{"id":7014,"date":"2002-09-03T00:00:00","date_gmt":"2002-09-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7014\/un-gipfel-in-johannesburg-scheitert-klimawandel-geht-weiter\/"},"modified":"2019-05-30T07:54:01","modified_gmt":"2019-05-30T05:54:01","slug":"un-gipfel-in-johannesburg-scheitert-klimawandel-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7014\/un-gipfel-in-johannesburg-scheitert-klimawandel-geht-weiter\/","title":{"rendered":"UN-Gipfel in Johannesburg scheitert &#8211; Klimawandel geht weiter!"},"content":{"rendered":"<p><b>Auf dem Pasterze-Gletscher in den Hohen Tauern (K\u00e4rnten\/\u00d6sterreich) haben heute Morgen Greenpeace-Aktivisten den Spruch \u00abClimate change powered by Esso, Shell, BP\u00bb entrollt. Mit der Aktion protestieren sie gegen die klimasch\u00e4dliche Politik der internationalen \u00d6lkonzerne. 70 Aktivisten waren n\u00f6tig, um die Banner zu transportieren und auf einer Fl\u00e4che von etwa 5000 Quadratmetern auszurollen. Der erfolglose Weltgipfel in Johannesburg kann das Schmelzen der Gletscher, die Hochwasserfluten und weitere Klimakatastrophen nicht verhindern. Wir wollen mit dieser Aktion die Saboteure des Weltklimas \u00f6ffentlich an den Pranger stellen&#187;, kommentiert Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer die internationale Aktion gegen das Handeln der multinationalen \u00d6lkonzerne.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Wien\/Johannesburg. Die am Fu\u00dfe des<br \/>\nGro\u00dfglockners gelegene Pasterze ist der gr\u00f6\u00dfte Gletscher<br \/>\n\u00d6sterreichs und wird j\u00e4hrlich etwa f\u00fcnf Meter d\u00fcnner und 20 Meter<br \/>\nk\u00fcrzer. Zwischen 1979 und 1994 verlor der Gletscher 300 Millionen<br \/>\nKubikmeter Eis und wurde um 33 Meter d\u00fcnner und um 243 Meter<br \/>\nk\u00fcrzer. Das Schmelzen der Gletscher ist wie die j\u00fcngsten<br \/>\nHochwasserfluten eines der sichtbarsten Zeichen, dass sich die Erde<br \/>\nerw\u00e4rmt. Vom Beginn der Industrialisierung in der Mitte des 19.<br \/>\nJahrhunderts bis 1975 haben die Alpengletscher im Durchschnitt etwa<br \/>\nein Drittel ihrer Fl\u00e4che und die H\u00e4lfte ihres Volumens verloren.<br \/>\nSeitdem sind weitere 20 bis 30 Prozent des Eisvolumens<br \/>\nabgeschmolzen. Wissenschaftler rechnen damit, dass bis zum Jahr<br \/>\n2050 drei Viertel aller heutigen Alpengletscher verschwunden sein<br \/>\nwerden. &#171;Die Gletscher sind auch Wasserspeicher. Wenn sich die Erde<br \/>\nerw\u00e4rmt, wird weniger Wasser in Form von Eis gebunden, h\u00e4ufigere<br \/>\nHochwasserkatastrophen und Murenabg\u00e4nge sind die Folge&#187;, bef\u00fcrchtet<br \/>\nMayer.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der durch den Aussto\u00df von Treibhausgasen<br \/>\nhervorgerufenen Klimawandel war eines der Hauptthemen auf dem<br \/>\nWeltgipfel in Johannesburg, der heute praktisch ohne Ergebnisse<br \/>\nendet. &#171;\u00d6lmultis wie Esso, Shell und BP sind mitschuldig am<br \/>\nGletscherschwund und am rasanten Klimawandel&#187;, sagte Mayer. &#171;Auf<br \/>\ndem Weltgipfel verhinderten die USA und Saudi-Arabien zusammen mit<br \/>\n\u00d6l-Lobbyisten, dass erneuerbare Energien st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden.<br \/>\nBesonders Esso und sein Mutterkonzern ExxonMobil sabotieren den<br \/>\nKlimaschutz seit Jahren.&#187; Seit dem UN-Gipfel von Rio 1992 sind die<br \/>\nEmissionen von Kohlendioxid um 11 Prozent angestiegen. Allein 40<br \/>\nProzent der 23 Milliarden Tonnen Kohlendioxid, die j\u00e4hrlich die<br \/>\nAtmosph\u00e4re belasten, entstehen bei der Verbrennung von \u00d6l. Esso,<br \/>\nShell und BP haben zusammen einen Marktanteil von \u00fcber 50 Prozent<br \/>\nan der weltweiten \u00d6lf\u00f6rderung und z\u00e4hlen somit zu den<br \/>\nHauptschuldigen f\u00fcr den Klimawandel.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">In einem Brief vom 2. August 2002 an George<br \/>\nBush fordern von ExxonMobil bezahlte \u00d6l-Lobbyisten den<br \/>\nUS-Pr\u00e4sidenten auf, dem Weltgipfel fernzubleiben: &#171;Ihre [Pr\u00e4sident<br \/>\nBushs] Anwesenheit w\u00fcrde nur dazu beitragen, deren Gedankengut<br \/>\naufzuwerten, das gegen die Freiheit, gegen die Menschen, gegen die<br \/>\nGlobalisierung und gegen den Westen gerichtet ist. (&#8230;) Wir<br \/>\nunterst\u00fctzen Sie fest darin, keine neuen internationalen<br \/>\nUmweltabkommen zu unterzeichnen. (&#8230;) Die potenzielle globale<br \/>\nErw\u00e4rmung ist das unwichtigste globale Umweltproblem. Wir hoffen,<br \/>\nIhre Verhandlungsf\u00fchrer in Johannesburg werden daf\u00fcr sorgen, dass<br \/>\nes gar nicht erst auf den Tisch kommt.&#187; Greenpeace fordert von den<br \/>\n\u00d6lkonzernen, dass sie die Klimaver\u00e4nderung anerkennen, dass sie<br \/>\nsaubere Energien anbieten und das Kyoto-Protokoll zum<br \/>\nWeltklimaschutz unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>MMag. Franko Petri, Pressesprecher Greenpeace, tel. 0676-5147246<br \/>\n(vor Ort am Gletscher).<\/p>\n<p>Mag. Erwin Mayer, Klimaexperte Greenpeace, tel. 0664-2700441<br \/>\n(vor Ort am Gletscher).<\/p>\n<p>Fotos unter tel. 01-5454580-58,<\/p>\n<p>Beta-Material unter tel. 0049-89-29163194 oder<br \/>\n0049-40-42910110.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Pasterze-Gletscher in den Hohen Tauern (K\u00e4rnten\/\u00d6sterreich) haben heute Morgen Greenpeace-Aktivisten den Spruch \u00abClimate change powered by Esso, Shell, BP\u00bb entrollt. 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