{"id":7078,"date":"2002-01-22T00:00:00","date_gmt":"2002-01-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7078\/greenpeace-fordert-an-blockade-in-chiasso-gueter-auf-die-bahn\/"},"modified":"2019-05-30T07:55:46","modified_gmt":"2019-05-30T05:55:46","slug":"greenpeace-fordert-an-blockade-in-chiasso-gueter-auf-die-bahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7078\/greenpeace-fordert-an-blockade-in-chiasso-gueter-auf-die-bahn\/","title":{"rendered":"Greenpeace fordert an Blockade in Chiasso: \u00abG\u00fcter auf die Bahn!\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach dem Tunnelbrand, der Sperre und den Staus blockieren sich die LKW-Fahrer nun auch noch selber. Der \u00fcberbordende Warenverkehr in Europa scheint endg\u00fcltig ausser Kontrolle zu geraten. Greenpeace ist mit der Forderung \u00abF\u00fcr G\u00fcter die Bahn\u00bb vor Ort und verteilt den Blockierenden Flugbl\u00e4tter, Kaffee und Gipfeli. Weder f\u00fcr die Gesundheit der Menschen, die Umwelt noch f\u00fcr die Sicherheit im Gotthardtunnel ist der Wunsch der italienischen Brummi-Lobby \u00abFreie Fahrt im Alpenraum\u00bb eine L\u00f6sung.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich.\u00a0 Lastwagenfahrer blockieren heute<br \/>\nmorgen den Zoll in Chiasso, um gegen die Sicherheitsmassnahmen am<br \/>\nGotthard zu protestieren. Und dies, obwohl die schnelle<br \/>\nAlternative, die Kurz-Rola (Rollende Landstrasse Brunnen-Lugano)<br \/>\ninfolge mangelnder Nachfrage vor zwei Wochen von vier auf eine<br \/>\nt\u00e4gliche Fahrt pro Richtung gek\u00fcrzt wurde.<\/p>\n<p>Greenpeace-AktivistInnen sind ebenfalls vor Ort und fordern die<br \/>\nG\u00fcterverlagerung auf die Bahn. Gleichzeitig werden neben Gipfeli<br \/>\nund Kaffee Flugbl\u00e4tter verteilt, in denen klar gesagt wird, dass<br \/>\nder Protest sich nicht gegen den einzelnen LKW-Fahrer richtet. Wer<br \/>\nsich aber heute gegen die Konkurrenzf\u00e4higkeit der Bahn stellt,<br \/>\ngef\u00e4hrdet eine zukunftsf\u00e4hige Arbeitsteilung im G\u00fcterverkehr und<br \/>\ndamit letztlich die Zukunft des Transportgewerbes. Der zu billige<br \/>\nund ausser Kontrolle geratene Warenfluss auf Europas Strassen f\u00fchrt<br \/>\nletztlich dazu, dass die Arbeitsbedingungen der Fahrer immer<br \/>\nschlechter werden. Die Formel f\u00fcr die Zukunft lautet deshalb: F\u00fcr<br \/>\nlange Strecken die umweltfreundlichere Bahn, f\u00fcr die Feinverteilung<br \/>\nder unvermeidliche Strassentransport.<\/p>\n<p>Es ist ein Skandal, dass acht Jahre nach Annahme der<br \/>\nAlpeninitiative der mehrfach ge\u00e4usserte Volkswillen f\u00fcr eine<br \/>\nUmlagerung des Warenverkehrs nicht durchgesetzt wird. Mit den<br \/>\nbisher halbherzig eingeleiteten Massnahmen wird der Bund die<br \/>\nReduktion des Alpentransit von 1,4 Mio. Lastwagen (2000) auf<br \/>\n650&#8217;000 j\u00e4hrlich bis im Jahre 2009 nicht umzusetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission geht davon aus, dass der Strasseng\u00fcterverkehr<br \/>\nbis im Jahre 2010 um 50% zunehmen wird. Dementsprechend schl\u00e4gt sie<br \/>\nvor, die Umlagerung auf Schiene und Wasser gesamteurop\u00e4isch<br \/>\nvoranzutreiben. Die im &#8218;Weissbuch&#8216; vorgeschlagenen Massnahmen gehen<br \/>\njedoch zu wenig weit. Die Schweiz, aber vor allem auch die EU muss<br \/>\ndie G\u00fcterumlagerung intensiver betreiben und dem Transportirrsinn<br \/>\nEinhalt gebieten, wenn vermieden werden soll, dass der europ\u00e4ische<br \/>\nStrasseng\u00fcterverkehr sp\u00e4testens mit der EU-Osterweiterung<br \/>\nkollabiert.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Cyrill Studer, Verkehrskampagne (wird umgeleitet) 01 447 41<br \/>\n13<\/p>\n<p>Medienabteilung 01 447 41 11<\/p>\n<p>Videomaterial 01 447 41 55<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Tunnelbrand, der Sperre und den Staus blockieren sich die LKW-Fahrer nun auch noch selber. Der \u00fcberbordende Warenverkehr in Europa scheint endg\u00fcltig ausser Kontrolle zu geraten. 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