{"id":7010,"date":"2002-09-03T00:00:00","date_gmt":"2002-09-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7010\/enttaeuschendes-ergebnis-mit-wenigen-lichtblicken\/"},"modified":"2019-05-30T07:53:53","modified_gmt":"2019-05-30T05:53:53","slug":"enttaeuschendes-ergebnis-mit-wenigen-lichtblicken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7010\/enttaeuschendes-ergebnis-mit-wenigen-lichtblicken\/","title":{"rendered":"Entt\u00e4uschendes Ergebnis mit wenigen Lichtblicken"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Proteste auf Alpengletscher und in S\u00fcdafrika<\/p>\n<p>Der Weltgipfel in Johannesburg hat nach Ansicht von Greenpeace in vielen wesentlichen Punkte versagt. Besonders die Weigerung, sich auf Ziele f\u00fcr den Ausbau erneuerbarer Energien zu einigen, ist ein Desaster f\u00fcr den Klimaschutz. Vor allem die USA und die \u00d6lf\u00f6rderstaaten verhinderten feste Zielvorgaben. Daher begr\u00fc\u00dft Greenpeace die soeben angek\u00fcndigte &#171;Initiative f\u00fcr Erneuerbare Energien&#187; der EU und lateinamerikanischer L\u00e4nder, die genaue Ziele, Zeitrahmen und Finanzierungswege festlegen will. Die Initiative wird noch heute auf dem Plenum in Johannesburg vorgestellt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">&#171;Die USA und die \u00d6lstaaten haben gegen jede<br \/>\nVernunft zukunftsweisende Beschl\u00fcsse verhindert&#187;, sagt Greenpeace<br \/>\nSprecher Andreas Bernstorff. &#171;F\u00fcr Fortschritte im globalen<br \/>\nUmweltschutz gibt es jetzt nur noch einen Weg ? man muss es ohne<br \/>\ndie USA machen. Die neue Initiative der EU geht in die richtige<br \/>\nRichtung.&#187; Greenpeace begr\u00fc\u00dft auch die heutige Entscheidung des<br \/>\nGipfels f\u00fcr verbindliche Regeln, mit denen Unternehmen f\u00fcr<br \/>\nUmweltvergehen und Folgen von Unf\u00e4llen verantwortlich und haftbar<br \/>\ngemacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Am letzten Tag der Konferenz protestiert<br \/>\nGreenpeace gegen die sch\u00e4dliche Klimapolitik der \u00d6lkonzerne. Auf<br \/>\ndem von der Klimaerw\u00e4rmung bedrohten Pasterze-Gletscher in<br \/>\n\u00d6sterreich entrollten 80 Greenpeace-Aktivisten &#171;Climate change<br \/>\npowered by Esso, Shell, BP&#187; (Klimawandel &#8211; angetrieben durch Esso,<br \/>\nShell, BP). Auch in Durban in S\u00fcdafrika stellten die Umweltsch\u00fctzer<br \/>\nihre Forderung: An einer \u00d6lraffinerie befestigten sie auf einer<br \/>\nBr\u00fccke mit \u00d6lpipelines Banner und Flaggen mit der Aufschrift &#171;Clean<br \/>\nenergy now&#187; (Saubere Energie jetzt).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">W\u00e4hrend sich das Versagen des Gipfels in<br \/>\nEnergiefragen abzeichnete, bekam der Klimaschutz neuen politischen<br \/>\nSchwung. Kanada, China, Russland und Indien sagten zu, das<br \/>\nKyoto-Protokoll zum Klimaschutz zu verabschieden. &#171;Damit sind die<br \/>\nUSA noch weiter isoliert. Jetzt muss man nicht mehr lange warten,<br \/>\nbis sich auch US-amerikanische Unternehmen von der<br \/>\numweltfeindlichen Politik ihrer Regierung abwenden. Erste Anzeichen<br \/>\ngibt es&#187;, sagt Bernstorff. Letzte Woche rief der World Business<br \/>\nCouncil for Sustainable Development, in dem 163 Gro\u00dfunternehmen<br \/>\nzusammengeschlossen sind, gemeinsam mit Greenpeace zur Umsetzung<br \/>\ndes Kyoto-Protokolls auf. Zu dem Rat geh\u00f6ren auch 25 US-Firmen. Der<br \/>\nGipfel beschloss in seinem Aktionsplan, einer Milliarde Menschen<br \/>\nZugang zu sauberem Wasser und sanit\u00e4ren Grundbed\u00fcrfnissen zu<br \/>\nverschaffen. Alle anderen Ziele in den Bereichen Armutsbek\u00e4mpfung,<br \/>\nHandelsgerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaftens wurden<br \/>\nverfehlt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Pressesprecher: Wangpo Tethong 0027 82 858 21 71 (Mobile)<\/p>\n<p>Pressesprecher: Bj\u00f6rn Jettka 0027 82 370 0439 (Mobile)<\/p>\n<p>Fotos Gletscher-Aktion: 040-30618-376<\/p>\n<p>Beta-Material Gletscher-Aktion: 040-42910 110<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Proteste auf Alpengletscher und in S\u00fcdafrika Der Weltgipfel in Johannesburg hat nach Ansicht von Greenpeace in vielen wesentlichen Punkte versagt. 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