{"id":7048,"date":"2002-06-12T00:00:00","date_gmt":"2002-06-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7048\/volk-will-weniger-atomrisiko-und-mehr-mitsprache\/"},"modified":"2019-05-30T07:54:55","modified_gmt":"2019-05-30T05:54:55","slug":"volk-will-weniger-atomrisiko-und-mehr-mitsprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7048\/volk-will-weniger-atomrisiko-und-mehr-mitsprache\/","title":{"rendered":"Volk will weniger Atomrisiko und mehr Mitsprache"},"content":{"rendered":"<p><b>Die atomfreundlichen Beschl\u00fcsse der Nationalratskommission (UREK) stehen offensichtlich im Widerspruch zur Meinung der Bev\u00f6lkerung. Dies best\u00e4tigen die Resultate einer repr\u00e4sentativen Umfrage im Auftrag der Umweltorganisationen Greenpeace, WWF und Schweizerische Energie-Stiftung (SES). Mit den Volksinitiativen \u201aStrom ohne Atom\u2018 und \u201aMoratoriumPlus\u2018 liegen die Umweltorganisationen genau auf der Linie der Bev\u00f6lkerungsmehrheit.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bern. Greenpeace, WWF und Schweizerische Energie-Stiftung (SES) gehen mit dem Atomgesetz hart ins Gericht. Es wird am 19. Juni vom Nationalrat behandelt. Nach den atomfreundlichen Beschl\u00fcssen des St\u00e4nderates will die b\u00fcrgerliche Mehrheit der nationalr\u00e4tlichen UREK ein eigentliches Atomf\u00f6rderungsgesetz durchdr\u00fccken. So soll die umwelt- und menschenverseuchende Wiederaufarbeitung weitergef\u00fchrt und demokratische Mitsprachem\u00f6glichkeiten abgebaut werden. Das Unfall- und Sicherheitsrisiko wird unter den Tisch gewischt: Auf AKW-Betriebszeitbefristungen soll verzichtet werden.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Dieser atomfreundliche Kurs steht in scharfem Kontrast zur Meinung der Schweizer Bev\u00f6lkerung. Dies ergab eine repr\u00e4sentative Umfrage des LINK-Institutes im Auftrag von Greenpeace, WWF und SES. 50 % sagen Nein zum unbefristeten Weiterbetrieb der Atomkraftwerke (Ja: 35%). 53 % bef\u00fcrworten ein Mitsprache- und Mitentscheidungsrecht des Standortkantons und der von einem Atomm\u00fcll-Tiefenlager betroffenen Gemeinden (Nein: 36%). 51 % halten den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie in absehbarer Zeit f\u00fcr m\u00f6glich (Nein: 40%).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das Atomgesetz soll den Weg freimachen f\u00fcr die Abschiebung des schweizerischen Atomm\u00fclls ins Ausland. Dass die Atomwirtschaft eine solche Billig-L\u00f6sung verfolgt, ist offensichtlich, da Absichtserkl\u00e4rungen mit Russland bestehen. F\u00fcr die Umweltorganisationen ist dies inakzeptabel. Auch die Schweizer Bev\u00f6lkerung stellt sich in dieser Frage klar gegen die Atomwirtschaft: 74 % der befragten Personen sagen Nein zu einem m\u00f6glichen Abschieben des Atomm\u00fclls ins Ausland (Ja: 18%).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Diese Ergebnisse sprechen deutlich f\u00fcr die Volksinitiativen &#8218;Strom ohne Atom&#8216; (F\u00fcr eine Energiewende und die schrittweise Stilllegung der Atomkraftwerke) und &#8218;MoratoriumPlus&#8216; (F\u00fcr die Verl\u00e4ngerung des Atomkraftwerk-Baustopps und die Begrenzung des Atomrisikos). &#8211; &#8218;Strom ohne Atom&#8216; will die Betriebszeit der schweizerischen Atomkraftwerke auf 30 Jahre beschr\u00e4nken, den sofortigen Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung und die demokratische Mitsprache bei Atomm\u00fcllagern sichern. &#8211; &#8218;MoratoriumPlus&#8216; will den bew\u00e4hrten Baustopp um weitere zehn Jahre verl\u00e4ngern. Bestehende Atomkraftwerke m\u00fcssen nach 40 Jahren Laufzeit eine umfassende Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung bestehen. \u00dcber eine Betriebszeitverl\u00e4ngerung soll das Volk entscheiden k\u00f6nnen (fakultatives Referendum).<\/p>\n<p class=\"bodytext\">F\u00fcr Greenpeace, WWF und SES ist klar: Je atomfreundlicher das Atomgesetz vom Parlament beschlossen wird, desto besser die Chance der Volksinitiativen. Die Bev\u00f6lkerung wird ihren klaren Wunsch nach Schutz vor unberechenbaren Atomrisiken an der Urne durchsetzen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace: Kaspar Schuler 079 -702 86 52<\/p>\n<p>SES: Eva Kuhn: 079-308 24 11<\/p>\n<p>WWF: Adrian Stiefel: 079-253 79 90<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die atomfreundlichen Beschl\u00fcsse der Nationalratskommission (UREK) stehen offensichtlich im Widerspruch zur Meinung der Bev\u00f6lkerung. 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