{"id":7022,"date":"2002-07-23T00:00:00","date_gmt":"2002-07-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7022\/patent-auf-embryo-zum-groessten-teil-widerrufen-greenpeace-fordert-ueberarbeitung-der-eu-gen-patentrichtlinine\/"},"modified":"2019-05-30T07:54:13","modified_gmt":"2019-05-30T05:54:13","slug":"patent-auf-embryo-zum-groessten-teil-widerrufen-greenpeace-fordert-ueberarbeitung-der-eu-gen-patentrichtlinine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7022\/patent-auf-embryo-zum-groessten-teil-widerrufen-greenpeace-fordert-ueberarbeitung-der-eu-gen-patentrichtlinine\/","title":{"rendered":"Patent auf Embryo zum gr\u00f6\u00dften Teil widerrufen &#8211; Greenpeace fordert \u00dcberarbeitung der EU Gen-Patentrichtlinine"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Einspruchsabteilung des Europ\u00e4ischen Patentamtes (EPA) in M\u00fcnchen hat das im Februar 2000 von Greenpeace aufgedeckte Embryo-Patent &#171;EP 695 351&#187; der Universit\u00e4t Edinburgh zum gro\u00dfen Teil widerrufen. Alle Anspr\u00fcche auf menschliche embryonale Stammzellen sowie menschliche Embryonen wurden gestrichen. Enthalten bleiben nur Anspr\u00fcche auf menschliche Zellen, die nicht von Embryonen stammen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">M\u00fcnchen. &#171;Es ist ein Erfolg f\u00fcr Greenpeace und<br \/>\ndie anderen Einsprechenden, dass der menschliche Embryo und<br \/>\nembryonale Stammzellen aus diesem Skandal-Patent ausgenommen<br \/>\nwurden&#187;, sagt Bruno Heinzer, Gentechnik- und Patentexperte von<br \/>\nGreenpeace.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Patentpr\u00fcfer begr\u00fcnden die weitreichende<br \/>\nEinschr\u00e4nkung des Patents damit, dass wesentliche Teile des<br \/>\nPatentes technisch gar nicht durchf\u00fchrbar seien. Auch den ethischen<br \/>\nEinw\u00e4nden der 14 Einspruchsparteien wurde zum Teil statt gegeben.<br \/>\nDenn Patente auf die kommerzielle Verwertung menschlicher Embryonen<br \/>\nsind durch die Gen-Patentrichtlinie der EU (98\/44\/EG) verboten.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">&#171;Der Fall zeigt deutlich, dass die EU<br \/>\nGen-Patentrichtlinie nicht ausreicht, um in Zukunft Patente auf<br \/>\nmenschliche Embryonen zu verhindern&#187;, sagt Heinzer. Denn ein<br \/>\nVergleich mit fr\u00fcheren Entscheidungen zeigt die Willk\u00fcr, mit der<br \/>\ndas Amt die Gen-Patentrichtlinie auslegt. Beispiel EP 322240: Ende<br \/>\nAugust 2001 lehnte der Patentpr\u00fcfer einen Einspruch auf das Patent<br \/>\nauf Mischwesen aus Mensch und Tier ab, obwohl das Amt auch in<br \/>\ndiesem Fall davon ausgeht, dass das Patent eine kommerzielle<br \/>\nVerwertung menschlicher Embryonen umfasst.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Richtlinie muss Patente auf Embryonen, auf<br \/>\nTeile des menschlichen K\u00f6rpers, auf Lebewesen und ihre Gene<br \/>\nausdr\u00fccklich und unmissverst\u00e4ndlich verbieten. Sonst bleiben<br \/>\nethische Fragen weiterhin der Willk\u00fcr einzelner Patentpr\u00fcfer<br \/>\nausgeliefert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach Recherchen von Greenpeace sind inzwischen<br \/>\n\u00fcber ein Dutzend weitere Patente beantragt, die auch menschliche<br \/>\nEmbryonen mit umfassen, darunter auch Antr\u00e4ge der Universt\u00e4t<br \/>\nEdinburgh. Wahrscheinlich wird das Patentamt auch noch einmal<br \/>\nGelegenheit haben, sich mit dem Embryo-Patent zu befassen. Es wird<br \/>\nerwartet, dass die Patentinhaber gegen die heutige Entscheidung der<br \/>\nAmtes Einspruch vor der Technischen Beschwedekammer einlegen.Das<br \/>\nneue Schweizer Patentgesetz, mit dem Patente auf Gene und Lebewesen<br \/>\nerstmals legitimiert w\u00fcrden, geht jetzt ins Parlament. Im<br \/>\nbundesr\u00e4tlichen Entwurf heisst es unter anderem \u00abein durch<br \/>\nIsolierung gewonnener Bestandteil des menschlichen K\u00f6rpers,<br \/>\neinschliesslich der Sequenz oder Teilsequenz eines Gens, ist<br \/>\npatentierbar.\u00bb Greenpeace fordert die Schweizerischen R\u00e4te auf, die<br \/>\nPatentierbarkeit von Leben zu verbieten.<\/p>\n<p>Lebewesen und deren Gene d\u00fcrfen nicht patentierbar sein. Der<br \/>\nEntwurf des neuen schweizerischen Bundesgesetzes \u00fcber die<br \/>\nErfindungspatente muss entsprechend ge\u00e4ndert werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 \/ 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Einspruchsabteilung des Europ\u00e4ischen Patentamtes (EPA) in M\u00fcnchen hat das im Februar 2000 von Greenpeace aufgedeckte Embryo-Patent &#8220;EP 695 351&#8221; der Universit\u00e4t Edinburgh zum gro\u00dfen Teil widerrufen. 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