{"id":7082,"date":"2002-03-20T00:00:00","date_gmt":"2002-03-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/7082\/greenpeace-fordert-an-der-gv-von-novartis-die-sanierung-der-chemiemuelldeponien\/"},"modified":"2019-05-30T07:55:52","modified_gmt":"2019-05-30T05:55:52","slug":"greenpeace-fordert-an-der-gv-von-novartis-die-sanierung-der-chemiemuelldeponien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/7082\/greenpeace-fordert-an-der-gv-von-novartis-die-sanierung-der-chemiemuelldeponien\/","title":{"rendered":"Greenpeace fordert an der GV von Novartis die Sanierung der Chemiem\u00fclldeponien"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute an der Generalversammlung von Novartis teilgenommen. Sie forderte die Aktion\u00e4re auf, von Novartis die Totalsanierungen zu verlangen. W\u00e4hrend der Gesundheitskonzern wieder fette Milliardengewinne verbuchen kann, bedrohen dessen Chemiem\u00fclldeponien weiterhin das Trink- und Grundwasser in der Region Basel. Novartis schiebt die Sanierung seiner Altlasten auf die lange Bank, und die Gefahren f\u00fcr die menschliche Gesundheit und Umwelt werden gesch\u00f6nt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Basel. Anl\u00e4sslich der Generalversammlung von<br \/>\nNovartis haben heute morgen etwa ein Dutzend Aktivisten und<br \/>\nAktivistinnen von Greenpeace gegen die leeren Worth\u00fclsen des<br \/>\nGesundheitskonzerns Novartis protestiert: \u00abWe want to be a leader<br \/>\nin Health, Safety and Environment Protection. &#8211; The health and<br \/>\nsafety [&#8230;] as well as protection of the environment, have<br \/>\npriority in all our activities\u00bb, heisst es in der Novartis-Policy<br \/>\non Corporate Citizenship. Mit einem \u00abDeponie-Environment\u00bb aus alten<br \/>\nChemiem\u00fcllf\u00e4ssern, welche die verschiedenen Chemiem\u00fclldeponien von<br \/>\nNovartis darstellen, sowie dem am Vortag abgedruckten Inserat in<br \/>\nder NZZ und einem Flugblatt fordert die Umweltorganisation die<br \/>\nAktion\u00e4re auf, von Novartis die Totalsanierungen zu verlangen: F\u00fcr<br \/>\neine ungeschm\u00e4lerte Gewinnerwartung &#8211; und damit nicht ein<br \/>\nImageschaden an zuk\u00fcnftigen GVs f\u00fcr Katerstimmung sorgt.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Chemiem\u00fcll und Gesundheit vertragen sich nicht!<br \/>\nDoch mit den zahlreichen S\u00fcnden der Vergangenheit tut sich der<br \/>\nGesundheitskonzern schwer. Erst nach Jahrzehnte langen Streitereien<br \/>\nin der \u00d6ffentlichkeit anerkennen Novartis und die Basler Chemie die<br \/>\nVerantwortung f\u00fcr vorerst elf Chemiem\u00fclldeponien in der Region<br \/>\nBasel. Diese sind eine Gefahr f\u00fcr Mensch und Umwelt, weil sie das<br \/>\nTrinkwasser von 100&#8217;000 Menschen bedrohen und das Grundwasser<br \/>\nbelasten (Deponien Feldreben und Margelacker BL, Le Letten und<br \/>\nRoemisloch F, Lippsgrube und Hirschacker D, u.a.). Dabei k\u00f6nnte die<br \/>\nBasler Chemie auch anders: Das zeigt das Beispiel der jurassischen<br \/>\nSonderm\u00fclldeponie Bonfol, die jetzt endlich totalsaniert wird.<\/p>\n<p>Die Beseitigung all dieser Deponien (ohne Bonfol) kostet die<br \/>\nbeteiligten Chemiefirmen zusammen sch\u00e4tzungsweise SFr. 100 Mio. Der<br \/>\nReingewinn von Novartis allein betr\u00e4gt im Gesch\u00e4ftsjahr 2001 SFr.<br \/>\n3990 Mio., doch keine der einzelnen Firmen m\u00fcsste mehr als 50 % der<br \/>\ngesamten Sanierungskosten \u00fcbernehmen. Der j\u00e4hrliche<br \/>\nSanierungsaufwand f\u00fcr Novartis w\u00e4hrend der n\u00e4chsten zehn Jahre w\u00e4re<br \/>\ndemnach weniger als 0.2 % des Reingewinnes. Dieser Betrag ist<br \/>\nl\u00e4cherlich und die laufenden Streitereien unw\u00fcrdig f\u00fcr den<br \/>\nGesundheitskonzern. Dabei heisst es im Novartis Bericht 2000 zu<br \/>\nGesundheit, Sicherheit und Umwelt: \u00abWir sind bereit, die<br \/>\nVerantwortung f\u00fcr fr\u00fchere Entsorgungspraktiken zu \u00fcbernehmen. Dabei<br \/>\nversuchen wir, aktuelle und langfristig bestehende Risiken so weit<br \/>\nwie m\u00f6glich zu beseitigen\u00bb. Novartis aber schiebt die notwendigen<br \/>\nTotalsanierungen auf die lange Bank und riskiert, dass die<br \/>\ngef\u00e4hrlichen Altlasten auch in Zukunft f\u00fcr Katerstimmung<br \/>\nsorgen.<\/p>\n<p>Novartis hat im Sommer \u00abSofortmassnahmen zum Stoppen der<br \/>\nEmissionen\u00bb versprochen. Nachdem Greenpeace bei den<br \/>\nEls\u00e4sser-Deponien Le Letten und Roemisloch erneut schwerwiegende<br \/>\nVerschmutzungen des Grund- und Oberfl\u00e4chenwassers festgestellt<br \/>\nhatte, forderte die Umweltorganisation von Novartis, bis Ende<br \/>\nFebruar ihre Versprechen einzul\u00f6sen und einen verbindlichen<br \/>\nTerminplan f\u00fcr deren Totalsanierungen vorzulegen. Bis heute hat<br \/>\nGreenpeace keine Reaktionen erhalten. Dabei ist der Fall klar: Was<br \/>\nf\u00fcr die angeblich gesicherte Deponie Bonfol gilt, muss erst recht<br \/>\nf\u00fcr alle ungesicherten, wilden Chemiem\u00fclldeponien in der Region<br \/>\nBasel gelten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace Chemiekampagne, Matthias W\u00fcthrich 01 447 41 31<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute an der Generalversammlung von Novartis teilgenommen. Sie forderte die Aktion\u00e4re auf, von Novartis die Totalsanierungen zu verlangen. W\u00e4hrend der Gesundheitskonzern wieder fette Milliardengewinne verbuchen kann,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-7082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7082"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7082\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7082"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=7082"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=7082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}