{"id":7020,"date":"2002-07-10T00:00:00","date_gmt":"2002-07-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7020\/zwei-jahre-nach-dem-sanierungsentscheid-in-bonfol-wachsende-unzufriedenheit-gegenueber-intransparenter-bci\/"},"modified":"2019-05-30T07:54:10","modified_gmt":"2019-05-30T05:54:10","slug":"zwei-jahre-nach-dem-sanierungsentscheid-in-bonfol-wachsende-unzufriedenheit-gegenueber-intransparenter-bci","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7020\/zwei-jahre-nach-dem-sanierungsentscheid-in-bonfol-wachsende-unzufriedenheit-gegenueber-intransparenter-bci\/","title":{"rendered":"Zwei Jahre nach dem Sanierungsentscheid in Bonfol: Wachsende Unzufriedenheit gegen\u00fcber intransparenter BCI"},"content":{"rendered":"<p><b>Anl\u00e4sslich einer Begehung der Chemiem\u00fclldeponie Bonfol\/JU zwei Jahre nach dem Sanierungsentscheid ziehen Greenpeace und Pro Natura Jura stellvertretend f\u00fcr das Collectif Bonfol Bilanz: Das Sanierungsprojekt stockt und die Unzufriedenheit gegen\u00fcber der Basler Chemischen Industrie (BCI) w\u00e4chst. Das Collectif Bonfol wirft der BCI Intransparenz, fehlende Kooperationsbereitschaft und eine mangelhafte Projektorganisation f\u00fcr die Totalsanierung der Sonderm\u00fclldeponie Bonfol vor. Das von der BCI selbst erkl\u00e4rte Ziel, die Deponie zu sanieren, scheint in weiterer Ferne denn je.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bonfol. Vor genau zwei Jahren, am 13.7.2000,<br \/>\nbeendete Greenpeace die erfolgreiche zweimonatige Besetzung der<br \/>\nmaroden Deponie, nachdem die Basler Chemische Industrie (BCI) dem<br \/>\nDruck der Umweltorganisationen und Beh\u00f6rden nachgegeben und in die<br \/>\nTotalsanierung eingewilligt hatte.<\/p>\n<p>Das Collectif Bonfol* und Greenpeace reagieren mit der heutigen<br \/>\nBegehung auf die wachsende Unzufriedenheit gegen\u00fcber der BCI, die<br \/>\nvor zwei Jahren versprochen hatte, \u00abihre Verantwortung f\u00fcr die<br \/>\nDeponie ohne Einschr\u00e4nkung wahrnehmen zu wollen und alles zu tun,<br \/>\num Risiken f\u00fcr Mensch und Umwelt dauerhaft auszuschliessen\u00bb. Doch<br \/>\ndie BCI scheint bis heute unf\u00e4hig gewesen zu sein, eine<br \/>\nProjektstruktur zu schaffen, die der Gr\u00f6sse von Bonfol angepasst<br \/>\nist. Mehr noch: Sie scheint auch nicht willens zu sein, gegen\u00fcber<br \/>\nihren Partnern minimale Transparenz und Kooperationsbereitschaft zu<br \/>\ngew\u00e4hrleisten. Sei es, dass die BCI immer wieder die Herausgabe von<br \/>\nInformationen und Dokumenten verweigert oder sei es, dass sie<br \/>\nkurzfristig Sitzungen platzen l\u00e4sst, wie j\u00fcngst die R\u00e9union<br \/>\nTechnique, ein internationales Expertengremium zur Kl\u00e4rung der<br \/>\nGrundwasserverschmutzung. Aktuellstes Beispiel f\u00fcr die nicht<br \/>\nkooperative Haltung der BCI ist die Neugr\u00fcndung der \u00abBetriebs-AG\u00bb,<br \/>\nmit der die BCI die Rechtsform der Projektorganisation ge\u00e4ndert<br \/>\nhat, ohne vorher ihre Partner &#8211; vorab den Kanton Jura als zentrale<br \/>\nKontrollinstanz des Sanierungsprojekts &#8211; konsultiert zu haben. Die<br \/>\nIntransparenz gipfelt jedoch in der Ver\u00f6ffentlichung des so<br \/>\ngenannten \u00abFortschrittsberichtes\u00bb: Das Dokument, welches \u00fcber den<br \/>\nVerlauf des Sanierungsprojektes informieren soll, ist derart<br \/>\nsubstanzlos, dass es an Unversch\u00e4mtheit grenzt, wie die jurassische<br \/>\nKontrollbeh\u00f6rde und die \u00d6ffentlichkeit halbj\u00e4hrlich mit nur sieben<br \/>\nSeiten abgespeist werden.<\/p>\n<p>Dabei wird auch offensichtlich, dass die jurassische<br \/>\nUmweltbeh\u00f6rde OEPN mit Mitteln und Stellen unterdotiert ist. Das<br \/>\nhat auch die jurassische Regierung richtig erkannt. Das Collectif<br \/>\nBonfol wertet daher die angelaufene Reorganisation innerhalb des<br \/>\nOEPN als positiv und unterst\u00fctzt alle Bestrebungen f\u00fcr die<br \/>\nSchaffung einer neuen Fachstelle zur F\u00fchrung des Dossiers<br \/>\nBonfol.<\/p>\n<p>Das Collectif Bonfol und Greenpeace werden sich in Zukunft noch<br \/>\nst\u00e4rker f\u00fcr die m\u00f6glichst schnelle und sichere Totalsanierung<br \/>\nengagieren und fordern daher prompte Massnahmen:<\/p>\n<p>&lt;sum&gt; Absolute Transparenz und Kooperation sowie eine<br \/>\nsubstanziell verbesserte Projektorganisation seitens der BCI. Die<br \/>\nBCI muss die Totalsanierung ohne Einschr\u00e4nkung vorantreiben<\/p>\n<p>&lt;sum&gt; Umsetzung der angelaufene Reorganisation des OEPN,<br \/>\ndamit die jurassische Umweltbeh\u00f6rde ihre Kontroll- und<br \/>\nKoordinationsfunktion verbindlicher wahrnehmen kann.<\/p>\n<p>&lt;sum&gt; L\u00fcckenlose Erfassung der aktuellen<br \/>\nVerschmutzungs-Situation um die Deponie, welche von der BCI<br \/>\nheruntergespielt wird. Die eigentlichen Sanierungsvorbereitungen<br \/>\nm\u00fcssen beschleunigt werden und parallel zur Erfassung des<br \/>\nIst-Zustandes erfolgen.<\/p>\n<p>*Das Collectif Bonfol ist ein Zusammenschluss von NGOs und<br \/>\n\u00abcollectivit\u00e9s territoriales\u00bb, welche sich f\u00fcr die m\u00f6glichst rasche<br \/>\nund sichere Totalsanierung in Bonfol engagieren: Franche-Comt\u00e9<br \/>\nNature et Environnement, Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI-Jura),<br \/>\nGreenpeace, Pro Natura-Jura, Solidago M\u00fcnchenstein (Verein f\u00fcr<br \/>\nBiologisch-dynamische Landwirtschaft), Syndicat mixte pour<br \/>\nl&#8217;am\u00e9nagement et renaturation du bassin versant de la Largue et du<br \/>\nsecteur de Montreux (SMARL), WWF-Jura<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace, Matthias W\u00fcthrich 01 447 41 31 (dt), Cl\u00e9ment Tolusso<br \/>\n(fr) 079 213 41 06<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich einer Begehung der Chemiem\u00fclldeponie Bonfol\/JU zwei Jahre nach dem Sanierungsentscheid ziehen Greenpeace und Pro Natura Jura stellvertretend f\u00fcr das Collectif Bonfol Bilanz: Das Sanierungsprojekt stockt und die Unzufriedenheit gegen\u00fcber&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7020","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7020\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7020"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7020"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}