br \/>\nVerursachern nie ausreichende medizinische Versorgung oder eine<br \/>\nangemessene Entsch\u00e4digung. Dow Chemical, Rechtsnachfolgerin von<br \/>\nUnion Carbide und gr\u00f6sster Chemiemulti der Welt, f\u00fchlt sich f\u00fcr<br \/>\nBhopal nicht verantwortlich.<\/p>\n<p>Der in Pakistan geborene Fotograf Raghu Rai, Mitglied der<br \/>\nrenommierten Fotoagentur Magnum in Paris, kam wenige Stunden nach<br \/>\nder Chemiekatastrophe in Bhopal an. Er sah all die Toten, all die<br \/>\nSchwerverletzten und realisierte, dass hier etwas bislang<br \/>\nUnvorstellbares geschehen war. \u00abWas ich damals sah, hat mein Leben<br \/>\nver\u00e4ndert\u00bb, sagt Raghu Rai. \u00abTausende von Menschen starben, mehr<br \/>\nals am 11. September beim Anschlag auf das World Trade Center.<br \/>\nDamals schwor ich, der Welt zu zeigen was passiert, wenn<br \/>\nUnternehmen f\u00fcr ihre Handlungen nicht zur Verantwortung gezogen<br \/>\nwerden\u00bb.<\/p>\n<p>Der 1942 in Pakistan geborene und heute in Delhi arbeitende<br \/>\nRaghu Rai ist einer der bedeutendsten Fotografen Indiens. Er ist<br \/>\nnicht nur Magnum-Mitglied, sondern er geh\u00f6rt auch der Jury der<br \/>\nWorld Press Photo Foundation an und ist Autor von zahlreichen<br \/>\nB\u00fcchern. Seine Aufnahmen und Fotoessays erschienen in bedeutenden<br \/>\nZeitschriften und sind seit 1971 in der Biblioth\u00e8que Nationale in<br \/>\nParis vertreten. Raghu Rais Fotografien waren unter anderem in<br \/>\nAusstellungen in Hamburg, Prag, New York, Paris und Tokio zu sehen.<br \/>\n1993 wurde er in den USA \u00abFotograf des Jahres\u00bb.<\/p>\n<p>Die Wanderausstellung \u00abExposure &#8211; Portr\u00e4t eines Verbrechens\u00bb,<br \/>\ndie schon in Delhi und am Erdgipfel in Johannesburg gezeigt wurde,<br \/>\nist vom 4.10. bis 15.11.2002 in der Coalmine Galerie in Winterthur<br \/>\nzu sehen. Die Ausstellung markiert den Auftakt der<br \/>\nGreenpeace-Kampagne \u00abGerechtigkeit f\u00fcr Bhopal\u00bb und gegen Dow<br \/>\nChemical mit Europa-Hauptsitz bei Z\u00fcrich. Durch die Fusion mit<br \/>\nUnion Carbide hat der weltgr\u00f6sste Chemiekonzern nicht nur die<br \/>\nVerm\u00f6genswerte von Union Carbide \u00fcbernommen, sondern auch deren<br \/>\nVerantwortung f\u00fcr die unerf\u00fcllten Schadenersatzforderungen und das<br \/>\nandauernde unermessliche Leiden in Bhopal. Greenpeace und die<br \/>\nOrganisationen der \u00dcberlebenden der Katastrophe fordern von<br \/>\nDow:<\/p>\n<ul>\n<li>Die vollst\u00e4ndige Sanierung des verseuchten Fabrikgel\u00e4ndes in<br \/>\nBhopal<\/li>\n<li>Medizinische und finanzielle Wiedergutmachung f\u00fcr die<br \/>\n\u00dcberlebenden der Katastrophe<\/li>\n<li>Garantierte medizinische Langzeitversorgung und sauberes<br \/>\nTrinkwasser f\u00fcr alle Betroffenen<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"bodytext\">\n<p><strong>DOW! Clean up Bhopal NOW!<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Chemiekampagne, Matthias W\u00fcthrich 01 \/ 447 41 31<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seiner neusten Fotoausstellung \u00abExposure \u2013 Portr\u00e4t eines Verbrechens\u00bb, einer Zusammenarbeit mit Greenpeace und der Volkart Stiftung Winterthur, zeigt der renommierte Magnum-Fotograf Raghu Rai bewegende Fotografien aus Bhopal. 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